Wahlkampf in Amerika

Palin weist Kritik an teurer Kleidung zurück

Die Designerstücke, die Sarah Palin trägt, sollen eine Leihgabe sein

Die Designerstücke, die Sarah Palin trägt, sollen eine Leihgabe sein

24. Oktober 2008 Die republikanische Kandidatin für das Amt des Vizepräsidenten Sarah Palin hat sich gegen Kritik verwahrt, sie sei von ihrer Partei für 150.000 Dollar (etwa 117.000 Euro) eingekleidet und gestylt worden. Die Designerstücke seien eine Leihgabe und würden nach der Wahl zurückgegeben oder für wohltätige Zwecke gespendet, sagte Frau Palin der Zeitung „Chicago Tribune“.

Zugleich beklagte sie, an Frauen und Männer würden im Wahlkampf unterschiedliche Maßstäbe angelegt. Schon Senatorin Hillary Clinton, die sich gegen Barack Obama erfolglos um die Präsidentschaftskandidatur der Demokratischen Partei bemüht hatte, habe diese Doppelmoral zu spüren bekommen. Über Frau Clinton seien „oberflächliche Dinge“ geäußert worden, die man niemals über einen Mann gesagt hätte, beispielsweise im Hinblick auf ihre Garderobe oder ihre Frisur, wurde Frau Palin auf der Internetseite der „Chicago Tribune“ zitiert.

„Wenn die Leute nur wüssten, wie sparsam wir sind“

Palin sagte, die fraglichen Kleidungsstücke, die für den Parteitag der Republikaner angeschafft worden seien, seien keine 150.000 Dollar wert. „Es ist ärgerlich, für etwas kritisiert zu werden, wenn nicht alle Fakten auf dem Tisch liegen oder berichtet werden“, sagte sie in dem am Donnerstag veröffentlichten Interview. „Wenn die Leute nur wüssten, wie sparsam wir sind.“ (Siehe auch: Wahl in Amerika: Palin wird zur Belastung für McCain)

Unterdessen hat auch die „New York Times“ die Wahl des demokratischen Kandidaten Barack Obama empfohlen. In einem Leitartikel der Zeitung heißt es, der Senator aus Illinois habe seinen frühen Versprechungen von Hoffnung und Wechsel Gestalt verliehen. In den Vorwahlen der Demokraten hatte sich die Zeitung noch für Hillary Clinton ausgesprochen. Zuvor hatten schon große Zeitungen wie die „Washington Post“, die „Los Angeles Times“ und die „Chicago Tribune“ Obama empfohlen. (Siehe auch: „Washington Post“ empfiehlt Obama als Präsident)

Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AFP

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