Krise in Georgien

„Friedenssoldaten errichten Sicherheitszone“

Russland hat die militärische Zusammenarbeit bei Übungen mit der Nato „bis auf weiteres“ eingestellt und wird acht Kontrollpunkte in einer „Sicherheitszone“ außerhalb Südossetiens mit 500 „Friedenssoldaten“ errichten. Was hat Sarkozy in Moskau vor dem Abkommen zum Waffenstillstand in Georgien ausgehandelt? Von Nikolas Busse, Brüssel

Lesermeinungen zum Beitrag

22. August 2008 08:25

Bush hat erreicht ...l

bernd ullrich (demokrat2)

...was er erreichen wollte. Der Konflikt in Georgien kam exakt zu dem Zeitpunkt, als die Verhandlungen mit Polen über das Raketenabwehrsystem stockten. Zufall oder Strategie? Es entsteht immer mehr der Eindruck, dass das gewollt sein könnte. Die USU haben damit folgendes erreicht: Polen schloss den Vertrag schneller ab, die Europäer sind gespalten und die Russen sind die Schurken. Für Bush gut gelaufen, für die Südossetier und Georgier eine Katastrophe. Welch unrühmliche Rolle Sarkozy dabei gespielt hat, werden wir noch erfahren. Dass Frau Merkel dem Saakaschwili erneut die Natomitgliedschaft angedient hat, ein schwerwiegender Fehler. Der Westen hat sich eingemischt und erwartet jetzt von Russland, den Konflikt schnellstens zu beenden. Glauben wir wirklich, Russland würde sich derartig auf der Nase rumtanzen lassen? Die wahren Schurken sitzen wahrscheinlich woanders.

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22. August 2008 08:24

Friedenssoldaten aus Rußland, können hier tatsächlich helfen

Carl Proudfoot (proudfoot)

Eine solche "Pufferzohne" zwischen den Konfliktparteien ist genau der richtige Weg. Sie muß natürlich auf georgischer Seite liegen, weil Georgien mit Beginn der olympischen Spiele mit einem Blitzkrieg seine Aggression gegenüber Süd-Ossetien begonnen hatte und insoweit in erster Linie für diesen Krieg verantwortlich ist.

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21. August 2008 23:44

Genozid seitens der Georgier

Carl Weekbrod (weicc001)

@Kreml Sprecherin Huber: Abgesehen davon, dass der von Ihnen herbeigeredete Genozid (ich erinnere an Ihre unkritische Übernahme der Kremlzahlen, womöglich aus russiatoday, sehr unabhängiges Medium) nicht stattgefunden hat, Human Rights Watch: dutzende Tote, keine Rede von 2000, abgesehen davon, dass Russland laut Aussage aller Experten seinen Teil zur Eskalation dieser Krise beigetragen hat (Waffenlieferungen an Separatisten, Verteilung von Pässen -> Einmischung in innere Angelegeheiten eines Staates), haben Sie natürlich recht, Georgien wird vom Westen unterstützt, trotz begründeter Zweifel an einer demokratisch reinen Weste. Niemand kann Ihnen dabei helfen, dass Sie die westliche Doppelmoral nicht ertragen können. Wieso Sie sich aber deshalb einem anderen Regime an den Hals werfen und dessen noch schlimmeren Charakter ignorieren, bleibt mir verborgen. Diese einzige Wahrheit wurde offensichtlich nur Ihnen zuteil. Sie zeigen damit aber nur zu gut, dass es auch Ihnen nicht um die Einhaltung des Rechts geht.

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21. August 2008 21:52

Gute Nachricht

Katrin Huber (KatrinHuber)

Ich begrüße die Stationierung 500 russischer Friendenssoldaten in diesem Puffer vor Süd-Ossetien sehr! Nur so kann man früh genug auf einen wiederholten Genozid der Georgier reagieren. Und dieser - so befürchte ich - wird wieder geschehen, schliesslich ist der georgische Präsident gut dressiert oder besagt; abgerichtet!

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21. August 2008 19:15

der einseitige mitleid

Sergio Beki (bekserg)

leider konnte man bei dem videobeitrag über die georgische flüchtlinge des russ-georg Konflikts,der von der redaktion hier eingestellt wurde keine kommentare abliefern. jetzt ganz ehrlich,wurde diese option seites der FAZ absichlich dem leser vorenthalten,oder war das ein zufälliges versehen? ich persönlich habe großen mitleid mit den flüchtlingen auf beiden seiten des geschehens,da ich die folgen eines krieges als flchtling auf eigener haut miterleben durfte.freilich scheint dies bei der redaktion dieser zeitschrift nicht der fall zu sein.man startet ein rührendes video über die gergiesche flüchtlinge aus den kriegsbetroffenen regionen, unterschlägt jedoch die video- und fotomaterialien über die mehrere zehntausende osetischen bürger,die ebenfalls ihre verwandten,häuser und all vorstellbares hab und gut dank des krieges verloren haben und seit dem durch nichts zu rechtfertigendem eindringen der georgischen militär und dadurch zugefügten enormen schäden genau so obdachlos geblieben sind wie die georgier! nun üersteigt die anzahl der den georgischen angriff überlebenen opfer in osetien die der georgischen.ungeachtet dessen zeigt man hier leider auf eine offensichtlich voeingenommene weise nur den einsetigen (pseudo)mitleid.

