21. Mai 2008 Barack Obama hat nach einer Prognose des amerikanischen Fernsehsenders CNN die Vorwahl der Demokraten im Bundesstaat Oregon gewonnen. Nach Auszählung der Hälfte aller Stimmen kam der 46 Jahre alte Senator von Illinois auf 58 Prozent, seine Rivalin Hillary Clinton auf 42 Prozent. Die frühere First Lady konnte jedoch die Vorwahl im konservativen Bundesstaat Kentucky für sich entschieden. Dabei erzielte sie 65 Prozent der Stimmen, Obama 30 Prozent.
Der Senator aus Illinois sicherte sich an diesem Wahlabend indes die absolute Mehrheit der gebundenen Delegiertenstimmen. Er kann nach einer Zählung des Senders CNN mindestens 1627 solcher Stimmen auf sich vereinigen. Damit liegt er bei den Delegierten, die auf dem Nominierungsparteitag der Demokraten im Spätsommer in Denver an das Votum der Staaten gebunden sind, laut amerikanischen Medien uneinholbar vor seiner Konkurrentin.
Clinton: Es wird von der Partei abhängen
Obama erklärte am Wahlabend, seine Nominierung sei nun in Reichweite. Zünglein an der Waage sind jedoch die Superdelegierten aus dem Parteiestablishment. Sie können sich frei zwischen den Kandidaten entscheiden und sind nicht an ein Votum der Wähler gebunden. Obama konzentriert sich dennoch schon voll auf den designierten republikanischen Kandidaten John McCain und hat nach eigenen Angaben 37 Millionen Dollar (23 Millionen Euro) für den Wahlkampf gesammelt.
Frau Clinton gab sich weiter kämpferisch. Die Senatorin aus New York betonte, sie werde im Rennen bleiben und wolle, dass jede Stimme gezählt werde. Clinton appellierte an die noch unentschiedenen Superdelegierten: Es wird von der Partei abhängen, wer der Präsidentschaftskandidat sein wird, wer in der Lage sein wird, John McCain zu schlagen.
Beide Bewerber lobten einander und riefen die Demokraten zur Einigkeit auf. Das wurde wiederum als Zeichen gewertet, dass der innerparteiliche Wettstreit bald beendet werden könnte.
Obama sagte über Clinton, die frühere First Lady habe niemals aufgegeben, für das amerikanische Volk zu kämpfen. Nun sei die Einheit und die Energie der Demokraten wichtig, um in den kommenden Monaten gegen den republikanischen Kandidaten McCain zu gewinnen.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AFP, AP, dpa, REUTERS