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Barack Obama

Enttäuschung programmiert

Präsidentschaftskandidat Barack Obama sorgt für Begeisterung. Doch die Jubler werden sich noch wundern - auch er als Präsident würde zuerst amerikanische Interessen verfolgen. Unterdessen erklärte Hillary Clinton, nicht für das Vizepräsidentenamt unter Obama kandidieren zu wollen. Von Klaus-Dieter Frankenberger

Lesermeinungen zum Beitrag

08. Juni 2008 12:58

Ein einiges Europa?

Josef Bujtor (Mramorak)

Tatsächlich werden die Osteuropäer - ausser den Ostdeutschen - Amerika und seine Hilfe für GANZ Europa anders beurteilen als Deutschland. Dieses Verhalten ist eigendlich ein Maßstab für unsere Demokratiereife. Wenn Leute in unserem Lande, die USA so beurteilen, sagen sie doch aus, wie wenige die Demokratie ihnen wert ist! Sogar Rot-China schätzt das nich sehr. Denn keiner hat Achtung vor Feiglingen. Und in Europa sind wir mehr isoliert, als alle unsere Politiker und die meisten unserer anderen Meinnungsmacher, es wahr haben wollen. Unser Assuenminister kann bis zu seinem Lebensend einen Dialog mit den Gewaltherrschern der Welt führen, einbringen tut das weder ihm was noch unserem Land! Die meisten anderen Europäer wissen das auch und handel danach. Warum sollten die Amerikaner sich bei den Europäern entschuldigen? Etwa weil sie Europa von Hitler und den Kommunisten befreiten?

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07. Juni 2008 22:28

Antiamerikanismus und Eurozentrismus

Jo Schwarz (Jo.v.Haecker)

Den Antiamerikanismus, den manche Autoren herbeireden wollen, den Neokonservative ja immer der Linken unterstellen, hat es nie gegeben - freilich, gegen Bush, der völkerrechtswidrige Kriege anzettelte, der die USA von einem der beliebteren zum meistgehassten Land der Welt machte, und der der Weltgemeinschaft einen immensen Schaden zufügte, indem er die UN ad absurdum führte - sicherlich, dieser Herr und seine Regierung waren zurecht nicht beliebt. Und Obama? Ja, wer ihn für einen europäisch gesinnten Heilsbringer hält, ist freilich selbst schuld - er wird, wenn, dann als US-Präsident gewählt. Aber die Skepsis gegenüber ihm ist völlig unangebracht. Die tatsächliche Hoffnung ist doch, dass er auf Diplomatie anstatt (insbesonders völkerrechtswidrige) Kriege setzt. Dass er ein intelligenter Mensch ist und kein Minderbegabter. Dass er, so übel der Grund dafür auch ist, wegen seiner dunkleren Hauttönung vielen Menschen Hoffnung gibt. Dass er motiviert anstatt zu verängstigen. Dass Obama Europas Interessen vertritt ist nicht zu erwarten; warum sollte er? Die Jubler werden sich keineswegs wundern. Sie jubeln nicht, wie der Autor unterstellt, weil sie leicht verblödet sind, sondern weil sie das Positive in Obama erkennen.

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06. Juni 2008 11:50

AN Markus Teuber

Jan Skalski (Skalski)

Sie liegen völlig richtig mit Ihrer Einschätzung, es handelt sich allerdings grundsätzlich um die Westeuropäischen Staaten. Die Mittel-Ost-Europäer sind den USA für die gewonnen Freiheit dankbar und wissen auch in der Zukunft die USA als zuverlässigen Partner in Sicherheitsfragen zu schätzen.

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06. Juni 2008 09:37

Europe - Who ?

Markus Teuber (arathorn)

Die Europäer und namentlich die Deutschen - Herr Dünnhaupt- haben ja (und das begann auf politischer Seite schon in der Clinton-Ära) auch alles getan,was möglich war,um die USA von Europa zu entfremden ! Seit dem Fall der Mauer und dem Ende der sowjetischen Herrschaft über Europa galt schließlich die Devise: "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan,der Mohr kann gehen" .Die antiamerikanischen Reflexe und Vorurteile fanden sich seit Jahren nicht mehr nur in der Bevölkerung,sie wurden und werden sogar nicht mehr nur von der Linkspartei und der SPD artikuliert,sondern finden sich durchaus in den konservativen Parteien -wenn auch aus unterschiedlichen Motivationen heraus -genauso . Verläßlichkeit - das ist nicht nur im privaten Umfeld eine Tugend- sondern auch in zwischenstaatlichen Beziehungen!Die Europäer haben diese Verläßlichkeit aus puren Eigeninteressen heraus aufgekündigt- als ihnen mit der zweiten Bush-Regierung eine wunderbare Gelegenheit dazu geboten wurde,dies mit dem Hinweis auf die angebliche "politische Irrfahrt" dieser Regierung tun zu müssen. In Europa -und das zeigt auch dieser Artikel- wünscht man sich hauptsächlich einen US-Präsidenten,der vor allem europäischen Interessen zu dienen hat !

