
Eieiei.Die Amerikaner trampeln also ständig auf den Gefühlen anderer Nationen herum ,wie jemand meint ? Zum Beispiel nun -mit der verflixten Siegessäule- auf den Gefühlen der Deutschen ?! Weder ist mir Ersteres trotz meines jahrelangen Aufenthaltes in Amerika bekannt (es sei denn,man definiert die Gelassenheit,mit der dort eben nicht jede Kleinkariertheit aus dem alten Europa zu Kenntnis genommen oder nachgemacht wird,als Derartiges) noch hat für mich die Siegessäule eine besondere Bedeutung - außer der, daß dort die Loveparade vorbeigezogen ist. Eine andere Frage ist sicherlich,ob ein Präsidentschaftskandidat nun wirklich schon öffentliche Reden halten sollte außerhalb des eigenen Landes oder bestimmter Veranstaltungen im Ausland. Allerdings will sich Obama auf diesem Weg der europäischen Öffentlichkeit vorstellen,die ihn noch gar nicht kennt. Es scheint bezeichnend für die typisch deutsche Gast-Unfreundlichkeit ,bereits vorher schon zu mäkeln,was das Zeug hält.Neben der offenbar schon krankhaften amerikafeindlichen Gesinnung,die sich in Deutschland breit gemacht hat- egal wer da kommt und was er sagt.

Die Siegessäule finde ich als ziemliches mickriges Symbol, für einen möglichen amerikanischen Präsidenten. Wenn Frau Merkel schon das Tor zum Osten für diesen Event vermauert, so sollte man Herrn Obama auf dem Flughafen Tempelhof sprechen lassen. Es ist doch das wirkliche Wahrzeichen der deutsch/amerikanischen Freundschaft!!!

Da wollen sich mal wieder ein paar eher blasse und profillose deutsche Politiker profilieren, indem Sie noch mal geballtes historisches Wissen rauskramen, zu einem Thema, zu welchem sie wohl mal ein Referat in der Oberprima gehalten haben. Ich frage mich die ganze Zeit, warum die Siegessäule überhaupt noch steht wenn sie doch ein ach so großes Symbol des dt. Faschismus ist? Und weiter, ist es nicht eher bedenklich an dieser Siegessäule Fußballsiege zu feiern? An diesem Symbol dt. Überheblichkeit? Diese ganze Diskussion ist absolut lächerlich und peinlich für Deutschland!

Daß die Amerikaner im allgemeinen auf den Gefühlen anderer Nationen und Nationsangehörigen herumtrampeln habe ich während meiner vielen Jahre in den U.S.A. oft genug erlebt. Also kein Wunder an der Aussprache von Nancy Pelosi. Obama sollte es mal am Tien-An Men Platz in Peking versuchen; der würde ja auch "der ganzen Welt gehören"...

...ist es auf jeden Fall ausländische Staaten in einen inneramerikanischen Wahlkampf hineinzuziehen. Vor allem wenn man als Senator Comittees zu europäischen Fragen vorsitzt und während seiner Legislatur als Senator nicht eine Sitzung veranstaltet, aber wenn dann man dann aufgrund mangelnden Profils bei Außen- und Sicherheitspolitischen Fragen große Bilder braucht, dann sind die Europäer auf einmal gefragt. Gelebte transatlantische Partnerschaft sieht anders aus und wenn Herr B. dabei auf McCain verweist, der jährlich an der Münchener Sicherheitskonferenz teilnimmt und die meisten europäischen Politiker gut kennt oder wenigstens mal gesprochen hat, dann ist dieser Hinweis durchaus berechtigt. Diese Obamanie ist eben durch und durch von Substanzmangel gekennzeichnet.

Es erscheint zumindest unglücklich, dass ein amerikanischer Präsidentschaftskanditat seinen Wahlkampf auf einen souveränen Staat mit der Begründung "Es gibt symbolische Orte, die gehören der ganzen Welt" ausweitet. Dies erweckt zumindest den Anschein ihm fehle das Gefühl für nationaler Souveränität. Möchte Obama mit glorreicheren Zeiten assoziiert werden, als die amerikanische Aussenpolitik noch National wie International angesehen war. Sollen seine Landsleute glauben, unter Obama würden die USA wieder so erfolgreich wie damals Kennedy, auf den er wohl anspielt und seine Vorgänger Trueman, Eisenhower und Roosevelt? Hält er die damals für europa erfolgreichen Strategien heute noch für übertragbar auf die Welt? Will er ohne den durch die oft disaströse Geschichte späterer militärischer Interventionen der USA geforderten paradigmenwechsel, Amerika zu dem zurückführen, wofür es früher einmal Stand? Wie auch immer, in Hinblick auf den noch offenen Ausgang der Wahl und auf die zukünftigen transatlantischen Beziehungen, sollte kein Kandidat von deutscher Seite bevorzugt werden. So schmeichelhaft der Besuch Obamas auch erscheinen mag und so tief die Freundschaft zwischen USA und Deutschland auch ist, er würde besser nicht kommen.

