Woran glaubt Obama?

Wahlkampf

Die politische Theologie des Barack Obama

Dies ist eine Analyse der Rhetorik des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Obama. Woher kommt sein Erfolg? Und warum sind viele Zuhörer dennoch von seinen Reden enttäuscht? Von Jonathan Raban

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Januar 2008 18:44

Obama benutzt chritliche Werte ohne daran zu glauben

Harald Klingelhöfer (Harald_K)

Vorab, kurz zu einigen Kommentaren. Einige, dem christlichen Glauben bösgesonne Kommentatoren, muß man wohl verzeihen denn Sie sprechen von Etwas was Sie nicht verstehen oder verstehen wollen. Sonst müßte man Sie glatt des Rufmords bezichtigen. Der christliche Glaube ist die gute Nachricht und das wird auch so bleiben.
Kurz zum demokratischen Präsidentschaftanwärter Barak Obama:
Amerika ist auf der Suche nach einem Neuanfang, ob Obama dafür der richtige Mann ist, muß man allerdings bezweifeln. Meiner Meinung nach versucht Obama auch bei denen Stimmen zu fangen die nur einen christlichen Kandidaten unterstützen wollen. Obama ist ein sehr charismatischer Mensch der, was den Bezug zum Christentum betrifft, äußerst oberflächlich verfährt und in die Trickkiste der sog. Befreiungstheologie greift und damit ein Fass aufmacht in dem viel Zündstoff steckt. Damit wird wieder ein Thema neu aufgelegt, was meiner Meinung nach nicht mehr in den USA existiert. Vielleicht wird er damit sein eigenes Klientel ansprechen aber auf der anderen Seite viele Weiße verunsichern, die Ihm die Stimme gegeben hätten. Wer Amerika erneuern und Versöhnung will kann nicht gleichzeitig neue Gräben aufreisen.
Vielleicht ist Hillary Clinton doch die Richtige

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13. Januar 2008 18:01

Das werden Deutsche nie verstehen, oder?

Bernd Michalski (michalski2)

Dass die Bevölkerung der USA im allgemeinen und US-Politiker im besonderen mit größter Selbstverständlichkeit Inhalte und Formen des (christlichen) Glaubens bedienen: für uns so unsagbar aufgeklärte Europäer schon irgendwie komisch, gell?
Ein deutscher Politiker, der auch nur am Ende eines öffentlichen Auftritts sagen würde: "Gott schütze Sie" - der wird doch zumindest belächelt.
(Wir leben die Religiosität lieber versteckt im politischen. Beispiel? Die Art und Weise, wie insbesondere die "Grünen" Politik definieren, darstellen, ausleben: das hat doch weit mehr von Erweckungs-Frömmigkeit, als die Partei sich jemals bewusst machen würde.
Aber zurück zum Artikel:)
Interessanter Hintergrundbeitrag. Tatsächlich, was man so von Obama mitkriegt hierzulande per TV, das erinnert schon sehr an eine schwarze Predigt. Erstaunlich allerdings - und faszinierend -, dass das drüben auch in den nicht-schwarzen Gruppen so verfängt. Das christlich-predigtmäßige scheint wirklich über Rassengrenzen hinweg eine starke Gemeinsamkeit zu bilden.
Jedenfalls ist es mehr als erfreulich, dass nur wenige Jahrzehnte nach Martin Luther King ein Schwarzer US-Präsident werden könnte. Wenn Glaube und Kirche dabei die Brücke bilden: was sollte man dagegen haben?

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13. Januar 2008 16:55

Keiner der Politiker des "Westens" ist wirklich religiös...

Moses Green (moses.green)

Dies gilt zumindest für die 1. Reihe. Nehmen wir G. W. Bush z. B.. Dieser Mensch hat mit der christlichen Religion nicht das mindeste im Sinne, außer sie zu Wahl/Propagandazwecken zu mißbrauchen.

Sein Gott ist die "Dollar-Note". Ein Nachweis hierzu ergib sich aus seinen Taten (Verantwortung für unvorstellbaren Massenmord/Kriegsverbrechen im Irak).

In diese Ämter (Präsident/Kanzler-in/König/Königin/Premierminister usw.) können
nur Menschen gelangen, welche mit z. B. den Grundüberzeugungen der christlichen Religion nichts zu tun haben.

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13. Januar 2008 15:39

Glaube und veröffentlichte Meinung

Marvin Parsons (mapar)

"...Man wird also annehmen dürfen, dass Obama im Grunde nicht an ein Jenseits oder an die Schöpfung glaubt."

Weil er sich nicht sicher ist? Weil er reflektiert, zweifelt, was den Gläubigen vom Fanatiker unterscheidet? Diese Schlußfolgerung sagt uns wenig über den Glauben Obamas, aber viel über die Karikatur von Glauben, die der Autor im Kopf hat und wahrscheinlich viele andere auch. So erklärt sich auch der von den Medien häufig geschürte Haß auf Christen (oft gepaart mit dem Haß auf Amerikaner), den man beispielhaft bei einigen Kommentatoren hier sieht.

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13. Januar 2008 11:55

Mit großem Interesse gelesen......

wolf haupricht (emilgilels)

Ein sehr interessanter Beitrag und eine aussagekräftige Analyse über den Menschen und Politiker, der gerne Präsident werden möchte.
So wie er Wähler anzieht mit seiner theologisch geprägten Rhetorik, stößt er andere ab bzw kann er diese nicht erreichen. Ob das eine Grundlage für einen Wahlsieg ist?

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13. Januar 2008 10:33

Der Typ spinnt doch

Jenny Krimm (krimm_mit_k)

Diese ganzen religiösen Fanatiker sind doch nicht mehr zurechnungsfähig. Ein Schizophrener wid in die Gummizelle gesperrt und solche Menschen wie Obama läßt man frei herumlaufen. Ist es aber nicht auch schizophren, mit solch einer Besessenheit und dem Brustton der Überzeugung an etwas zu glauben, was noch niemand gesehen hat?!

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13. Januar 2008 09:45

Ursache für den Erfolg Obamas

Bernd Müller (bmb10777)

Warum reflektieren die Leute so sehr? Die FAZ meint hierzu: "Es ist vielmehr das Versprechen des „großen narrativen Bogens“, den die Kirchen laut Obama den Schwarzen gebracht haben."

Das ist eine Möglichkeit, eine andere ist, dass die Menschen einmal Abschied von ihrer Problemwelt nehmen wollen ( "die missbrauchte Verfassung, die weltweite Verachtung für Amerika, Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, horrende Arztkosten, das unzulängliche Bildungssystem, die verkrüppelt heimkehrenden Veteranen, die in „Gewalt und Hoffnungslosigkeit“ versinkende Jugend" ). Allein die indirekte positive Botschaft reizt: "Ich helfe Euch".

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13. Januar 2008 09:08

Obama Gefasel

kurt schupp (Platino99)

Dass man diesen religiösen Quacksalbern soviel Zeilen widmet hat schon einen strafrechtlichen Anstrich. Gerade erleben wir, dass einer - der sogar einen göttlichen Auftrag hat - zum Massenmörder verkommen ist. Und schon faselt der nächste Rattenfänger von Befreiung und Hoffnung. Alles rhetorische Bauernfängerei. Und noch trauriger ist, dass (die) FAZ (...) diesen Unfug noch befeuert!

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13. Januar 2008 01:31

ich finde es gut so

uwe mildner (recfarm2)

schön mal so eine Analyse zu lesen

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