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06. Juni 2008 07:31

Vice-Clinton absoluter Blödsinn

Hanspeter Bühler (Napoleon3)

Wer die US-Politik nur ein klein bisschen kennt, weiss, dass Hillary Clinton von Obama nie und nimmer als Vice vorgeschlagen wird. Erstens mögen die beiden sich nicht, sie sprechen trotz vieler politischer Übereinstimmungen eine ganz andere Sprache und Clinton ist "alter Wein in neuen Schläuchen" und Obama lässt die Hoffnung auf einen etwas moderateren Staat aufkeimen. Obama nimmt die Jugund mit in die Politik und Clinton ist mit Ihren 60 Jahren und der vieljährigen Zugehörigkeit zum Washington-Lobby-Sumpf ein Auslaufmodell. Eine Frau wäre nicht schlecht - vielleicht die Tochter von John F. Kennedy, Caroline ....? Mit welchen Leuten Obama seine Versprechen verwirklichen möchte und kann ist eine zweite Frage. Die Zwänge eines US-Präsidenten sind enorm. Ich fürchte sogar um das Leben von Obama, denn die Gegenströmungen gegen einen Farbigen als US-Präsidentschafts-Kandidat sind leidenschaftlich, ja fanatisch.

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06. Juni 2008 00:10

Falsche Hoffnungen

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Weder Clinton noch Obama haben je während ihrer Wahlkampagne auch nur das Wort Europa fallen lassen. Als Handelspartner spielt die EU bekanntlich nicht erst seit Schröders offizieller "Abkoppelung" eine untergeordnete Rolle. Als politische Partner hält zumindest McCain die europäischen Nationen immer noch für wichtig, wenn er auch bei seiner kürzlichen Europareise absichtlich einen Bogen um Deutschland machte. Man sollte sich also keinen Illusionen hingeben.

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05. Juni 2008 23:50

Nachtrag zu vorherigem Beitrag

Konrad Meurer (cordonsport)

Im Artikel schwingt der Eindruck mit, dass Obama nur aufgrund seines Minderheiten-Status gewählt worden wäre. Dies zeigt wieder, wie wenig der Autor über die US-Gesellschaft zu wissen scheint, weshalb er deutsche Maßstäbe ansetzt. Hierzulande wäre es in der Tat in der nahen Zukunft nicht möglich, dass ein Mitglied einer Minderheit eine realistische Chance hätte, Staatsoberhaupt zu werden, außer aus dem einzigen Grunde, zu "symbolischen Zwecken" ein Mitglied einer Minorität zum Kanzler etc zu machen. Die deutsche Ausländer-Politik ist, haupts.in der Gesellschaft begründet, nicht fair gegenüber Minderheiten und bietet Ihnen bei weitem nicht die selben Chancen wie Deutschen ohne "Migrationshintergrund", auch wenn dies vor dem Gesetz so zu sein scheint und von der deutschstämmigen Bevölk. auch meistens so gesehen wird, die sich selbst oft als Opfer der Immigrationswelle sieht und immernoch eine gewisse Dankbarkeit dafür verlangt, dass Deutschland Immigranten aufnimmt. Ich frage mich allen Ernstes, ob der Artikel über Obama genauso negativ ausgefallen wäre, wenn er weiß wäre, zumal sich für die Spekulationen über sein zukünftiges Handeln keine Anhaltspunkte erkennen lassen und die offensichtl.Vorzüge so stark vernachlässigt werden!

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05. Juni 2008 23:35

Zustimmung

Konrad Meurer (cordonsport)

Ich stimme Herrn Ayilmaz vollkommen zu und sehe diesen Artikel als Parade-Beispiel der europäischen Selbstüberschätzung!! Der Autor fordert von den europ. Ländern, in Sachen Nato-Nahost-Politik das Zepter selbst in die Hand zu nehmen und die USA zum Mitmachen zu bewegen. Das alles, nachdem sich die europ. Länder jahrelang um ihre Verantwort.gedrückt haben und einfach nichts getan haben, während die USA wenigstens reagiert hat und somit den Zorn der ganzen Welt auf sich ziehen musste. Die typisch europäische Appeasement-Politik wird hier wieder mal grundlos gelobt, obwohl sie die Probleme nicht gelöst, sondern nur herausgezögert hat. Sie ist ein Beispiel der Handlungsunfähigkeit der EU in außenpolitischen Angelegenh. Der Artikel stellt die wildesten Spekulationen an, was die einzelnen Kandidaten im Falle einer erfolgreichen Wahl anstellen würden, was alles an der ach so widerstandsfähigen EU scheitern würde, ohne irgendwelche Anhaltspunkte in dem von den Kandidaten Gesagten dafür zu haben. Weiterhin ist es beeindruckend, und hierzulande unvorstellbar, dass jemand aus einer ethnischen Minderheit in den USA mittlerweile Präsidentschaftskandidat einer der großen 2 Parteien sein kann, und das mit Rückhalt in der GESAMTEN Bevölkerung!

