Obamas Personaltableau

Veteranen für den Wandel

Kommt mit Barack Obama wirklich der ”Wandel nach Washington”?

Bildergalerie Barack Obama vertraut in seinem Regierungsteam auf erfahrene, über die Parteigrenzen hinweg respektierte, ideologisch moderate Profis. In seltener Einmütigkeit kritisieren nun der linke Flügel der Demokraten sowie Republikaner, der künftige Präsident werfe damit sein Wahlkampf-Mantra über Bord. Von Katja Gelinsky, Washington

Lesermeinungen zum Beitrag

26. November 2008 23:23

wenn zwei das gleiche tun

Hendrik Baumann (hendrik68)

George W. Bush wurde gleich zu Beginn kritisiert, weil er ein paar Leute holte, die auch schon für Reagon/GHW Bush arbeiteten. Er trat aber nicht mit Change auf. Obama holt jetzt mehr als das halbe Clinton-Team und sagte was von "anders machen" Was heißt bei ihm anders? Das GWB das machte, was er auch sagte und BHO diesen Stil nun ändert! Die Obama-Kritik ist leise! Sieht so die Gerechtigkeit dieser Welt aus. Aber wer auf Gerechtigkeit wartet, kann ewig leben und wartet trotzdem vergebens!

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26. November 2008 19:11

Ein Visionär mit Augenmaß und Verantwortungsgefühl

Frank Seidel (WehrDich)

So staatstragend Obama seinen Sieg kommentierte, so umsichtig scheint er jetzt seine neue Mannschaft zusammen zu stellen. Bleibt zu hoffen, daß er den ver-sprochenen Wandel auch wird durchsetzen können. Denn der ist bitter nötig, zuviel Zeit ist schon verstrichen. Sicherlich, es braucht erfahrene und kompetente Praktiker, wenn die angesrebten Veränderungen nicht in einem globalen Chaos enden sollen. Aber hoffentlich läßt er sich von diesen hartgesottenen Profis nicht "einmauern", sondern schafft es, wirklich eine neue, zeitgemäße und global verträgliche Politik zu gestalten. Offen gestanden, bei aller Zufriedenheit mit dem bis jetzt veröffentlichten Personaltableau, mir fehlen einige profilierte ökologische Protagonisten. Von Al Gore hört man in Obamas Kalkül als prominenten Beispiel erstaunlich wenig. Der Schwung der Obama-Kampagne, der so erfrischend daher kam, könnte rasch in eine Depression umschlagen. Schließlich geht es um nicht weniger als den Umbau des bisherigen, das Klima und die Umwelt weltweit zerstörenden Wirtschafts- und Industriesystems hin zu einer neuen wirtschaftlich und technologischen Revolution, die Ressourcen spart, neue umweltverträgliche Energien nutzt und das Leben unseres Planeten langfristig sichert.

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26. November 2008 19:00

Yes, we can change. Can he?

Jürgen Häussner (jh_bln)

Na ja. Was will er denn nun verändern? Will er überhaupt etwas verändern? Oder war es eben doch ein Wahlkampfslogan? ~~~ Wir sehen, dass es nicht die Personen sind die er verändert: das sind eher Leute des Establishments. ~~~ Veränderung beginnt aber im Denken. Wenn Obama nun zum größten Teil verdiente Veteranen nimmt, dann wird doch viel altes Denken in seine Präsidentschaft einfließen. ~~~ Ok, der Mann möchte in seiner Präsidentschaft vielleicht keine Fehler machen und verläßt sich deshalb auf verdiente Veteranen. Wer aber Fehler partout vermeiden will, wird die eingefahrenen Bahnen nicht verlassen. Dann wird sich auch an der Fahrtrichtung nichts verändern.

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26. November 2008 16:43

Brilliantes Regierungsteam

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Allein die Tatsache, dass sowohl die extreme Rechte als auch die Linke sich kritisch äußert, zeigt dass Obama mit der wohlbedachten und behutsam geplanten Wahl seines Kabinetts haargenau richtig liegt. Ohne ideologische oder parteipolitische Präferenzen versammelt er mit sicherer Hand die erfahrensten Spezialisten um sich. Lediglich die Wahl Frau Clintons dürfte ausschließlich politische Gründe haben.

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