George W. Bush: Verfassungs-Vokabular als Mittel einer undurchschaubaren Herrschaftspraxis

George W. Bush

Nehmen Sie die embryonale Stellung ein!

Drohung Null oder der Schmerz, in der gegenwärtigen Welt zu leben: In seiner Amtszeit hat der amerikanische Präsident George W. Bush die westlichen Demokratien tiefer verwundet als jeder andere Nachkriegspolitiker. Von Frank Schirrmacher

Lesermeinungen zum Beitrag

14. Oktober 2008 09:17

Bush kämpft für Freiheit

Hendrik Baumann (hendrik68)

Irak: Warum verteidigt man Saddams Regime? „Kampfansage an das europäische Menschenbild“: Bush-Gegner sollten sich mal fragen, wie sehr der islamistische Terror, z.B. mit Enthauptungen das europäische Bild vom Menschen angreift. So sehr, wie nichts sei Bestehen dieses Bildes, mit Ausnahme des Nationalsozialismus. Und wer hiermit eigentlich begonnen hat, und wann. Ich frage mich, warum Bush-Gegner zu diesen Taten immer schweigen. Gegen die „Verbrechen“ der Amerikaner ist man, natürlich, aber nicht gegen die Verbrechen der Islamisten Fehlende Präsidentielle Führung: Reagan führte die Welt und wurde dafür angefeindet, wie nun sein Nachfolger. Es war z.B. Clinton, der die Welt unterhielt, aber nicht führte. In weiten Teilen Asiens und Afrikas aber auch dem ehemaligen Jugoslawien spürte man das. Bush hat, wie nur wenige Präsidenten, für Freiheit und Demokratie gekämpft. Langfristig wird sein Kampf zu mehr Freiheit führen. Wer freiheitlich denkt und auch die Freiheit anderer toleriert, konnte sich unter ihm sicher fühlen und mußte nichts befürchten. Die Tragik der Geschichte liegt darin, daß wieder einmal die Nachfolger dessen, der den Kampf führte, den Sieg davontragen werden. Freiheit ist das langfristige Erbe von Bush.

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11. Oktober 2008 16:13

Hoffen auf Obama - warum?

Tobias Grimm (Tobi_G)

Bush war nicht wesentlich schlimmer als seine Vorgänger. Er war nur ein bisschen dümmer und dreister. Sein Handeln war die konsequente Umsetzung der Beispiele, die seine Vorgänger ihm gaben - ihm fehlte lediglich der Intellekt, dies zu verschleiern. In Amerika kommt niemand an die Macht, der nicht in enger Verbindung zum großen Geld steht. Weder McCain noch Obama werden auch nur versuchen, die Macht der Industrie und anderer wirklicher Machthaber zu brechen. Amerikanische Präsidenten haben bisher immer - das schließt zB auch Kennedy und Clinton ein - in die eigene Tasche und in die ihrer "Förderer" gewirtschaftet. Das lässt sich mit Menschenfreundlichkeit nicht vereinbaren. Ich erwarte daher ebenso wie in Deutschland keine begrüßenswerte Änderung im System - egal, wer gewählt wird. Einzig das unsympathische Gesicht Bushs wird man wohl nicht mehr so häufig sehen müssen. Macht euch mal im Internet schlau, wer die großen Förderer Obamas sind (Z. Brzezinski zB) - da wird einem schnell klar, wer und was da auf uns zu kommt. Grüße von einem Illusionsbefreiten.

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10. Oktober 2008 14:39

impeachment gescheitert

Franz Altmann (elviejo_136)

Selbst wenn es dem Nachfolger gelingen sollte, in den USA die Verfassung wiederherzustellen, so dass im eigenen Land wieder rechtsstaatliche Prinzipien anstatt Willkür und permanentem Ausnahmezustand herrschen, bleibt die Frage nach der Strafe für die Verantwortlichen offen. Solange kein einziges Mitglied der Clique, die einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg mit Hunderttausenden Todesopfern vom Zaun gebrochen und sich teilweise schamlos daran persönlich bereichert hat, zur Rechenschaft gezogen wird, kann man nicht so tun, als sei nichts gewesen.

