
Und Bush kommt einfach davon, als ob nie etwas vorgefallen wäre? Macht es sich ab Januar auf seiner Ranch in Texas gemütlich und in einem Jahr kann Europa sich auf teure Bush-Vorträge á-la Clinton gefasst machen???

Der Schwerpunkt des US-Anti-Terrorkampfes wird sich aus dem Irak an die Afghanisch-Pakistanische Grenze verlagern- und auch wie von Obama angekündigt in die Pakistanischen Stammesgebiete. Mittlerweile bewaffnet der CIA nach Vorbild der irakischen Awakening-Milizen pakistanische Stammesführer, die sich gegen Al Qaida in Waziristan stellen. Wenn sich die USA nun wirklich für den Komplettabzug aus dem Irak entschließt, sollten sie sich fragen wer nun die von ihnen gerüsteten Milizen weiter bezahlt. Ansonsten werden wieder hunderttausende Iraker arbeitslos sein- wie damals als die Irakische Armee aufgelöst wurde- und Al Qaida als Arbeitgeber einsprang.

Obama wird einen riesigen Berg an Problemen bewätigen müssen. Ich glaube aber, dass die Amis tatkräftig genug sein werden, hier schnell zu sich zu finden und den Rest der Welt wieder besser einbinden. Gleichwohl wird die Obama-Administration wie andere Adminsitrationen davor, ganz sicher nicht von außen beeinflußbar oder gar in internationalen Gremien steuerbar sein. 80 % Wahlbeteiligung. Bravo! Eine Wiederauferstehung der amerikanischen Demokratie. Ein anderer Aspekt sticht mir aber ins Auge. Joe Biden hat dem Irak-Ermächtigungsgesetz zugestimmt, sagt die FAZ. Wissen wir, welcher Politiker hier welche Entscheidung mitgetragen hat? Ich nicht! Weder sind die Entscheidungen unserer einzelnen "Repäsentanten" auf den Bundestagsinformationen noch bei AbgeordnetenWatch zu finden. Das wäre mal eine sinnvolle Weiterentwicklung unserer Demokratie. Die eine oder andere Zahl in einem Abstimmungsergebnis könnte dann (i) eingespart, (ii) auf dieser Entscheidung festgenagelt werden und (iii) es entstünde endlich einmal die Verpflichtung zu Transparenz und Verantwortung gegenüber den Wählern. Von der Parteiendiktatur und Selbstbedienung habe ich die Schnauze voll. Da ist Obama über seinen gesamten CV herrrlich anders.

Der künftige Präsident Obama hat für das Jahr 2050 eine Reduzierung der klimaschädigenden CO2-Emissionen auf 20% der Ausgangswerts von 1990 angekündigt - das ist die gute Nachricht. Das kann mit einer wirtschaftlich vertretbaren Reduktion um 4,1% pro Jahr erreicht werden, wenn diese für die Dauer von 42 Jahren durchgehalten wird. Dann würden die USA 2050 ungefähr das heutige pro-Kopf Emissionsniveau Chinas erreichen. Würde diese Senkung 2009 beginnen, wäre am Ende der ersten Amtszeit Obamas 2012 der Ausgangswert von 1990 erreicht, also am Ende der Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls. Die schlechte Nachricht: Obama möchte die USA lediglich darauf festlegen, die Reduzierung auf den Wert von 1990 bis 2020 zu schaffen. Dazu genügt eine Reduktion um 1,2% pro Jahr. Bereits 2006 gab es einen Rückgang um 1,8%, und vermutlich wird der Verbrauch in den beiden letzten Jahren der Regierungszeit Bush schon aus wirtschaftlichen Gründen noch mehr zurückgehen. Es besteht also noch eine große Diskrepanz zwischen dem Sloagan "Yes, we can" und dem Entschluß "Yes, we will" !

