Jeder Tage der Vorwahlen macht es klarer, dass die Frau Clinton auf die Untzerstüzung der "Superdelegates" zählt. Denn sie hat am Anfang kaum darüber gesprochen. Jetzt rechnet sie damit, dass die Weissen und die ungebundenen Super-Delegierten sie aufstellen werden. Und ihre Erwartung wird höchstwahrscheinlich erfüllt werden. Und das eine Frau, die bisher immer stolz war eine Vorkämpferin der Rassengleichhei zu zein. Aber das ist in dieser Heuchler-Partei gang und gebe. Ihre größte Erfahrung hat sie im Irreführen.
Bei der Durchsicht der bisherigen Wahlergebnisse bei den Demokraten fällt auf, dass Clinton in den meisten großen Staaten bislang gewonnen hat (mit Ausnahme in Illinois), Obama bei den kleinen aber regelrecht abgesahnt hat. Das uns recht eigenartige Vorwahlverfahren durch Primaries (allgemeine Wahlen) und Caucuses (örtliche Parteiversammlungen), die entweder gar nicht vorhandenen oder recht lockeren Regelungen zur Registrierung als Wahlberechtigter und der häufige ad-hoc-Charakter von Abstimmungen macht die Ergebnisse gerade in kleineren Staaten sehr viel leichter beeinflussbar durch besonders aktive Einzelgruppen und Bewegungen, als das in den großen Staaten möglich wäre. Die Begeisterung von Minderheiten ist in kleineren Gruppen leichter auf die Mehrheit zu übertragen, als dies in den großen Staaten möglich wäre. Eine solche Strategie funktioniert somit kaum auf Bundesebene, so dass wohl manchem Demokraten angst und bange wird, wenn Obama gegen McCain dort antreten sollte.
Es haben bisher ziemlich genau gleich viele Vorwählerinnen und Vorwähler für die beiden verbliebenen demokratischen Präsidentschafts-Alternativen gestimmt.
Zählt man Florida und Michigan mit, liegt Clinton leicht vorn, sonst umgekehrt.
Also dass die gemeinen "Superdelegierten" Clinton bevorzugen, wo doch Obama der Mann des Volkes ist: Aus dem Stoff sind Legenden gemacht.
Tatsache ist im übrigen, dass Obama eben gerade dort nicht gewinnt, wo die Demokraten es bei der "richtigen Wahl" unbedingt nötig haben, in den großen "Swing States".
Ertappt, ich glaube sowieso nicht an den politischen Messias.
Denn siehe: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt."
und an dieses Charisma ihres Ehemanns kommt nunmal am ehestens Barrack Obama heran. Klar, Hillary hat mehr Erfahrung, Sie kennt sich aus in der Welt der Politik - aber wenn man nur Leute wählt, die sich auskennen, könnten es neue Leute nie schaffen. Selbst George Bush hätte normalerweise nie Präsident werden dürfen, da er über keine Erfahrung im Politikgeschäft verfügt hat und bei ihm nur der Namen und die Milliarden von Papi´s Freunden im Hintergrund gezogen haben und so wird es auch diesmal sein, wer mehr Unterstützer hat von innern und außen, der wird Kanditat und mal ehrlich Hillary Clinton hat den Charme eines Eisberges.
... haben gerade in Texas eifrig am Sieg Hillarys mitgearbeitet. Die Republikaner rechnen damit das Hillary der einfachere Gegner fuer McCain ist. Obama ist nach hiesigen Auffassungen nicht zu schlagen.
Obama hat zwar immer noch fast 100 Delegierte mehr als Clinton, aber es ist nunmehr mathematisch unmöglich geworden, dass einer von beiden die erforderliche Stimmenzahl in den verbleibenden Proportionalvorwahlen noch erreichen kann. Es läuft also tatsächlich allein darauf hinaus, wem die Superdelegierten ihre Gunst schenken: dem Mann, dem das Volk die meisten Stimmen gab, oder der Frau, die im November ihrer Partei die Masse liefert, ohne die kein Demokrat je gewinnt.
So oder so werden sie zwangsläufig die Hälfte ihrer eigenen Wähler verärgern: ein Geschenk für McCain, der am gleichen Abend endgültig zum Kandidaten der Republikaner gewählt wurde.
Ein Dialog vor der Wahl:
"Wir gewinnen heute in Texas", sagte Clinton den verdutzten Gästen, die Tacos und Enchilladas aßen. "Aber was ist mit den Umfragen?", erwiderte die Nichte des Besitzers sorgenvoll. "Wir gewinnen", antwortete Clinton. Und was ist mit dem finanziellen Vorteil, den Obama hat? "Wir gewinnen", sagte Clinton. Ende der Diskussion.
Wieder mal der New-Hampshire-Effekt!