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06. Oktober 2008 23:14

teilw. Zustimmung

Frank Heinen (fhrekla90)

Der Artikel sticht hervor. Zweierlei: Bush ist seltsam verhuscht und die Verselbstaendigung staatlicher Massnahmen nach 9/11 ist seltsam konkret.

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06. Oktober 2008 19:34

Alles, was zu G. W. Bush (dem kleineren) zu sagen ist.....

Emanuel Roth (E.Roth)

..sollte vor einem zuständigen Gericht (Kriegsverbrechertribunal) erörtert werden. Herr Bush hat sich öffentlich zu seiner Verantwortung für mutmassliche Kriegsverbrechen (im Irak z. B.) bekannt. Recht ist nicht teilbar.

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06. Oktober 2008 17:40

Schirrmacher zu Bush

Giselher Sorge (gsorge)

Schade , dieses wichtige Thema Bushbilanz so verquast und verschnörkelt zu behandeln. Die Grundanalyse Schirrmachers stimmt. Bush Junior ist ein Desaster , nicht nur für den Westen sondern für den gesamten Globus. Aber das hätte verständlicher geschrieben gehört, zumal vom Feuilletonchef. Es gilt immer noch die Grundregel: klare Gedanken produzieren klare Aussagen.

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06. Oktober 2008 09:58

Bin Ladens zweiter Triumph

Maike Behrends (MaikeX)

Dies ist alles nichts Neues. Nur jetzt, da Bush "the lamest duck ever" ist, wird seine Art die Welt zu verstehen zerlegt. Wo waren die kritischen Stimmen als er Präsident wurde? Man mokierte sich darüber, dass er ungebildet ist, nicht Zeitung lesen will, usw. Dass seine Ignoranz und die Absichten seiner Berater die amerikanische Demokratie schwer beschädigen würde und vielen tausend Menschen in der muslimischen Welt in schwerste Not bringen würde, davon habe ich nicht viel in den Medien gehört. So konnte sich Bush in seiner Regierungszeit persönlich bereichern und ungestraft schweren Schaden zuhause und in weiten Teilen der Welt verursachen. Dass die Amerikaner ihn erlaubten, acht Jahre lang die amerikanische und Weltpolitik entscheidend zu verändern, erscheint mir manchmal als der zweite große Sieg Bin Ladens und der militanten Islamisten. Man mag sich gar nicht ausmalen, was einer wie er getan hätte , wäre er während der Kuba-Krise im Amt gewesen....

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05. Oktober 2008 23:11

Nehmen Sie die embryonale Stellung ein!

dierk schaefer (dsDierkSchaefer)

Warum erst jetzt diese Schuldzuweisung? Wir müssen nicht bis zu den Indianern zurückgehen, um zu sehen, daß die us-amerikanischen Ideale und die politische Realität meilenweit auseinanderklaffen. Nehmen wir beispielsweise die Folter in Abu Ghraib und Guantanamo: Wird Herr Schirrmacher erst jetzt wach, wo das System seine häßliche Fratze zeigt? Waren die Menschenrechtsverletzungen entschuldbar? Stellvertretend für alle Sünden der USA wird Bush nun gebashed. Wenn früher Kritik an der US-Unrechtspolitik laut wurde, gab es auch in der FAZ sofort den Vorwurf des Antiamerikanismus. Nun zeigt sich, daß der Kapitalismus nicht anders als die Revolution die eigenen Kinder frißt, und Herr Schirrmacher stimmt die Trauerklage an: Vergiftet hat Bush uns alle mit seiner Hinterlassenschaft und den Kapitalismus desavouiert. Dabei liegen Betrug und Wettbewerbsverzerrung in der Logik des Kapitalismus; nur Kontrolle und Kontrolle der Kontrolleure können ihn bändigen. Wieso stört es Herrn Schirrmacher, daß die Banken an die Leine gelegt werden sollen? Es wird nicht lange dauern, bis man sie wieder lockert. "Die Gier, die über Leichen geht" (FAZ 27.9.08 ), wird sich aus der embryonalen Haltung bald wieder erheben – bis zum nächsten Crash.

