Konjunkturprogramm

Obama will 2,5 Millionen neue Jobs schaffen

Obama: Sofortiges Handeln ist “nicht verhandelbar“

Obama: Sofortiges Handeln ist "nicht verhandelbar"

22. November 2008 Der gewählte amerikanische Präsident Barack Obama will bis Januar 2011 etwa 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen. Er habe seine Wirtschaftsberater angewiesen, entsprechende Pläne auszuarbeiten, sagte Obama am Samstag in einer Rundfunk-Ansprache.

„Wenn wir nicht schnell und mutig handeln, könnten im kommenden Jahr Millionen von Jobs verloren gehen“, sagte Obama, der im Januar ins Weiße Haus einziehen wird. In seiner Rede zeichnete er ein düsteres Bild der amerikanischen Wirtschaft. Das geplante Programm sei gleichwohl umfassend genug, um den Herausforderungen zu begegnen.

Deutlich mehr als 175 Milliarden?

Über das Volumen der geplanten Konjunkturspritze äußerte sich Obama nicht. Die ungewöhnlich lange Laufzeit von zwei Jahren deutet jedoch darauf hin, dass Obama mit dem Programm über die von ihm bisher dafür geforderten 175 Milliarden Dollar weit hinausgehen will. Vergleichbare Konjunkturprogramme sind in der Regel auf ein Jahr ausgelegt.

Obama will die Bürger mit der Erneuerung von Brücken und Straßen, der Modernisierung von Schulen und dem Ausbau erneuerbarer Energien wieder in Arbeit bringen. „Das sind nicht einfach nur Schritte, um uns aus der derzeitigen Krise zu manövrieren“, sagte er. „Das sind langfristige Investitionen in unsere wirtschaftliche Zukunft, die viel zu lange links liegen gelassen wurden.“

So viele Arbeitslose wie seit 1982 nicht mehr

Seit Jahresbeginn sind in der amerikanischen Wirtschaft etwa 1,2 Millionen Arbeitsplätze verlorengegangen. Allein vergangene Woche meldeten sich rund 540.000 Menschen arbeitslos. Nach Regierungsangaben bekommen derzeit vier Millionen Amerikaner Arbeitslosenunterstützung; das ist die höchste Zahl seit Dezember 1982.

Obama rief Demokraten und Republikaner auf, seinen Plan zu unterstützen. Er werde die Hilfe beider Seiten benötigen und sei offen für Ideen und Ratschläge. Aber die Notwendigkeit sofortigen Handelns sei „nicht verhandelbar“.

Am Vortag hatten Berichte über Obamas angeblich bereits getroffene Entscheidung, den Chef der New Yorker Notenbank Timothy Geithner zum Finanzminister zu berufen, die amerikanischen Börsen beflügelt.

Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AP

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