Hat gewonnen, weil sie mehr zu gewinnen hatte: McCains „running mate” Sarah Palin

Nach dem Fernsehduell mit Joseph Biden ist Sarah Palin wieder das, was sie beim Parteitag der Republikaner Anfang September war: Das junge und zudem attraktive Gesicht einer Partei, die jede Aufmunterung gebrauchen kann, um doch noch an einen Sieg am 4. November zu glauben. Von Matthias Rüb, Washington

Lesermeinungen zum Beitrag

04. Oktober 2008 08:04
Deutscher links-ideologischer Fanatismus  
Josef Bujtor (Mramorak)

Die Amerikaner entscheiden alleine übner die Wahl. Deutscher und europäischer Fanatismus haben nur einen gegenteiligen Eifluss auf den Asugang der Wahl. Aber der Fischer hatte, einmalig recht, dass man in Europa nichts begreift. Aber das Füllhorn des Hasses muß eben geleert werden. Aber haben all die Hasser eine Zufluchtstette, wenn obama verliert?

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04. Oktober 2008 00:38
Good Bye Palin  
Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Es war wohl leichtsinning von McCain, eine Vizekandidatin zu wählen, die er bis August noch gar nicht kannte. Wenn er gehofft hatte, durch die Debatte seine sinkenden Umfrageziffern aufzubessern, so wurde er enttäuscht. Das intensive Training durch politische Experten in McCains "Ranch" zahlte sich kaum aus, denn schon heute melden die Zeitungen, dass McCain nunmehr den kritischen Staat Michigan ganz aufgegeben hat. Palin hielt sich brav in der Debatte und suchte kritischen Fragen durch ständige Abschweifungen vom Thema zu entgehen. Kritik aus den eigenen Reihen wies sie mit der Bemerkung ab, mehr könne man nach 5 Wochen schließlich nicht von ihr verlangen.

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03. Oktober 2008 20:50
Auch diese Debatte entlarvt S. Palin überzeugend......  
wolf haupricht (emilgilels)

als - positiv gesehen - höchstens Komikerin oder Unterhalterin für Nichtssagendes. Man stelle sich vor, sie würde tatsächlich VP und dem schon lebensalten M. Cain würde etwas zustossen, was ihn an der Ausübung seines Amtes hindern würde. Nicht auszudenken, was das bedeuten würde. Hoffentlich bleibt es beim Konjunktiv, sonst gute Nacht armes Amerika.

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03. Oktober 2008 19:35
Unentschieden? II  
ron kölliker (nork)

Keine Ahnung wie man darauf kommen kann, dass diese Debatte zwei Sieger haben könnte, denn Sarah Palin hing wohl nicht nur einmal schwer in den Seilen! Auf Fragen der Moderatorin, wie zum Beispiel warum Barak Obama nicht nicht mit dem iranischen Präsident Mahmud Ahmadinedschad, wenn sogar Henry Kissinger dies befürworten würde, wusste Frau Palin wieder nichts anderes als mit Stottern und einem ihrer schon bekannten Schablonensätze (in der Diskussion wurde der ähnliche Satz schon zwei mal gebraucht!) zu antworten. Ich kann Herrn Kristian Kroflin nur recht geben Joseph Biden hat die Situation nicht ausgeschlachtet, weil vorteilhafter war, sie einfach auflaufen zu lassen. Und auch das Bild, dass Sarah Palin eigentlich ein Dummchen ist, hat sich während der Debatte nur bestätigt. Denn wie sonst liesse sich John McCains Vorhaben interpretieren, seine rechte Hand als zukünftige "Bildungsministerin" einzusetzen, wenn er nicht selber wüsste, dass sie nicht mehr drauf hat. Joseph Biden hat gestern einen fantastischen Job gemacht! Es war nicht einfach für ihn gegen eine Sarah Palin zu Punkten, die weniger mit Argumenten zu überzeugen wusste, sondern viel mehr nur darauf aus war, das Bild der Hockesmami zu bestätigen.

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03. Oktober 2008 17:18
Wenn Amerikaner auf Palin oder McCain hereinfallen,  
Robin Hood (Ribin.Hood)

ist ihnen nicht mehr zu helfen. Unglaublich, wie hier verdrängt wird, wer für den chaotischen Zustand Amerikas verantwortlich ist. Richtig, es ist nicht die jetzige "Oposition".