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05. Juni 2008 23:33

Besserwisserische Zuschauer !

Markus Teuber (arathorn)

Die Rolle des nörgelnden,alles besser wissenden Zuschauers,der sich im Spiegel der sich selbst vorgesagten,moralischen Unverworfenheit sonnent, war den Europäern,zumal den Deutschen doch ganz recht ! Sie konnten weiterhin das tun,was auf diesem Kontinent,in diesem Land seit 1950 (da noch eher hinter vorgehaltener Hand gewispert) gerne getan wird :Die angebliche "moralische Verkommenheit",die vermeintliche "politische Überheblichkeit" , die vorgebliche Ungebildetheit und Interessenlosigkeit der Amerikaner zu geißeln .Diese Menetekel wurden und werden mit Wonne als Haupteigenschaften dieses Landes gesehen und als Gründe für das grundsätzliche Mißtrauen -welches man gegenüber der "Neuen Welt" als Europäer zu haben habe -trotz aller zähneknirschend zur Kenntnis genommenen Notwendigkeit,daß die Zusammenarbeit nicht gänzlich zu ersetzen ist . Den Deutschen kam die Bush-Regierung ganz recht! Mehr ,als man gerne zugeben möchte.Denn bei dieser Regierung konnte man sich erneut die alte Regel zunutze machen :die Amerikaner sollen ruhig die "Drecksarbeit" machen - und die dabei zwangsläufig auftretenden Fehler vertreten müssen-.Europa ,Deutschland kann sich zurücklehnen,die moralische Jungfrau spielen und die Ernte einfahren.

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05. Juni 2008 23:28

Die Obama-Kampagne will keine Deutschen begeistern,

T. K. (timo.kohlberger)

sondern er will von US-Bürgern zum US-Präsidenten gewählt werden. Bloß weil in Deutschland aufgrund der geopolitischen Schwäche Europas und Deutschlands relative viele Hoffnungen auf ihn gesetzt werden, heißt das noch lange nicht, daß sich diese Hoffnungen mit jenen decken die ihn in den USA wählen werden. Stichwort Afghanistan-Krieg zum Beispiel. Sollte sich Europa, anstatt sich auf den Präsdientschaftswahlkampf des ach so verhaßten Amerikas zu fixieren, nicht eher auf den Ausbau der EU-Institutionen konzentrieren? Wieso wird die neue EU-Verfassung in der Öffentlichkeit kaum diskutiert? Liegt es daran, daß man es sich im Schatten der USA bequem gemacht hat?

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05. Juni 2008 22:21

Eine europäische Sichtweise

Murat Ayilmaz (HessesStufen)

Der Artikel offenbart den europäischen Pessimismus. Hervorgehoben wird die Enttäuschung; die in Obama personifizierte Chance wird erst garnicht erwähnt. Die Chance nämlich, dass der schwarze Kontinent Afrika durch Obama ein neues Verhältnis zum Westen haben wird, die USA eine positive Außendarstellung bekommt, die auch und gerade in der amerikakritischen europäischen Bevölkerung Anklang finden wird. Unbeachtet bleibt auch die Strahlkraft auf alle Minderheiten dieser Erde, die Schwierigkeiten haben mit der Integration. Amerika wird dadurch seiner Rolle als Führungsmacht gerecht, dass sie durch Obama die erfolgreiche Integration von Minderheiten personifziert und diesbezüglich hat das konservative und elitäre Europa noch viel zu lernen und einen weiten Weg vor sich. Dass er auch und vor allem amerikanische Interesse verfolgen wird, bedarf keiner Erwähnung; er wäre ein schlechter amerikanischer Präsident, wenn er es nicht tun würde. Der Autor offenbart eine Zufriedenheit Europas mit Bush, indem Europa sich zurückziehen kann, er offenbart eine Angst vor mehr Verantwortung und erwähnt nicht, warum Obama in Europa "abblitzen" wird. Einen neuen Dialog kann Europa erwarten und sollte nicht "große Entschuldigungsgesten" voraussetzen.

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05. Juni 2008 20:05

Das Weiße Haus

Marcel Meier (MarcelMeier)

Euphorie? Wohl eher Stimmung der Dämmerung.

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