Vereinigte Staaten

Warum will überhaupt einer Präsident sein?

Dieser amerikanische Wahlkampf ist spannend und erregend und bizarr: Bei der Demokratischen Partei liefern sich Hillary Clinton und Barack Obama einen Vernichtungswahlkampf im eigenen Lager. Den Republikaner John McCain indessen lässt der Albtraum der Rivalen frohlocken. Aber wer auch immer siegt: Es wird schwer! Von Klaus-Dieter Frankenberger

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Mai 2008 17:04

Undankbarer Job

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Worin bestehen die vordinglichsten Aufgaben des nächsten US-Präsidenten? Das Immobilien- und Finanzwesen befindet sich in einer Krise, das weltweite US-Prestige wurde durch Bush unterminiert, der Bevölkerung stehen Preissteigerungen bevor. Es bedarf eines coolen Präsidenten, der diplomatisches Talent besitzt, um die Gemüter im In- und Ausland zu beschwichtigen, der die Bevölkerung überzeugen kann, dass man den Gürtel enger schnallen und die Ärmel hochkrempeln muss, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen und die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Offensichtlich sind weder McCain noch Frau Clinton mit derartigen Gaben ausgestattet. McCain gilt als betagter Fortsetzer der verheerenden Politik Bushs, und die sechzigjährige Frau Clinton, die bereits 8 Jahre im Weißen Haus hinter sich hat, verkörpert die skandalöse altmodische Parteipolitik der Vergangenheit. Obama ist offensichtlich der einzige, der das Volk wirklich für einen "Wechsel" begeistern kann. Die Frage ist nur, ob die Amerikaner tatsächlich einen Wechsel erheischen, oder ob sie lieber nostalgisch bei der Vergangenheit bleiben möchten.

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