Ein grosser Teil seiner Konzepte sind nicht dazu angetan Amerika zum Vorteil zu gereichen. Sofern er wie angekuendigt viel Geld in den "Klimaschutz" - wohl in erster Linie unpraktikable Energiequellen wie Sonne und Wind steckt - wird dies nach Auslaufen der Subventionen zu einer grossen Anzahl von Investitionsruinen fuehren. Dem Land gehen viele Jahre verloren. Dabei gibt es in den USA tatsaechlich einen grossen Bedarf an Investitionen. In den letzten Jahren hat die USA vor allem Gaskraftwerke zur Stromerzeugung gebaut. Gas hat langfristig die hoechsten Kosten, jedoch den Vorteil der geringen Investition und schnellen Amortisation. Die Erschliessung preiswerter Kohle und Nutzung dieser zur Substitution von Oel und Gas wie auch der Bau einiger hundert Kernkraftwerke koennte das Land wirklich voranbringen. Hoffentlich umgibt sich der Mann mit klugen Beratern und ist auch beratungsfaehig. Vandale

und rein ins Heim möchte man manchen hier raten. "Raus aus dem Irak, rein in den Klimaschutz" mag ja plakativ sein, aber es gibt dazu ja wohl keine Alternative. Das wird sicherlich nicht in den ersten 100 Tagen zu machen sein. Aber offensichtlich haben viele noch nicht begriffen, was die Stunde geschlagen hat. Die Ausbeutung und Verwüstung des Planeten ist schon sehr weit fortgeschritten. Und gerade die Yankees haben einen gehörigen Anteil daran. Und da sehr viele einfache Geister mit der ökologischen Situation der Erde offensichtlich intellektuell überfordert sind, braucht es eben eine gebetsmühlenhafte Wiederholung von einfachen Parolen. Für mich ist jedenfalls Fakt, daß 8 Jahre Regierung des roten W.A.S.P. Bush eine ziemliche Verheerung hinterlassen hat. Der blaue Obama kann es nur besser machen. Wobei er natürlich die Bürde zu schultern hat, die ihm dieser "von Gott inspirierte" Totalversager hinterlassen hat. Es besteht die Gefahr, daß der Überbringer der schlechten Nachricht von "Blut, Schweiß und Tränen" letztlich dafür abgestraft wird, weil Ursache und Wirkung nicht gesehen werden. Wäre nicht das erstemal in der Geschichte. Langfristig ist also anzunehmen, daß der Yankee-Geldadel doch als letzter lacht...

Vielleicht gibt es ja keine bessere Medizin gegen den Klimawahn in Deutschland, als daß ein neuer linker US-Präsident den staatlichen Klimakult verordnet! Da geht es um nichts anderes, als Milliardenbeträge an Spekulanten zu verschieben, die rechtzeitig auf Termin "Verschmutzungsrechte" gekauft haben, bzw. an Günstlinge, die solche von Staatswegen zugeteilt bekommen. Vielleicht hilft der über Jahrzehnte aufgebaute tumbe Antiamerikanismus ja wenigstens, daß jetzt der noch tumbere CO2-Klimakult seine religiösen Anhänger verliert.

Die Wirtschaftskrise wirft der amerikanischen Glaubenspolitik ihren Schatten voraus. Bis vor Kurzem wußte Niemand in der Öffentlichkeit, woran der neue US-Präsident eigentlich glaubt. Ein Mann ohne Glauben ist in der Regel ein Mann ohne Perspektive. Nun sehen und staunen wir: Herr Obama hat in der Tat einen Glauben. Einer seiner Wegbereiter, Herr Al Gore, hat dafür sogar beim Nobel-Kommitee den Orden für den tierischen Ernst erhalten. Der neue Glaube ist der Glaube an die Rettung des Klimas gegen alle gottlosen Zweifler. Mit der Gesundung des Wetters wird auch das Wirtschaftsklima wieder gesund. Weshalb haben schließlich so viele Mittellose in den USA mit Krediten ihre Häuser gebaut? Wegen des schlechten Klimas natürlich! In Wochenabständen erfuhren wir von den großen Wirbelstürmen, die über Mittelamerika hinwegfegen. Die Menschen waren einfach gezwungen, sich Häuser zu bauen, um sich davor zu schützen. Je mehr davon gebaut wurden, umso mehr davon werden auch gleich wieder in Kalifornien abgefackelt. Herr Obama hat erkannt, daß er das Klima schützen muß, wenn der irrsinnige Bauboom ein Ende haben soll, und damit auch die Not der Hypothekenbanken. Wer für gutes Klima sorgt, der sorgt für Wachstum. Ach, Angela, was für Perspektiven!

