Viereinhalb Monate vor der amerikanischen Präsidentschaftswahl genießt Barack Obama, der Kandidat der Demokratischen Partei, ein Umfrage-Hoch. Einer Befragung für die Zeitschrift "Newsweek" zufolge liegt er derzeit in der Gunst der Wähler 15 Prozent vor seinem republikanischen Rivalen John McCain.
Hohe Strom- und Spritpreise lassen die Energiepolitik ins Zentrum des amerikanischen Wahlkampfes rücken. Erst brachte McCain das Thema Ölförderung auf. Dann wollte Obama mit dem Emissionshandel punkten. Jetzt ist wieder McCain an der Reihe - und macht sich an das heikelste Thema heran: Atomkraft.
Eine jährliche Versteigerung von Kohlendioxid-Zertifikate soll nach den Plänen des amerikanischen Präsidentschaftsbewerbers Obama 100 Milliarden Dollar einbringen. Einen Großteil des Geldes will er den Haushalten als Hilfen für ihre hohen Stromrechnungen zukommen lassen.
Im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf hat der demokratische Bewerber Barack Obama weitere prominente Unterstützung bekommen. Der frühere Vize-Präsident Al Gore stellte sich demonstrativ hinter ihn. In der Vergangenheit hatte Obama sich nicht abgeneigt gezeigt, Gore in sein Kabinett zu holen.
Die Wirtschaftspolitik wird mehr und mehr zum zentralen Thema des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs: John McCain will mit der Kontrolle von Managergehältern punkten; Obama setzt auf Versprechen eines neuen Konjunkturprogramms. Von Claus Tigges
Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der amerikanischen Demokraten hat Hillary Clinton ihre Niederlage eingestanden und Barack Obama den Rücken gestärkt.
Hillary Clintons Treueschwur zu Obama lässt Zweifel offen: Wird es dem Demokraten wirklich gelingen, die Frauen auf seine Seite zu ziehen? Und was ist mit den Latinos, die sich vor allem um Clinton geschart hatten? Eine Wähleranalyse von Matthias Rüb, Washington.
Nun ist es amtlich: Hillary Clinton hat ihren Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten am Samstag offiziell beendet. Die Senatorin erklärte in Washington, sie stehe hinter Barack Obama. Spannend bleibt, ob sie nun Vizepräsidentin werden will.
Nach ihrer Niederlage im Vorwahlkampf um die amerikanische Präsidentschaftskandidatur hat Clinton ihren Rivalen Obama zu einem privaten Treffen eingeladen. Man habe über die Arbeit, die getan werden muss, um bei den Präsidentenwahlen Erfolg zu haben, diskutiert. Zuvor hatte Clinton verkündet, nicht das Amt des Vizepräsidenten anzustreben.
Präsidentschaftskandidat Barack Obama sorgt für Begeisterung. Doch die Jubler werden sich noch wundern - auch er als Präsident würde zuerst amerikanische Interessen verfolgen. Unterdessen erklärte Hillary Clinton, nicht für das Vizepräsidentenamt unter Obama kandidieren zu wollen. Von Klaus-Dieter Frankenberger
Er ist der einzige Mitarbeiter, den Obama in seiner Siegesrede namentlich nannte: Der 40 Jahre alte David Plouffe hielt die Geldmaschine im Internet am Laufen, die zig Millionen Dollar in die Wahlkampfkasse spülte. Trotzdem ist sonst fast nie die Rede von ihm. Von Matthias Rüb, Washington
In Amerika verdichten sich die Hinweise, dass Hillary Clinton am Samstag ihre Niederlage eingestehen und offiziell Barack Obama unterstützen wird. Unklar ist nach wie vor, ob Obama ihr anbieten wird, als Kandidatin für die Vizepräsidentschaft an seiner Seite in den Wahlkampf zu gehen.
In grauer Vorzeit, also vor wenigen Monaten, schien ihr Weg ins Weiße Haus klar und unabänderlich vorgezeichnet. Sie sollte Geschichte schreiben. Nicht als Vizepräsidentin. Was ist schief gelaufen? Warum Hillary Clinton nicht Präsidentin werden durfte. Von Jordan Mejias, New York
Der amtierende Präsident hat seinem möglichen Nachfolger Respekt gezollt. Er selbst wisse, wie hart der Prozess der Vorwahlen sei, sagte Bush. Die Kandidatur eines Schwarzen bezeichnete er als historische Errungenschaft.