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05. Oktober 2008 22:23

A u s s e r g w ö h n l i c h e Persönlichkeit?

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

und verblendete Deutsche. Bush hat die Wahrnehmung seiner Amtspflichten wie ein verwoehntes, verzogenes Kind gehandhabt. Bei seinem 'Meisterstueck', der Kriegsfuehrung in Irak und Afghanistan, steckte er mittendrin auf - wie ein Kind sein Spielzeug beiseite legt, wenn es des Spiels ueberdruessig wird. Statt aus seiner persoenlichen Ueberforderung zu lernen, zog sich Bush jedoch nicht etwa zurueck, sondern zuendelte im Gegenteil noch mehr und dies auch noch gleichzeitig, naemlich in Osteuropa und Pakistan. Kriegsfuehrung im 'fast food' - Stil. Man nimmt einen Biss und laesst den Rest achtlos liegen, wenn's einem nicht mehr schmeckt. Im Rheinland nennt man das 'verschnuppt'. Dieser Charakter ist fuer Sie eine 'aussergewoehnliche Persoenlichkeit', Joachim Bovier?

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05. Oktober 2008 19:18

Super Artikel

Axel Winter (wintera)

Es scheint mir klar, dass mit dem Wechsel in D.C. und derzeitigen Krise der Anfang der multipolaren Welt gekommen ist. Die Zeit der Ein- oder Zwei-Polarigen Welt, wie in der Vergangenheit ist vorbei. In Asien lebend much ich sagen, dass mit dem Anfang des Multipolaren auch der Einfluss von Europa rassant verlieren wird. Ob multipolar noch Europa meint - ich denke nicht - wird sich in 1-2 Jahren schon zeigen. Es spricht viel dafuer, dass Europa ein Anhaengsel der USA wird, aber sicherlich nicht mehr den heutigen Einfluss geniessen wird. Es ist uebrigens auch die Stunde, an der die G8 unwiederruflich gestorben sind. Es kann nur noch eine G15 oder G21 sein ... Ein (schoene?) neue Welt?

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05. Oktober 2008 18:10

Nachkriegspolitiker...

Ernst W. Thomas (EWT)

Ach... wieviel pseudo-gescheite Gutmenschen gibt es nur...? Sogar bei der konservativen(?) FAZ tummeln sie sich - und wer sich da nicht in den mainstream der ´Bush-Basher´ einreiht kriegt, die Negativ-Bewertungen nur so um die Ohren. Tausend kleine Besserwessis - allesamt feierabend-Kommentatoren mit verinnerlichter political correctness und allenfalls einseitiger Kenntnis der Fakten! Was Bush wirklich geleistet hat (oder nicht!), das mögen (und werden) zukünftige Historiker besser und sicherer zeigen; daß es chic ist und den Applaus der Galerie bringt, ihn als ´Dämon´(sic!) oder ´Ungeheuer´ oder einfach als ´dumm´ hinzustellen, das ist zwar opportun, aber gleichwohl recht fragwürdig und mag zum Niveau einer "Deutschland-sucht-den Super-Präsident"-Vorstellung passen. Daß Herr Schirrmacher nun auch noch in dieses Horn tutet, überzeugt mich nicht! Darin bezeugt sich allenfalls der Niedergang eines Feuilletons, das andere Zeiten erlebt hat!

