Palin fordert den Beitritt Georgiens und der Ukraine zur Nato

Es war mit Spannung erwartet worden: Das erste Fernsehinterview der republikanischen Vizekandidatin Sarah Palin. Sie zeigte sich selbstbewusst, ließ auch Unsicherheiten erkennen, vermied aber einen Fauxpas, wie ihn sich die Demokraten um Barack Obama erhofft haben mögen.

Lesermeinungen zum Beitrag

13. September 2008 13:44
Es ist bzeichnend  
otto schwein (Otto49)

in welchem Zustand sich die amerikanische Denke befindet. Wer Kondome ablehnt und zu einem Krieg gegen Russland "vielleicht" sagt gehört einfach .... Auf jeden Fall sollten wir unser Verhältnis zum Kriegstreiber Nr. 1 überdenken und aus der NATO austreten.

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13. September 2008 11:13
Die Lady reitet die Attacke  
joachim bovier (jbovier)

Mochten die Kampagnenplaner Obamas Sarah Palin anfangs nicht recht ernst genommen und für eine Eintagsfliege gehalten haben, so beweist die neue konservative Heldin Steherqualitäten. Die Hockey-Mum überzeugt mit wachem Verstand und ungekünstelter, klarer Sprache. Das kommt an. Sie zeigt sich sattelfest gegenüber linksgestrickten Journalisten, die sie nur allzu gern zu Sturz bringen würden. Das beeindruckt. Mit Charme und Charisma mobilisiert Palin nicht nur die republikanische Basis, sondern versteht es auch die amerikanischen Frauen, bis weit ins Lager der Demokratischen Partei hinein, für das republikanische Ticket McCain-Palin zu gewinnen. Damit ist sie bereits nach drei Wochen erfolgreicher als Hillary Clinton in einem halben Jahr. Obama steht jetzt ziemlich ratlos seiner wirklichen Gegnerin gegenüber, hohle Sprüche ziehen nicht mehr. Die Alaska Gouverneurin hat dem bisher defensiven Republikaner Wahlkampf einen kämpferischen Drive gegeben und auf Angriff umgeschaltet. Man kommt nicht umhin Sarah Palin bewundernden Respekt zu zollen: Die Lady ist einfach Klasse!

Bewerten: schlecht gut
13. September 2008 09:09
Frische, die die Demokraten nicht gerne haben, bringt sie durcheinander  
Josef Bujtor (Mramorak)

Ich habe das Interview auch gesehen. Was mich an dem Befrager verägerte, war die Tatsache, dass er immer wieder versuchte, Frau Palin zu verwirren. Besonders als es um Pakistan ging. Und ich fürchte, das war gerade, was die Kriecher in unserem Lande gerne sahen. Warum sollen die Amerikaner nicht in bestimmten Gebieten Pakistan bombardieren? Aus Pakistan kommen diese Terroristen und morden, rennen wieder zurück und so geht der Terror weiter. OHNE, dass Pakistan diese Verbrecher daran hindert. Die USA und andere demokratische Länder, haben Pakistan mehrfach aufgefordert was zu machen, ist aber nichts geschehen - ausser dem Morden. Aber wenn es dennoch viele Deutsche Gibt, die auf bessere Zeiten warten, hoffend, dass der Herr Obama gewinnt, sollten die anfangen zu lesen, was der Herr Obama sagt. Er sagte auch, dass er al Kaida überall hin - ich habe es selber gehört - verfolgen wird. Aber "ABC" ist durchgedreht. Objektivität ist nicht ein Begriff, den die in ihrem Wortschatz haben. Dieses gespräch war nicht so ausgelegt, dass diese Frau von Anfang an eine chance hatte. Aber der Journalist war "erfahren", wovon es viele gibt - auch bei uns.

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12. September 2008 16:15
Routinierte Politiker-Worthülsen gibt es genug.  
Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

Ganz erfrischend, daß mal jemand sich ins Gefecht begibt ohne mit den glatten Formulierungen des Stabes und der Berater gespickt zu sein. Die angeblich erfahrenen Politiker sind nur routiniert im Abbügeln von Fangfragen und haben sich nie - mit wenigen Ausnahmen - in ernsthaften Konflikten bewähren müssen. Wenn es wirklich darauf ankommt, sind Qualitäten gefragt, die kaum jemand zuvor üben konnte. Eine deutliche Verwurzelung in amerikanischen Werten scheint sie zu haben. Schon das kann nicht jeder von sich sagen, der in Amerika an die Macht will.

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12. September 2008 16:10
Das Märchen Palin: Knüppel aus dem Sack  
Michael May (M.May)

Frau Palin wird von den Republikanern gefeiert wie ein weiblicher Messias. Doch was steckt hinter ihrer Fassade: Tiefste Eschatologie, verbunden mit dem Glauben persönlich von Gott auserwählt zu sein (wozu?) und letztlich hat sie von der Welt oder der Wirtschaft keine große Ahnung. Sie kann sich vorstellen, in Rußland mit dem Militär vorstellig zu werden, während die Grenzen von Pakistan wie selbstverständlich von den USA ignoriert werden. Diese Frau soll im Zweifel den roten Knopf des amerikanischen Militärs drücken können? Bei diesem Gedanken wird mir sehr unwohl. Wir brauchen die USA, aber eindimensionale und zutiefst irrationale Charaktere wie Bush oder auch Palin können der USA keine Führung geben, die ebenso international dringend notwendig ist.

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12. September 2008 12:58
Inhalte?  
J. Scheuren (JerichoTX)

In den USA (und, wenn man ehrlich ist, durchaus auch bei uns) ist das öffentliche Erscheinungsbild wichtiger als die Inhalte. Niemand wird eine(n) unsympathische(n) Politiker(in) mit dem optimalen Programm wählen. Umgekehrt wird dies schon eher passieren. Sarah Palin bedeutet einen Schub nach vorne für den etwas farblosen Wahlkampf McCains. Erfahrungen für das Präsidentenamt hat sie nicht viele vorzuweisen. Manche ihrer Ansichten sind aus unserer Sicht befremdlich. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass die USA wählt und nicht Europa. Dort kommen solche Ansichten weit mehr an und es ist durchaus möglich, dass McCains Schachzug erfolgreich ist Wir können nur hoffen, dass wer immer auch gewählt wird, zum einen schnell lernt, was nötig ist und zum anderen versteht, dass die USA nicht alleine auf diesem Planeten und dann auch noch entsprechend handelt.

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12. September 2008 10:22
Begeisterung über Palin  
Dagmar Utsch (dutsch)

Nur nicht die Begeisterung für Palin überbewerten. Die Debatten im Oktober sind die wahlentscheidenden Ereignisse. Palin selber ist eine seltsame Wahl, egal, was amerikanische Medien und Wähler sagen. Sie erinnert mehr an Nixons Vizepräsidentenwahl von 1968 Spiro "Who?" Agnew, den Nixon wählte, weil er mit einem bekannteren Vize weniger Stimmen bekommen hätte laut Umfragen als alleine zu kandidieren. Alleine kandidieren ging nicht, also war Agnew das nächst beste für Nixon. So ist es mit Palin. Wenn Obama sich auf die Fernsehdebatten konzentriert und McCain so schlecht aussehen läßt, wie er könnte, sind die republikanischen Schreckensjahre im Weißen Haus endlich vorbei.

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