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21. August 2008 18:14

europäisches Positionschaos

Reinhard Foertsch (grateful)

Einmal mehr wird klar, das im Rahmen Europas politische Festlegungen getroffen werden, von denen selbst zwischen den einzelnen Institutionen wie EU (mit der Ratspräsidentschaft, dem Parlament, der Kommission, dem Außenpolitiksbetreiber Solana) und NATO (mit dem NATO-Rat und der NATO-Rußlandgruppe) nicht klar ist, wie sie aussehen - zu schweigen von den Regierungen oder gar Öffentlichkeiten der Mitgliedsstaaten. Ähnlich ergeht es dem erstaunten Betrachter mit den Verträgen zur Raketenabwehr, die Polen mit den USA abschließen kann, als brauche es bei US-amerikanischen Bilateralitäten keinerlei Abstimmung mit Donald Rumsfelds »altem Europa«. Das Gefühl, zu derartigen Schwammigkeiten dazuzugehören, wird sich proportional abkühlen zu dem Verlust an Transparenz und Stringenz, mit dem hier offensichtlich unbeschadet der Gruppenzugehörigkeit in einsamen Entscheidungen agiert werden kann.

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21. August 2008 18:14

europäisches Positionschaos

Reinhard Foertsch (grateful)

Einmal mehr wird klar, das im Rahmen Europas politische Festlegungen getroffen werden, von denen selbst zwischen den einzelnen Institutionen wie EU (mit der Ratspräsidentschaft, dem Parlament, der Kommission, dem Außenpolitiksbetreiber Solana) und NATO (mit dem NATO-Rat und der NATO-Rußlandgruppe) nicht klar ist, wie sie aussehen - zu schweigen von den Regierungen oder gar Öffentlichkeiten der Mitgliedsstaaten. Ähnlich ergeht es dem erstaunten Betrachter mit den Verträgen zur Raketenabwehr, die Polen mit den USA abschließen kann, als brauche es bei US-amerikanischen Bilateralitäten keinerlei Abstimmung mit Donald Rumsfelds »altem Europa«. Das Gefühl, zu derartigen Schwammigkeiten dazuzugehören, wird sich proportional abkühlen zu dem Verlust an Transparenz und Stringenz, mit dem hier offensichtlich unbeschadet der Gruppenzugehörigkeit in einsamen Entscheidungen agiert werden kann.

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21. August 2008 18:07

Sarkozy Nein Danke !!!

Karl Friederichs (KFrieder1)

Wann wird dieser fragwürdige Verhandlungsführer endlich auch hauptberuflich Schauspieler ? Frankreich hat doch viele bessere Diplomaten, da könnte sich Sarkozy doch auf Aufgaben beschränken, die er besser kann. Vielleicht bietet RTL ihm mal die kostenlose Teilnahme an den Sendungen "Big Brother" oder "Deutschland sucht den Superstar" an.

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21. August 2008 18:02

Was ist denn los mit Georgien

Heinz Mayer (Bundespraesident)

Gibt es keinen Sprengstoff, keine Scharfschützen, keine mutigen Männer?

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21. August 2008 18:02

Russland hat viel mehr Rechte, als die NATO denkt

Konstantin Schneider (bundesboy)

Wer die Waffen so schnell wie möglich zum Schweigen bringen will, muss immer Zugeständnisse machen und Sarkozy ist da überhaupt kein Vorwurf zu machen. Die NATO sollte also endlich begreifen, dass sie sich nicht einfach, ohne einen Finger im Krisengebiet gerührt zu haben, zum moralischen Sieger erklären kann, zumal der Sinn und Zweck der ganzen Kampfhandlungen sowieso darin bestand, auf Teufel komm raus ein Wahlkampfversprechen zu erfüllen, nämlich die abtrünnigen Gebiete Kerngeorgien wieder einzuverleiben. Für den Fall einer Niederlage wollte sich Saakschwili dann sowieso wie ein Unschuldslamm präsentieren. Das gelingt ihm ja Bestens. Europa sollte jetzt aber auch den Anstand aufbringen zuzugeben, dass es für Georgien nicht leicht wird in den nächsten 10 bis 20 Jahren. Deutschland hat nämlich genug mit den Problemen des ihm 1989 zugefallenen Landesteils zu tun. Die Georgier sollten sich deshalb also nicht zuviel erhoffen.

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21. August 2008 17:54

Die Maske fällt

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Russland will weiter Probleme machen. Dafür braucht es natürlich Truppen auf Georgischem Gebiet.

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