
Obama zeigt mit dieser Entscheidung, daß er sich auch in persönlich sehr emotionsgeladenen Situationen zurücknehmen kann. Das gibt ihm die Aura eines Staatsmannes. Gleichzeitig wird der Clinton-Flügel innerhalb der Partei nicht nur vordergründig mit einbezogen sondern mit diesem wirklich bedeutenden und sehr beachteten Amt mit den Ereignissen im Wahlkampf versöhnt. Irgendwelche "Ausraster" von Frau Clinton hat er auch nicht zu befürchten. Sie hat in der Vergangenheit bewiesen mit derartigen Situationen rational umgehen zu können. Auch als Republikaner-Freund muß man zugeben, daß Obama sehr geschickt seine neue Aufgabe angeht.

Und Ehemann Bill wird als Praktikanten-Schreck mit quiemendem "Buddy" cofiguriert, integriert, vernetzt, adaptiert... (Das Hundle von Bill Clinton während seiner Amtszeit im Weißen Haus lebt doch hoffentlich noch?)

Ich bin sicher daß Clinton in der neuen Administration so einiges zu sagen haben wird und ehrlich gesagt läßt es mich besser schlafen! Die Vorstellung daß sich dieser grüne Junge mit dem Holocaust-Leugner, Faschisten und NPD-Freund Ahmadinejad vor aller Welt zum Kaffee hinsetzt und am Ende noch politisch durch den Raum geprügelt wird, wie seiner Zeit Kennedy bei Cruschtschow bereitet mir Albträume. Clinton hat mehr als einmal bewiesen wie zäh und durchtrieben sie ist und diese Eigenschaften sind auf dem Posten wohl auch dringend erforderlich. Sie wird die Kontinuität einer robusten amerikanischen Außenpolitik gewährleisten und wird dafür inzwischen sogar von den amerikanischen Konservativen, deren Nemesis sie einst war, gefeiert. Meines Gegners Gegner...

Die Politik wird doch von der Demokratischen Partei bestimmt, wer denkt denn naiver weise daß Obama eine eigene Politik machen wird? Die Hillary wird sich nach Ende dieser Periode zur Präsidentin des Obersten Gerichtes wählen lassen , sei benutzt diesen Posten als Sprungbrett um dann von hinten die Strippen auf Lebenszeit ziehen zu können. Sie wird genauso handeln wie die Albright, ergo: nichts neues im Westen.

Noch ist es ja nicht wirklich draußen, aber wenn es sich bestätigen sollte, dass Clinton Außenministerin wird, dann ist zumindest garantiert, dass dieses wichtige Amt in erfahrenen Händen bleibt. Angesichts der gewaltigen Aufgaben für die amerikanische Außenpolitik ist das nicht die schlechteste Nachricht. Ich weiß nicht ob da jemand so naiv war und geglaubt hat, dass die Truppen aus dem Irak am 20. Januar direkt abgezogen werden. Die Frage ist doch, ob man überhaupt eine Perspektive entwerfen kann, wie man aus diesem Desaster wieder heraus kommt. Aus Obamas Sicht wäre das doch ein ziemlich cleverer Schachzug, Clinton im Irak vorzuschicken. Dadurch wird sie wieder eingebunden und geistert nicht als freie Radikale durch die politische Landschaft; gleichzeitig kann sie sich einer der wohl unangenehmsten und schwierigsten Aufgaben widmen und sich daran abarbeiten. Sollte es Schwierigkeiten geben kann oder ganz schief gehen kann sich Obama ohne großen Gesichtsverlust wieder von ihr trennen und hat sie endgültig los. Wandel schließt Cleverness doch wohl nicht aus, oder?

Als Außenministerin wird Frau Clinton abgesehen von Kabinettssitzungen wohl nur selten Gelegenheit finden, ihr Ministerium zu verlassen, um das Weiße Haus zu besuchen. Sie muss zudem einen großen Teil ihrer Tätigkeit in allen Ländern der Welt verbringen, um die Außenpolitik des neuen Präsidenten in Tatsachen umzusetzen. Auch Frau Rice fand selten Zeit zu Besuchen im Weißen Haus. Weit wichtiger war jedoch die Nachricht, dass der New Yorker Fed-Präsident Geithner der Nachfolger Paulsons wird. Kein Goldmannbanker wie Rubin und Paulson also diesmal, sondern ein hochrespektierter professioneller Fed-Spezialist. Die Börse reagierte daher sofort positiv auf diese Nachricht.

Die meiner Meinung nach in wesentlichen machtgeile Madame und u.a. auch blowjob-betrogene Hillary Clinton hat aus Altersgründen wohl mittlerweile keine andere Chance mehr, das Weiße Haus stetig selbst wieder zu frequentieren, denn als „Ministerin“ in Obamas Kabinett. Diese Wahl zu ihren Gunsten ist ihr trotz des bisherigen obligatorischen „ich weiß nicht recht“ daher wohl nicht ganz ungelegen. Das große „Change“ des halb weiß, halb schwarzen nächsten US-Präsidenten, der niemals nach Europa zu fliegen bräuchte, da er als angebeteter Heilsbringer ja über die Wasser des Atlantiks auch schreiten können müsste, entpuppt sich derweil als reine Wahlkampfposse ohne jede Substanz. Die Antworten auf seine Wahl seitens der islamistischen Terroristen sind mittlerweile schon eingegangen, wie die aus Moskau: Man erwartet ein weniger robustes Auftreten Washingtons und stellt schon mal weitergehende Drohungen bzw. Forderungen auf. So manch einer wird sich da noch bald den massenpsychotisch verschrienen G.W. Bush zurückwünschen. Besonders in Europa wird man Bush demnächst wohl mächtig nachtrauern, wenn es um Sicherheit und insbesondere den eigenen Geldbeutel geht.

Hillary is back! Yeah! What kind of change! Und Napolitano und holder ...Ob BHO wohl auch noch einen Job für Bill findet? Unter Change verstand er wohl den Wechsel zwischen dem was er sagte/ankündigte und dann macht. Hätte Hillary die Vorwahlen gewonnen, hätte sie vielleicht im November verloren, zwecks mangelnder Mobilisierung, aber wenn nicht, wäre die US-Politik demnächst die gleiche. Um so ironischer finde ich es, wenn bei den meisten Buchmachern Hillary die Kandidatin Nummer 2 ist, für die 2012er Wahl. Oh Obama, go one this way of change. Du könntest höchstens noch die Verfassung ändern, analog Medwedew.