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05. Oktober 2008 16:29

Armutszeugnis an Bush-Kritik

Klaus Öllerer (Peterla)

Dieser Artikel ist schon recht verquast geschrieben. Es ist offensichtlich schwer eine einfache und klar verständliche Bush-Kritik zu schreiben. Da haben es die Bushies ja wohl viel einfacher. Wie wäre es hiermit: Seit dem 2. Weltkrieg hat noch kein US-Präsident soviel Menschen von der Diktatur befreit wie Bush. Fast 50 mio Menschen wurden in Afghanistan und dem Irak von Diktaturen befreit. Bush und die Amis haben im Irak durchgehalten und alle (außer den Terroristen) ernten jetzt die Früchte. Was wäre eigentlich, wenn Sadam noch an der Macht wäre und unter heutigen Öl-Bedingungen seine Spielchen treiben könnte? Er würde über die freie Welt triumphieren, da könnte man ziemlich sicher sein. Weiter: Keine US-Präsidenten haben bisher soviel für Muslime geleistet wie beide Bushs: Die Befreiten waren meistens Muslime und Kuweit kann man auch noch hinzuzählen. Weiter: Der Kampf gegen den Terror ist ein Erfolg. Seit 2001 hat in den USA kein weiterer Anschlag statt gefunden. Demgegenüber haben die doch etwas dusseligen Europäer mehrere schwere Anschläge erlebt. Auch wir in Deutschland haben bisher reines Glück gehabt - auch dank der USA, die mit Email- und Telefonüberwachungen viel zu unserer Sicherheit beigetragen haben.

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05. Oktober 2008 15:42

Die entscheidende Frage

Dieter Hoffmann (Ogottogott)

Der Artikel geht am wichtigsten Punkt vorbei. Jüdische Bekannte in den USA, die Nazi-Deutschland verlassen mußten, waren froh, dort ein neues Leben anfangen zu können. Sie waren jahrelang die besten Bürger der USA, die man sich vorstellen kann. Bis die Bush-Regierung nach dem 11.9. 2001 begann, die Öffentlichkeit mit Angst zu beeinflussen und so ihre Macht zu festigen. Der Originalton jener Bekannten war, daß sie sich an die Nazi-Propaganda erinnert fühlten und sich niemals hatten vorstellen können, derlei in den USA zu erleben. Die Medien dort haben über Monate fast völlig versagt, als die Bush-Regierung ihre Propaganda für den Irak-Krieg betrieb (was auch die FAZ betraf, die Kritiker des Antiamerikanismus bezichtigte und bis heute zu keinerlei Selbstkritik gegenüber diesem trüben Kapitel ihrer eigenen Berichterstattung fähig ist). Wie war es möglich, daß jemand wie Bush eine solche Macht in die Hand bekommen konnte und zeitweise fast keine Kritik an ihm möglich war? Vor allem: wie wäre es zu verhindern, daß ein Präsident in einer Notlage seine Macht so ausbauen kann, daß er das Land in fragwürdige Kriege hetzt und im Innern die Freiheiten aushebelt, auf die die Vereinigten Staaten so stolz sind - oder waren?

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05. Oktober 2008 15:14

Die Frage ist doch - wie kann man Herrn Bush "einfangen"

Bashaam Swahili (Swahili)

ohne das daraus gleich ein "Casus belli " wird. Die offensichtlichen schweren Verbrechen gegen die Menschlichkeit dieses Herren sind so groß, daß man sich nur noch damit beschäftigen sollte, wie die "Schuld" festgestellt und danach die "Sühne" ausschauen sollte.

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05. Oktober 2008 14:56

Alles wird wieder "gut"

Andreas Lehmann (alm)