Tja Leute, wir freuen uns hier drueben alle darueber, dass der schlimmste US-Praesident aller Zeiten und seine Partei wegkommt. TROTZDEM: Wir wollen Eure Autos nicht!!!! Ein paar fahren mit Porsche und Golf GTI rum. Zum Angeben. Richtige Familien und Maenner wollen ein Auto (kann ruhig mit Wasserstoff betrieben werden!!!) keine Prothese!!! Heimlich hoffen wir Stasiopfer hier in meinem Freundeskreis, dass Obama die Atomkraft wegen CO2 ausbaut! Den Oekofaschismus der BRD wollen wir auf gar keinen Fall.

Es ist schade, dass ein Jurist ins Weisse Haus einzieht. Ob die Klimaerwärmung (welche übrigens? Die Temperatur steigt schon seit 10 Jahren nicht mehr) vom Menschen verursacht wird, wie manche Grössenwahnsinnige meinen, kann ein Jurist sicherlich nicht mal erahnen. Wenn Obama also rein in den Klimaschutz möchte, bedeutet das nichts als Aktionismus, der viel kostet und nichts bringt – ausser vielleicht Al Gores Firma, die CO2-Zertifikate für teures Geld verkauft. Angela Merkel wird mit Obama in den Chor einstimmen und die Deutschen mit Öko- und Umweltsteuern rupfen, bis (a) die ganze Industrie aus Europa verschwunden ist und (b) die Bürger völlig pleite und (c) noch mehr vom Staat abhängig sind. Dirk Maxeiner kriegt wahrscheinlich bereits die Krise, wenn er die Überschrift zu diesem Artikel liest. Kein Wunder, ich kann's ihm nicht verdenken.

So einfach wird ein Abzug aus dem Irak nicht zu realisieren sein. Binnen 16 Monaten die kompletten Truppen aus dem Irak abzuziehen wäre ein Verbrechen an der Irakischen Bevölkerung. Das Land würde ohne jedliche Eigenständige Politische Führung im Chaos versinken, aber Obama wirds schon richten.

Dieses Messias-Gedönse nervt entsetzlich. Welcher intellektuelle Tiefflieger hat diesen Schrott erfunden? Wieso sollen hohe Erwartungen an einen neuen Präsidenten messianisch sein? In jeder Firma werden Ziele hoch gesteckt, jeder Sportler tut dies, noch nie jedoch habe ich gehört, ein Manager oder Fussballer sei deswegen ein Messias. Ärgerliche Dummschwätzerei, das.

Ihre Email zeigt, wie viel Optimismus es in der Welt gibt. Bald werden wir wissen, wieviel davon Naivität war. Und ich bedauere, daß Obama nicht schon früher US-Präsident war. Nach Ihren Vorstellungen hätte er Hitler dazu gebracht, Polen nicht anzugreifen, gell?? Let's go, let us change all dictatory regimes, by smilling! (Nebenbei, wie viel der Jubel in der arabischen Welt eigentlich aus? Mit Freudenschüssen und einer Bombenstimmung?)

