Privates Einkommen

Ehepaar Clinton verdiente 109 Millionen Dollar in acht Jahren

Lohnende Partnerschaft: Die Clintons sind Spitzenverdiener

Lohnende Partnerschaft: Die Clintons sind Spitzenverdiener

05. April 2008 Der frühere amerikanische Präsident Bill Clinton und seine Frau Hillary haben in den vergangenen acht Jahren rund 109 Millionen Dollar verdient. Wie aus gemeinsamen Steuererklärungen hervorgeht, nahm allein Bill Clinton nach dem Auszug aus dem Weißen Haus Anfang 2001 rund 51,8 Millionen Dollar durch Reden ein.

Im Vergleich dazu fielen mit 10,4 Millionen Dollar die Buchhonorare für die demokratische Präsidentschaftsbewerberin und Senatorin Hillary Clinton eher bescheiden aus. Sie war im amerikanischen Vorwahlkampf unter Druck geraten, weil sie die Bekanntmachung ihrer Einkommensverhältnisse verzögert hatte. Die „New York Times“ meinte am Samstag, ein derart hohes Einkommen sei am Ende der Präsidentschaft „unvorstellbar“ gewesen.

Lohnende Präsidentschaft

Die Clintons gehörten damit zu den 14.500 Spitzenverdienern in den Vereinigten Staaten. Insgesamt habe das Ehepaar in dem Zeitraum 33,8 Millionen Dollar Steuern bezahlt und rund zehn Millionen Dollar für wohltätige Zwecke gespendet, teilte ein Sprecher der Clintons mit.

„Zu meiner Überraschung hat mein Mann eine Menge Geld damit verdient, indem er das macht, was er am liebsten tut: zu den Leuten reden“, sagte Frau Clinton. Medienberichten zufolge erhält der Ex- Präsident für jede Rede mindestens 250.000 Dollar. Zudem habe er 29,5 Millionen Dollar an Buchhonoraren erhalten. „Es zahlt sich aus, Präsident zu sein“, meinte ein Kommentator des TV-Senders CNN.

Kritiker monierten, das Ehepaar habe nicht genauen Einblick in möglicherweise dubiose Geschäftsverbindungen gegeben, aus denen politische Zugeständnisse erwachsen könnten, falls die Clintons nochmals ins Weiße Haus einziehen sollten. Der schwarze Präsidentschaftskandidat Barack Obama hatte unlängst seine Einnahmen im Jahr 2006 veröffentlicht: Diese lagen bei rund einer Million Dollar, die der Clinton-Konkurrent ebenfalls vor allem durch sein Buch verdiente

Text: dpa
Bildmaterial: AP

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