Mit der läppischen Diskussion über den Symbolgehalt des Hintergrundes von Obamas Rednerpult machen wir uns wieder einmal gründlich lächerlich in der Welt. Seinen Leuten ging es natürlich in erster Linie nur um einen möglichst großen Platz im Freien, denn die Berliner Stadtverwaltung erwartet "zwischen 10.000 und einer Million" Zuhörer. Den Hintergrund -- falls das jemand noch nicht wissen sollte -- kann man ja heutzutage beliebig einblenden, so dass das Fernsehpublikum überhaupt nicht weiß, wo sich der Redner gerade befindet, ob auf hoher See, vor den Pyramiden oder im Urwald. Es wäre ein köstlicher Streich, wenn die Produzenten mal kurz das Brandenburger Tor einblendeten, nur um Angelas Protest ad absurdum zu führen.

ein Zeitgenosse, wie Sie einer zu sein scheinen, waere bestimmt nur Staffage fuer den Wahlkampftrip, wie Sie das so hinreissend neudeutschend ausdruecken. Die deutschen Zensoren verteilen Noten zum Fach 'pro-amerikansicher Patriotismus'. Gut, mit diesen Zensoren nicht einem Land leben zu muessen.

so allmählich wird diees Obama-Getue schon peinlich. Seit wann machen amerikan. Präsidentschaftskandidaten überhaupt Wahlkampf im Ausland? Wählen wir ihn? Und nun gehört also die Siegessäule schon der ganzen Welt? Naja, vielleicht hat man damit gar nicht so Unrecht. Halb Deutschland gehört ja ohnehin schon anderen. Aber offenbar kommen überall solche Möchtegerns hervor mit einem übersteigerten Geltungsdrang. Wir haben sie ja auch in Berlin. Also können wir diesen Show-Auftritt ja gelassen nehmen. Mit ernstzunehmender Politik hat das jednefalls ncihts mehr zu tun

Das groteske Getue um diesen Senator Obama trägt schon reichlich psychotische Züge. Worum geht es wirklich: ein mutmaßlicher Präsidentschaftskandidat der amerikanischen Oppositionspartei hat, aufgrund seiner Unerfahrenheit, keinerlei aussenpolitisches Profil, hinzukommen sinkende Umfragewerte. Im Gegensatz dazu ist der Gegenkandidat, der republikanische Senator McCain ist ein erfahrener Atlantiker, ein außen- und verteidigungspolitischer Experte, der sein Leben lang durch persönliches Beispiel Glaubwürdigkeit bewiesen halt, sei es als Kriegsheld, der in Vietnam buchstäblich die Knochen für sein Land hingehalten hat oder als Politiker auf dem Capitol Hill. Gegen diese Erfahrung sollen grosse, trügerische Bilder inszeniert werden. Es kann aber doch nicht unsere Aufgabe als Deutsche sein, die Staffage der Wahlkampagne des Mr. Obama abzugeben. Irgendwie ist es auch bezeichnend, dass diejenigen die heute am lautesten Heilsrufe für Obama darbringen, diejenigen sind, die die USA immer abgelehnt haben. Von pro-amerikansichem Patriotismus kann also keine Rede sein. Das sollte zu Denken geben – uns Deustchen, aber vor allem auch den Amerikanern, die an der Wahlurne mit ihrem Kreuz zwischen Solidität und heuchlerischer Fiktion entscheiden.

Dass die Vorzüge der Fanmeile auch von Obamas Beratern erkannt worden sind, liegt auf der Hand. Dennoch gehört viel Mut dazu, sich dort auf ein Volksfest vorzubereiten, zumal etliche Politiker, die Obama kritisch gegenüberstehen, zu ihren Leuten sagen werden: Stell Dir vor, der redet von Frieden, doch keiner geht hin!

Dass die Vorzüge der Fanmeile auch von Obamas Beratern erkannt worden sind, liegt auf der Hand. Dennoch gehört viel Mut dazu, sich dort auf ein Volksfest vorzubereiten, zumal etliche Politiker, die Obama kritisch gegenüberstehen, zu ihren Leuten sagen werden: Stell Dir vor, der redet von Frieden, doch keiner geht hin!

Dann koennen wir in nicht allzu ferner Zukunft damit rechnen dass Politiker aller Welt ihre Wahlreden auf der National Mall in Washington DC halten...Bin mal gespannt wie das bei den Amerikanern ankommt.

Es ist ja echt großzügig, dass unsere Ordnungsbürokratie vor der Siegessäule mal eine Ausnahme von ihrem Grundsatz macht "Was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten". Der deutsch-amerikanischen Freundschaft hätte es gut angestanden, wenn wir auch vor dem Brandenburger Tor zu Obama gesagt hätten "You are welcome". Aber vielleicht glauben ein paar vergeßliche (oder SED-) Politiker, Berlin hätte seine Freiheit in erster Linie nicht den USA, sondern der Sowjetunion zu verdanken. Sorry, Obama, es gibt noch viel zu tun !