Die USA haben die Welt schon mehrfach durch kolossale Fehler in Atem gehalten: 1962, als sie der Welt de-facto mit Atomkrieg drohten (unter dem ach-so-verehrten JFK - sein Verteidigungsmininster Robert McNamara ist in den 90ern in Kuba erbleicht, als er realisierte, wie gefährlich das war [Dokumentation "The Fog of War"], denn die russischen Raketen waren gefechtsbereit), zur Zeit des unglaublich inhumanen Vietnamkriegs, und durch G.W. Bush (Irak, Finanzkrise). Das alles kann in 10, 20 Jahren wieder so gut wie vergessen sein, zB falls eine Wahl Obamas der Welt signalisiert, dass es tatsächlich einige Selbstheilungskräfte in den USA gibt. Oder anders ausgedrückt: wie kann man die USA nach Vietnam noch als Ideal gesehen haben, das jetzt angeblich durch G.W. Bush zerstört wurde? Oder nach der Stationierung von Pershing2 Raketen in Westdeutschland, die 70% der Bevölkerung ablehnten, alles schon vergessen? Doch wohl nur als amnesialer westdeutscher Intellektueller. Übrigens braucht Amerika im Moment wirklich etwas mehr Regulierung - in Deutschland ist es aber genau andersherum! Daher kann das derzeitige Finanzdrama für Deutschland noch übel ausgehen, falls die Apologeten der Regulierung das Land noch weiter korsettieren.

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05. Oktober 2008 10:01

Die Nachkriegsordnung kollabiert

Franz Lutz (Paco222)

Herr Schirrmacher Intelligenz ist bestechend. Leider versäumt er es Perspektiven aufzuzeigen. Ich teile seine Einschätzungen, seinen Schmerz. Aber reicht das? Können wir es uns leisten - namentlich wenn man ein einflußreicher Publizist ist - in Kritik zu verweilen? Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß da angesichts der Heftigkeit ein schlechtes Gewissen spricht nicht schon viel eher in die offene Opposition gegangen zu sein. Nun liegt das Kind im Brunne und wir müssen mit den schrecklichen Konsequenzen der Bush'schen Präsidentschaft leben. Müssen wir das wirklich? Außerdem geht er in seiner Analyse nicht weit genug. Nicht nur Bush ist das Problem oder der American Way of Life. Vielmehr steht die gesamte Nachkriegsordnung mit ihrer Selbst- und Fremdausbeutung zur Disposition. Können wir es uns weiter leisten unsere Gesundheit für die Arbeitsleistung zu ruinieren, die Umwelt zu verbrauchen, kurz zu leben, als ob es kein Morgen gäbe? Das tun nicht nur die Amerikaner. Das tun die Chinesen, Russen, Inder und eben auch Europäer. Schade, daß Herr Schirrmacher die Chance zum großen Wurf und vor allem zum Aufzeigen von Perspektiven bisher verpaßt hat.

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05. Oktober 2008 09:00

FAZ rennt Bush bis heute hinterher - Georgien

Hans-Joachim Duebel (aduebel)

"Es gab viele, und viele kluge Leute, die ihm glaubten.." - wenn man sich die sklavische Georgien-Berichterstattung der FAZ ansieht, die weiss zu schwarz umdeutete, nur um ihm und Cheney zu huldigen, so wird das Imperfekt zum Praesens. Viele US-Medien sind da weiter. Zum Glueck stecken hinter einer oft toerichten Zeitung viele kluge Koepfe, die gelernt haben, zwischen den Zeilen zu lesen.

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05. Oktober 2008 07:42

Wetten, dass Freiheit, Demokratie, Bürgerrechte triumphieren werden?

Günter Blümel (guenterbluemel)

Ja, die USA haben Fehler gemacht. Andere auch schon. Die US-Soldaten und Steuerzahler wissen das auch. Trotzdem wird Amerika die Führungsrolle bei der Verbreitung von freiheitlichen, demokratischen, an den Rechten jedes Individuums orientierten und damit im Ergebnis auch sozialen Vorstellungen, Ideen und Werten behalten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die eigentliche Gefahr für die Entwicklung der Menschheit nach wie vor von zu großer Konzentration der Gestaltungs-und Zerstörungsmacht in zu kleinen Zirkeln ausgeht. Und da funktionieren die Checks and Ballances durch das Volk in den USA zwar vielleicht nur halb, aber das ist weitaus mehr als in den anderen großen Staaten und Systemen. Europa, China, Russland, Indien etc. haben eine Riesenchance aufzuholen. Ich glaube, die Erdenbürger sind auf einem sehr guten Weg.

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05. Oktober 2008 06:58

Homo homini lupus.