@ Peter Hoffmann: Was genau bezwecken Sie eigentlich mit dem Vergleich Obama - Jim Knopf? Einzige auf den ersten Blick erkennbare Gemeinsamkeit ist die Hautfarbe. Wird Ihr Bild von Schwarzen tatsächlich allein von diesem Kinderbuch geprägt? Falls dem so ist, sollten sie nicht arrogant darüber philosophieren, was der Durchschnittsamerikaner versteht oder nicht versteht. Denn in diesem Fall haben Sie selbst von Obama und seinem Sieg - der, wie es in Demokratien üblich ist, übrigens NICHT vor dem Wahltag feststand - rein gar nichts verstanden. PS: Jim Knopf besiegt am Ende sowohl den Drachen Maltzahn als auch die Wilde 13. Der Vergleich ist also nicht nur unsinnig und latent rassistisch, sondern hinkt auch noch mit beiden Füßen.

Da scheint sich wirklich ein Politikwechsel anzukündigen, der unseren Besserwissern noch schwer aufs Gemüt schlagen könnte. Denn die einfache Rechnung von Obama ist ja ganz offensichtlich, dass sich die Wirtschaft endlich damit abfinden muss, dass die US-Armee künftig weder grosser Auftraggeber sein kann und auch nicht mehr für Interventionen zur Verfügung steht, um die ganz grossen Geschäfte der Mineralölkonzerne zu ermöglichen. Die Politik der Energieverteuerung durch das Schüren von Konflikten kann daher als gescheitert angesehen werden. Die US-Bürger hat sie doppelt belastet, da sie ja auch die Militärausgaben zu schultern haben. Nebenbei hatte sie manche Staaten unnötig reich gemacht. Der Fortschritt, mit dem wir Abendländler noch unseren Vorsprung verteidigen können, liegt also eindeutig in den Einsparungstechnologien. Klotzen, auch beim Atomstrom, wird deshalb obsolet. Frieren für den Frieden wäre sicher manch einem von uns lieber als Kalter Krieg. Die Menschen in aller Welt sollten deshalb aufmerksam verfolgen, wer es wirklich gut mit ihnen meint.

Die Genesung der ganzen Welt, vielleicht in den ersten 100 Tagen schon, aber doch wenigstens in der ersten Hälfte seiner Amtszeit? Und was macht er dann danach?

Das Theater um diesen Jim Knopf geht mir schon am ersten Tag nach dem Ergebnis der eigentlich doch schon seit Monaten feststehenden Wahl von BO. Haben wir eigentlich jetzt auch einen neuen deutschen Präsidenten? Die Berichterstattung könnte das wirklich glauben lassen. Dieser Mann kann gut schauspielern und das ist auch sicher das, was ein Durchschnittsamerikaner versteht. Aber die Probleme die genau dieses Land in die Welt gesendet hat, die kann Jim Knopf sicher nicht lösen.

Also, das Gefangenenlager Guantanamo wird die leichteste Ubung und entschliesst Obama diese Gefangenen in deren Herkunftslander abzuschieben oder frei zulassen, schafft er automatisch, dass viele "Hitzkopfe" sich wieder abkuhlen und nun dann doch uberlegen, keine Amerikaner zu toten. Den Irak zu verlassen wird schwierig, aber machbar und muss gemacht werden. Sollte Obama die Daumenschrauben fur Israel einfuhren, wird auch die arabische Welt reagieren und Israel moglicherweise anerkennen ohne Forderungen zu stellen und damit wurde auch gleichzeitig die iranische Bedrohung ausgehebelt und verweigert sich dann doch der Iran, wird Rrussland mit China und mit den USA Iran mit alen Mitteln bewegen. Obama konnte ebenfalls die zivilisierte Bewaffnung seiner Landsleute erheblich beschranken und die Elendsviertel verkleinern ... Klimaschutz, das Ziel ware es, China und Indien einzubeziehen und nur dann ist es moglich klimavertragliche Aktionen zu starten und eine Art Alleingang, wie London das plant, mit der Grunensteuer, das hilft nicht, um bessere Luft zu bekommen. Es geht nur gemeinsam. Barack Obama hat grosse und mutige Ziele und er kann die Welt verandern, hoffentlich.

So muß die Maxime für die neue Deutsche Politik heißen. Die USA haben (bald) einen neuen Präsidenten und Deutschland hoffentlich einen neuen Bundeskanzler.