Deutliche Worte: Clinton und Obama am Sonntag in Grantham, Pennsylvania

Clinton über Obama

„Elitär, abgehoben und bevormundend“

Kurz vor der wichtigen Vorwahl in Pennsylvania verschärft sich der Tonfall zwischen den demokratischen Präsidentschaftsanwärtern. Barack Obama sei „elitär, abgehoben und offen bevormundend“, warf Hillary Clinton ihrem Rivalen vor. Der entschuldigte sich inzwischen für arbeiterfeindliche Äußerungen.

Lesermeinungen zum Beitrag

15. April 2008 13:04

@ T. Klier - "Hautfarbe" ist in Amerika ein omni-präsentes Wahlkampfthema!

B. Woony (woony)

Amerika ist ein mit Vorurteilen geprägtes Land. Besuchen Sie es! Der dort herrschende Rassismus ist subtiler - die Medienmanipulation intelligent und nicht "fühlbar". Und wenn Sie gegen das Establishment aufbegehren, zeigt man Ihnen die "rote Karte". Und H. macht alles um gerade der Maxime des Estab. zu fröhnen.
Ich glaube nicht dass O. gewählt wird, weil der Rassismus ein Virus ist, der von beiden Seiten (schwarz und weiß) "gehegt" und "gepflegt" wird. Deshalb verwundert es nicht dass O. dies zu seinem Thema macht, weil er dies spürt.

In der " Washington Post" kann man dezidiert und kritisch O.´s Ansichten hinsichtlich seiner politischen Ausrichtung lesen.

Sen. Clinton hatte jehrelang die Chance mit oder ohne Bill, ihre Profilierungsneurose zu befriedigen. Sie gehört dem Establishment der amerikanischen Society an, und vermochte es nicht von diesem elitären Gaul abzuspringen - im Gegenteil, sie verkörpert im Wahlkampf genau die Frau: medien-geil, heroisch, Macht-Kriegs-Versessen (!!): hat sie etwas aus Bill´s Amtszeit gelernt, aber ja: wie verteidige ich meine Macht und vervollkommne sie:

Nur das wird sie öffentlich nicht zugeben!

Und eines noch: Wer will den Krieg im Irak tatsächlich beenden???
Clinton, McCain?Mitnichten!

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14. April 2008 21:40

Hautfarbe

Torsten Klier (TorstenKlier)

egal welche, ist keine Qualität.
Und wer sich darauf kapriziert, hat wohl ansonsten nicht viel zu sagen. Zumal die Unterstellung des Rassismus gerade aus dem Mund des ehrenwerten Herrn Obama reichlich absurd ist.
Wer sich über Clinton mockiert, sollte sich mal Gedanken machen, was an Obama besser ist.
Er ist männlicher, sieht besser aus, ist eleganter, charismatischer, schwarzer ... und sonst?
Hat schon mal jemand herausgefunden, wofür dieser Mann steht? Nicht welche Hoffnungen auf ihn projizieren, sondern was er wirklich sagt und tut?
Versuchen Sie lieber einen Pudding an die Wand zu nageln; das ist einfacher.

Clinton redet oft und falsch. Und genau das unterscheidet sie wohltuend von Obama. Clintons Rede hat wenigstens so viel Substanz, dass man diese (möglicherweise mit „falsch“) bewerten kann.
Obama sagt nichts falsches, er sagt gar nichts - das aber sehr wortreich, elegant, witzig und charismatisch.

Wer überhaupt was über Obama erfahren will, der beschäftige sich mit seinem Vater, seiner Mutter und seiner Frau. Das reicht.

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14. April 2008 20:02

Nicht erfunden, aber doch gepachtet haben die USAmerikaner "Gott".

Udo Steffen (steffenu)

Und wer sich bei seinen (Un-)Taten auf ihn beruft, der immunisiert sich gegen Kritik und darf sich alles anmaßen. Bei genügend militärischer und wirtschaftlicher Macht kann man sich das auch eher leisten als der Grövaz (=größter Vegetarier aller Zeiten), der sich ganz selbstverständlich auf den "Schöpfer des Universums" berief.
Bleibt der restlichen Menschheit nur die Hoffnung, dass das Gottesgnadentum der heutigen Wahlkämpfer nur populistisches Geseiche ist, dass sie selbst nicht ernst nehmen.

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14. April 2008 15:08

Ehrlich, offen, authentisch und ebenerdig!Was können wir von den USA lernen?

B. Woony (woony)

Ist seine Denke so abwegig: bei seiner Biografie und seiner beruflichen Vitae ist es kein Wunder, dass Barack sich so äußert: Lieber manchesmal "Unvernünftiges" hören, als die -path. narzißtische H.- "former-first-lady"....
Es ist schon ein Dilemma wie H. sich dem "Verve" der Macht hingibt: keinesfalls pragmatisch eher zugeknöpft, m.d. Hintergrund, alles so zu machen, wie es ihr männliches Pendant zu zelebrieren versuchte.