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03. Oktober 2008 15:52
Unentschieden?  
Paul Franklin (PaulSilas)

Zunächst einmal muss man sich anschauen, welch ein Bild die Medien von Palin in den letzten Wochen gezeichnet haben: das Bild einer naiven, unwissenden, unerfahrenen und ungeeigneten VP-Kandidatin. Gegen dieses Bild musste Palin kämpfen. Mit anderen Worten, egal was sie gesagt hat, wie sie es gesagt hat etc., im Hinterkopf hatten die meisten Zuschauer: "Nun gut, sie macht hier einen guten Job, aber eigentlich ist sie doch ein Dummchen". Mit anderen Worten, es wurde im Vorfeld schon genug dafür getan, dass ein positiver Auftritt in der Debatte wie der Körnerfund eines blinden Huhns aufgefasst wird. Korn gefunden, aber immer noch blind. Darum kann es gut sein, dass viele denken, dass Biden die Debatte gewonnen hat (schließlich kann das blinde Huhn unmöglich besser gewesen sein), trotzdem aber von dem Auftritt Palins positiv überrascht oder gar begeistert waren. Für mich, der ich die Debatte live gesehen habe, war es ein Sieg nach Punkten für Palin. Kein K.O., aber Palin war für mich überzeugender. Ob die Amerikaner das auch so sehen wird sich in den Umfragen der nächsten Woche zeigen. Ob McCain noch genug Boden gut machen kann in den kommenden 5 Wochen bleibt abzuwarten. Aber aussichtslos erscheint es nicht.

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03. Oktober 2008 15:41
"Frau" Palin  
Simon Ertz (niamey)

Eine Frage ganz am Rande: Wieso werden in Berichten der FAZ Frauen immer wieder mit "Frau XYZ" tituliert, anstatt einfach nur mit ihrem Nachnamen? So heißt es in diesem Artikel z.B. dreimal "Frau Palin." Nicht ein einziges Mal liest man hingegen "Herr Biden". Dabei ist dieser Beitrag gar keine Ausnahme, denn auch in früheren Berichten mußte man immer wieder "Frau Clinton" lesen, wenn es um Hillary Clinton ging, und Analoges gilt selbstverständlich für "Frau Merkel". Warum eigentlich? Ist dies eine bewußte oder eine unbewußte Praxis der Autoren? Und wie ist sie zu begründen?

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03. Oktober 2008 15:14
Ideologische Träumerei  
Ivo Huber (jimmycarter1)

Es ist schon überraschend wie einige Leser Palin zur Siegerin erklären. Die Umfragen zeigen doch eindeutig, dass sie gegen Biden klar verloren hat. Siegerin ist sie nur insofern, als dass sie die äußerst niedrigen Erwartungen nach ihren disaströsen Interview-Auftritten erfüllt oder eben sogar übertroffen hat. Mehr als ein kleiner Sieg in der Niederlage ist dies allerdings nicht (das Format Rezitieren von vorformulierten Aussagen kam Palin natürlich sehr entgegen, da somit nur kommunikatives Geschick und keine inhaltliche Kompetenz gefragt war). Hier macht sich wohl dieselbe ideologische Träumerei bemerkbar, die die USA unter Bush in den politischen und wirtschaftlichen Abstieg führte.

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03. Oktober 2008 15:14
Merkwürdig  
Andreas Noreikat (derherold)

Angesichts der derzeitigen Situation - Finanzkrise, Anstieg der Zwangsversteigerungen von Immobilien und der Arbeitslosenzahlen, Panikmache wg. Klimawandel, jahrelanger Krieg - müßte es für eine Oppostion doch eigentlich reichen, wenn man einen rasierten Hamster als (Gegen-)Kandidaten aufstellt. Doch man reibt sich als old-europe-Bewohner verwundert die Augen, wer an der Spitze der USA stehen soll. Zur Wahl stehen ein 72-jähriger Pensionär mit einer auf vielen Feldern unerfahrenen Nachwuchs-Politikerin gegen einen personifzierten Hinterbänkler mit einem auch nicht gerade Vertrauen erweckenden alten Polit-Schlachtroß. Daß die Republikaner nach acht turbulenten Regierungsjahren personell vor einem Umbruch stehen - geschenkt. Aber sind die Demokraten wirklich so verzweifelt, einen Mann zum US-Präsidenten wählen zu lassen, dessen berufliche und polit. Vita sich lesen wie die eines Praktikanten ? Salbungsvolle und in den USA mgl.weise übliche Worte wie *Hope*, *Change* oder *we heal the planet* mal beiseite: Das kann sich doch nur um eine Satire handeln.

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03. Oktober 2008 13:43
1:1 ?  
kristian kroflin (kroflin)

"Mehrfach erwähnte Frau Palin Ronald Reagan als den Säulenheiligen eines Glaubens an die Idee der Freiheit, die es in der Wirtschafts- wie in der Außenpolitik entschlossen zu verteidigen gelte: (...)." Wieso kann man nur wegen der Überreaktion gegenüber niederen Gründen verklagt werden? Es sollte eingeführt werden, daß auch der Mißbrauch von hohen Gründen, um damit die eigenen Belange zu decken, verklagbar wird. " (...) Senator Joseph Biden (...) zeigte zugleich menschliche Größe und politischen Instinkt, indem er seiner Widersacherin eine peinliche Namensverwechslung durchgehen ließ statt sie oberlehrerhaft zu korrigieren" Er ließ sie also auflaufen.

