Die lange ausgebliebene Unterstützung Gores kommt Obama dennoch nicht ungelegen, denn das Thema Klimaschutz passt ohnehin gut in sein Wahlprogramm. Das eigentlich Wichtige an dieser Verzögerung war jedoch, dass Gore sich NICHT auf Frau Clintons Seite stellte, der seine Unterstützung damals mehr genützt hätte. Vielleicht springt nun sogar ein Umweltministerposten für Gore dabei heraus.
Wasser predigen und Wein trinken kann Al Gore sehr gut. Mit seinem rent-seeking Unternehmen Generation Investments verschafft er Investoren einen grünen Anstrich und darf sich über Staatssubventionen freuen. Zahlen darf dafür der Durchschnittsverbraucher, der sich nicht über den Preis von Rukola-Salat Gedanken macht, sondern über die steigenden Benzin- und Gaspreise. Mit jedem Schluck Ethanol oder Biodiesel oder Quadratmeter Solar und Windkraft werden die fossilen Brennstoffe teurer. Das kümmert die Greenwasher wenig, denn die Reise in die Toskana ist mit CO2 Derivaten "abgesichert". Die nächste "bubble" heißt "green bubble" und sie wird viel wertvolles Kapital verbrauchen.