So ganz nebenbei:In Fragen von Religion, Rassen, Gleichbehandlung, Wirtschafts- und Sozialethik...
...ebd. Diskurs wird seit kurzem in USA fortangeschrieben (Einheit):in Deutschland sind diese Themen mE nie in einem konstruktiven Diskurs,kausal behandelt worden - was in Amiland seit kurzem zur Disposition steht, wird hier hinter verschlossen Türen -und wenn offen, dann "brutalstmöglichst" destruktiv- behandelt.
Vorgestern las ich in der "taz": eine Frau mit Kind erhielt ihre Mietkündigung, weil andere Mieter nicht mit einer deutschen "Farbigen" (Studentin) im Haus leben wollten ( taz, 13.4.2008). Das ist die Realität,... ohne Wertung!
Ergo sollten wir in einer Öffentlichkeit den Diskurs (s.o.) wagen(?), das habe ich von Obama gelernt -den unbequemen aber ehrlichen Weg gehen- aber mit RESPEKT/Menschenwürde!

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14. April 2008 13:46

Damit hat sie sich selber aus dem Rennen gekegelt

thomas schulz (peanutbutter)

Ich habe mir diesmal die Zeit genommen, die Debatte live trotz Zeitverschiebung ohne Synchronisation anzusehen. Es war erschreckend, wie sie aalglatt mit Unverbindlichkeiten und unglaubwürdigen Antworten auf Fragen der Moderatoren auswich. Irgendwie errinnert mich das an höfliche Passanten, die von Mitgliedern religiöser Organisationen auf der Straße angesprochen werden und der Form halber mitspielen, um deren Gefühle nicht zu verletzen.

Diese Beliebigkeit, die einem "direct saleman" alle Ehre machen würde, hat allen halbwegs klar denkenden Wählern vor Augen geführt, daß sie einen weiblichen Oskar Lafontaine vor sich haben, die nach oben buckelt (zu den Delegierten) und nach unten tritt (ihren Konkurrenten), um ihren Traum zu verwirklichen, das Land zu regieren. Ihr Motto ist " entweder gewinnt meine Partei mit mir das Weiße Haus oder überhaupt nicht", die Partei und vielleicht auch der Wähler scheinen ihr völlig egal zu sein.

Es wurde zwar in US Wahlkämpfen bzw, Nominierungen schon immer mit harten Bandagen gekämpft, aber Hillaries Heuchelei und aufgesetzte Empörung ist unerträglich. Sie benimmt sich wie die US-Version von Andrea Ypsilanti.

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14. April 2008 13:28

Hillarys allerneueste Metamorphose

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

In ihren verzweifelten Anstrengungen, sich bei den Arbeitern und christlichen Fundamentalisten im ländlichen Pennsylvanien anzubiedern, begibt sich Frau Clinton neuerdings in die Kneipen, um mit alten Männern Whisky und Bier zu trinken, um "religiöse Werte" wie Bibelworte und Waffenbesitz zu verteidigen. Das Problem ist nur, dass sie mit jeder neuen Wendung ihre diversen früheren Standpunkte in Frage stellt und eine Wählergruppe verliert, indem sie eine andere zu gewinnen sucht.
Im krassen Gegensatz zu den wendigen Clintons, die ihre Kampagne von einem Moment zum anderen dem jeweiligen Publikum anzupassen suchen, bleibt der Republikaner McCain eisern bei seiner festgefassten politischen Linie.

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14. April 2008 11:21

Frau Clinton hat wohl in den Spiegel geschaut

Josef Bujtor (Mramorak)

Genau das, was sie dem Obama vorgehalten hat, trifft auf sie zu. Natürlich hebt der Obama sich auch ab, üder seine Frabigen. Aber Limousiene Fahrer sind sie beide. Wer sich in der linken Scene umschaut, sieht, dass die meisten von denen einen schweren Wagen fahren und keiner in einem Arbeiterwohngebiet daheim ist. Denn viele sind ja auch Gewerkschaftsführer und fahren auch keinen Kleinwagen. Genau so wie die "Klimaschützer", deren Wortführeer wohnen in grossen, klimatisierten und geheitzten Häusern und fliegen eigene Flugzeuge. Weder Clinton noch Obama haben etwas definitives über den Klimaschutz gesagt. Beide müßten, falls sie die Wahlen gewinnen würden und dann zur Rede gestellt würden - was ihre Freunde sicherlich zu verhindern wüssten - umziehen.

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14. April 2008 10:59

warum berichtet die FAZ eingentlich nicht über Ron Paul?

Mike Fuhrmann (MikeFuhrmann)

Dieser Kommentar bezieht sich nur bedingt auf den obigen Artikel. Ich hoffe das mein Beitrag trozdem nicht als unpassend angesehen wird.
Man hört in den Medien nur noch von Clinton, Obama und McCain. Was verständlich ist, immerhin haben alle anderen aus verständlichen Gründen das Handtuch geworfen. Alle? Nein nicht alle! Ron Paul (Rep. ehemals Liberale Partei) möchte noch nicht aufgeben. Warum berichtet die FAZ nicht in einem einzigen Artikel über diesen Politiker? Gut seine Bewerbung scheint aussichtslos. Aber meiner Meinung nach handelt es sich bei Ron Paul um den ehrlichsten, demokratischsten und liberalsten Kandidaten in diesem Wahlkampf. Wäre er nicht wenigstens ein paar Zeilen wert gewesen?

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14. April 2008 09:51

Was soll der Mist?

Los Närgli (lma666)

Der einzige Gewinner im Streit der beiden ist McCain, man könnte meinen, den Demokraten ist die Nominierung wichtiger als die Wahl der Präsidenten.

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