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03. Oktober 2008 13:29
Ist Palin schlimmer als Bush?  
Gunther Wolkenstein (Gunther.Wolkenstein)

Es hat einen guten Eindruck verschafft, mit wem wir es da zu tun haben. Diese Show Palins war teilweise so naiv-doof, daß einem Biden richtig leid tat, wenn er sich mit Mühe das Lachen verkneifen mußte und nicht so konnte, wie er gerne wollte. Palin gab heute Nacht eine weitere Kostprobe davon, wie sie sich als Lieschen Müller die große Politik so vorstellt. Bush war schon willfähriges Instrument neokonservativer Denkzirkel. Ich finde die Vorstellung, daß diese ehemalige Dorfvorsteherin mal Präsidentin der USA werden könnte, immer erschreckender.

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03. Oktober 2008 13:19
Deutsche Medien?  
Bert Greve (Churchill3)

Kann den Vorrednern absolut nicht zustimmen, was eine angeblich zu Gunsten Bidens geschönte Berichterstattung in Deutschland betrifft. Habe gerade die amerikanischen Medien studiert, der Tenor ist absolut ähnlich, wie ihn der Artikel zum Ausdruck bringt.

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03. Oktober 2008 13:14
Reicht gute Vermarktung, um die Wahl zu gewinnen?  
Daniel Kraus (jdsk)

Zur "Debatte": Mir fiel auf, daß Frau Palin alles tat, um sich von der Politik ihrer Partei und ihres Präsidenten der letzten acht Jahre abzusetzen, um im gleichen Atemzug zu betonen, daß eigentlich alle wichtigen Entscheidungen der Regierung völlig richtig gewesen seien und es an der Politik seit 2000 deshalb auch substantiell nichts zu verändern gebe. Sie wich zudem ein ums andere Mal den konkreten Fragen recht unelegant aus; "klare Aussagen" (Mramorek, s.u.) habe ich vermißt. Insgesamt verfestigt sich mein Eindruck, daß bei diesem Wahlkampf zwei extrem professionelle PR-Teams ihre Produkte vermarkten, und es dabei im Grunde völlig egal ist, ob es sich um Präsidentschaftkandidaten oder Joghurtbecher handelt. Deshalb wird die Wahl meiner Meinung nach auch sehr knapp ausgehen. (Ich wohne in den USA und habe die Debatte live im TV gesehen.) -- Zum Artikel und den anderen Kommentaren: Die FAZ wird immer wieder zu politischer Neutralität gemahnt. Die muß sie aber nicht haben, solange die Artikel als das gekennzeichnet werden, was sie sind. Wer die Zeitung aufschlägt, wird verstehen, was ich meine. Hier im Internet gehen diese Unterschiede im einheitlichen Bildschirm-Layout verloren, noch nicht einmal das Ressort ist zu erkennen.

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03. Oktober 2008 12:54
Man könnte Mitleid bekommen mit dem durschnittlichen Amerikaner  
Miracolo De Sica (DeSica)

Ach wie war die Welt noch in Ordnung, Anno 2.000. Die Wirtschaft flott, der Haushalt ausgeglichen, die Staatsverschuldung auf normalem Niveau, dazu die wesentlichen Freiheitsrechte vorhanden. Wie sieht es heute aus. Die Wirtschaft versinkt in einer Rezession, die Staatsverschuldung liegt auf einem gefährlich hohen Niveau, das jährliche Haushaltsdefizit überschreitet die Grenze von 400.000.000.000 $, wesentliche Freiheits/Persönlichkeitsrechte sind dahin, und, da war doch noch was, ja die aktuelle Finanzkrise wird dem durchschnittlichen amerikaner noch teuer zu stehen kommen. Nur die "dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter" selber.

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03. Oktober 2008 12:39
@A. Brechty  
Frank Geiser (geiser123)

"Es ist wie immer: Der/die Repuplikaner(in) hat im TV Duell haushoch gewonnen ergo wird in deutschen Medien ein Unentschieden gesehen" ... Den US Umfragen nach liegt Biden eindeutig vorn, ich habe die Debatte verfolgt und hatte nicht den Eindruck ds die Reps zu irgendeinem Zeitpunkt vorne lagen. Auch sind in den hiesigen Medien Aufnahmen gezeigt worden mit welcher Intensitaet Palin auf diese Debatte vorbereitet worden ist. Dies ging sogar soweit das auf einem Rasen zwei Podien aufgestellt wurden auf denen man dann fleissig uebte. Selbst der Duemmste hat mittlerweile begriffen aus welchem Grunde Palin aufgestellt worden ist. Man muss Ihr zugute halten das sie sich wacker schlaegt, sobald aber Fragen aus dem Blauen heraus kommen sieht sie haeuffig ziemlich alt aus. Beispiel: Auf Katie Courics Frage welche Zeitungen sie denn lesen wuerde konnte sie nur "Alle" antworten, aber keine spezifische nennen. Jeder Leser hier haette sich da wenigstens mit FAZ retten koennen ...

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