Hilfsorganisation statt Eigenheim: Die Immobilienkrise trifft immer mehr Menschen

Ein Recht aufs Eigenheim redeten sich viele Amerikaner ein, die an sich kein Haus bezahlen konnten. Politiker und Banker schlossen die Augen. Jetzt steigt die Fallhöhe und vor allem die Anzahl der Opfer. Von Katja Gelinsky

Lesermeinungen zum Beitrag

02. November 2008 13:21
Banker sind Böse  
Andreas Noreikat (derherold)

Verständnisproblem: Da gibt es also eine sog. Blase, hier: eine Immobilienblase. Warum reden Unkundige immer wieder von irgendwelchen Bankern, die sich irgendwelches Geld in die Taschen geschoben haben sollen ? Was "in den Konsum" ging, floß in das Ausland, in Löhne und Einkommen der Wirtschaft und in Form von Steuern in die öffentlichen Haushalte. Die Blase ermöglichte "der Politik", die eigene Bevölkerung ruhig zu stellen und die sog. Mittelschicht von Protesten abzuhalten. Die Republikaner "kauften" sich dadurch Ruhe für ihre FDR-ähnliche Außenpolitik gg. "Quarantänestaaten" und ihre Steuerpolitik zugunsten wohlhabenderer Gesellschaftsschichten; die Demokraten setz(t)en diese Mittel ein, um Akzeptanz für ihre liberale und gesellschaftszerstörende Politik zu erhalten. ... in Deutschland ist das ja auch nicht ganz unbekannt: Staatsverschuldung, Beschäftigung im Öffentlichen-Dienst soll(t)en ja auch verdecken, daß man sich demographisch-einwanderungstechnisch in Richtung "Absturz" bewegt ...

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02. November 2008 00:00
"Banker" mit 29 verdiente 150-250.000$ ...  
Janos Jung (j4ni)

Der Junge hat mit 29 so um die 200T $ jährlich verdient, und jetzt hat er nichts mehr, keine Arbeit, kein Haus, kein Geld nur Schulden. Ich bin da ganz sicher, dass er mit seinem 200T Dollar am Ende der Food Chain war. Ist klar dass es sich um eine Blase handelt, wenn solche 29 Jahre alte Dummköpfe 200T $ Jährlich verdienen können. Ein großes Teil des fehlenden nichtvirtuellen Geldes ist in die Taschen der Banker gewandert... Gruß Janos

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31. Oktober 2008 09:23
Mentalitätsproblem  
Ellen Schreiber (bonjourtristesse)

Konsum, ohne ihn sich leisten zu können und über seine Verhältnisse zu leben, war doch schon immer typisch für den "modernen" Amerikaner. Nun fängt diese Mentalität an, sich zu rächen. Mein Mitleid hält sich hier in Grenzen.

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31. Oktober 2008 08:59
Organisiertes Verbrechen a la Drogenmafia  
Karsten Krug (kkrug)

es wurde systematisch bestimmte Sachverhalte vorgetäuscht, um Geschäfte zu machen. Den Verantwortlichen und Insider war mehr als klar, das das eine Party auf der Titanic war. Es bleibt zu hoffen, das es unter Obama ernsthaft aufgearbeitet wird. Und die Veranwortlichen -soweit wie möglich- zur Verantwortung gezogen werden.

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31. Oktober 2008 08:41
Politisch gewollt  
Andreas Noreikat (derherold)

Da hat niemand "die Augen geschlossen": Bereits 1999 hatte die NYT vor einem drohendem Desaster gewarnt. Die Banker waren nicht sonderlich an "subprimes" interessiert: Es waren die Demokraten und die entsprechenden polit. Vorfeldorganisationen, die Kreditinstitute mit Klagen(!) überzogen haben, wenn sie nicht genügend Immobilienkredite für Hauskäufe einkommenschwacher Minderheiten zur Verfügung stellten. Das Motto war wohl "vergebt die Kredite, wie sichern das (halb-)staatlich über Fannie/Freddie ab" - was dann auch die "staatspapiergleichen" Ratings fürdie folgenden Verbriefungen ergab. Noch 2004 bei einer von Republikanern angesetzten Anhörung lobten die Kongreßdemokraten Fannie-Manager Raines und bezeichneten die subprime-Vergabepolitik als sozialpolit. gewünscht, um "affordable houses" zu ermöglichen. Es wurde typische Klientelpolitik betrieben und der Verzicht auf Eigenkapital bei der Finanzierung höhlte das Verantwortungsbewußtsein aus.

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31. Oktober 2008 08:22
Unglaublich!  
Martin Buchwald (Denken)

Wie inkompetent war dieser Finanzberater? Wie kann man sein Vermögen in Aktien der Firma anlegen, bei der man arbeitet. Gerade als Finanzberater sollte einem das Wort Risikostreuung schon was sagen.

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31. Oktober 2008 03:47
Hier sieht man sogleich das Problem ...  
Frank Geiser (geiser123)

... der arme geschasste Finanzberater verliert 90% seines Gehaltes, musste dann auch noch in ein kleineres Haus umziehen das dann wohl auch zu 100% fremdfinaziert war. Monatliche Hypothekenraten lassen bei 7.5% Zinsen auf eine $450.000 Huette schliessen. Vier Hundert Fuenfzig Tausend Dollar!!! Gerade von einem Finanzberater haette ich mehr Vorsicht erwartet ,... nein ,,, halt, gerade die Finanzwelt halt uns ja in diese Misere gebracht und macht offenbar lustig weiter. Statt diesem dreistem Gesocks noch ein Hilfspaket in den Hintern zu schieben (Ja, man lernt gerade das Teile des US Hilfspaketes verwendet wurden um Aktionaeren verschiedener Banken Dividenden zu zahlen ... war klar, oder?) sollte man Ihn lieber gleich auf die Strasse setzen und die Bude einem Mittelstaendler guenstig in die Hand druecken der sein Geld noch mit ehrlicher Arbeit verdient.

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30. Oktober 2008 19:51
Vorsätzlich schlossen...  
kristian kroflin (kroflin)

Politiker und Banken die Augen. Hier handelt es sich um grobe Fahrlässigkeit Seitens dieser Personen. Den Hausbesitzern kann man keinen Vorwurf machen, da sie nicht für den Finanzbereich professionalisiert und somit falsch beraten wurden, absichtlich nicht gewarnt wurden.

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