Emilia de la Cruche (edl.cruche)

Dies trifft für Busch Junior zu:

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05. Oktober 2008 03:38

Ungenießbarer Text

Sandor Guci (gucisanyi)

Ein selten aufgeblasener, überfrachteter, unverständlicher Text. Bin nur bis zur zweiten passage gekommen. Mehr ging einfach nicht von der schweren und überflüssigen Kost. So viel Wortmüll in einem Artikel. Hat wohl keiner korrekturgelesen. Furchtbar...

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05. Oktober 2008 02:49

Die Freiheit unserer Sprache erlaubt es uns...

Hannes Heilmannsstedt (mediumdry)

...selbst so unglaubliches schlechtes Regieren wie das von G.W. Bush schönzureden. Mit etwas Kreativität schafft man es locker all die Toten, Gefolterten und Verstümmelten als Kollateralschäden für eine im Grunde gute und richtige Sache umzudeuten. Solange die amerikanische Mediengesellschaft sich nicht dazu aufraffen kann, eine neue Ehrlichkeit in politische Debatten zu bringen, werden weiterhin Vorurteile, Äusserlichkeiten, warme Reden, zurechtgebogene "Fakten" und Gottes Wort die Politik Amerikas bestimmen. Daher scheint es verlogen, jetzt - nach acht Jahren - so über Bush zu lamentieren. Amerika bekam, was es wollte.

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05. Oktober 2008 02:16

Churchill war in der deutschen Presse auch schon mal ein Idiot und Paralytiker

Sönke Peters (soenkepeters)

Bushs Handlungsweisen mögen fremd oder falsch erscheinen; allerdings ist Fakt, dass z. Zt. die freie Art zu leben, existenziell bedroht ist: Zum einen ist da der erklärte Wille islamistischer Kreise, einen pervertierten Islam auf Kosten individueller Freiheit mit Gewalt auszubreiten. Terrorismus ist dabei ebenso ein Mittel, wie eine schleichende Unterwanderung von Gesellschaften und Aushöhlung derer. Zum anderen haben Länder wie China und Russland gescheiterte Ideologien abgelegt und streben Weltmachtsträume mit radikal kapitalistischen Methoden an, die in ihren Gesellschaften zu enormen Spannungen führen, welche sie wiederum auch durch ein populistisches Feinbild „USA“ (gemeint: Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit im Inneren) zu kitten suchen. Militärische Aggression eingeschlossen. Bushs Politik steht im Zusammenhang dieses noch relativ sacht sich drehendes Kreises und er hat gehandelt, ... mit Mitteln, die auch Freiheitsidealen widersprechen. Selbiges hat Churchill notgedrungen auch gemacht und viele unschuldige Menschenleben geopfert aber damit unsere Weise, in Freiheit zu leben, gerettet! Bush wird daher wie auch Churchill nur aus einer historisch distanzierten Perspektive heraus fair beurteilt werden können.

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05. Oktober 2008 01:36

Bush Familie / Freiheit Demokratie?

Reiner Luecker (Reinerluecker)

Tja, wenn Europa darüber denkt, wie Organisiere ich das Bankensystem neu. So müßte USA darüber nachdenken, kann es erlaubt sein in einer Demokratie einen Sohn/Tochter, Frau/Mann als weiteren Präsident wählen zulassen. Wenn dies aber die Sinne der Demokratie verstummen läßt, muß man sich Fragen warum Europa sich gerade das Bankensystem anschaut. Demokratie sollte auch im Bankengeschäft Freiheit bedeuten sollen. Sonst kann man aus solchen Fehler die gerade solche Machtinstrumente haben, keine neue Erkenntnisse sehen und daraus lernen. Schade nur für die Freiheit oder Demokratie! Und für den Einzelnen in der Demokratie.

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04. Oktober 2008 23:55

Faire Abrechnung mit Bush

Wolfgang Kotowski (roederwolf)

Sie haben mir mit ihrem Artikel gründlich die Augen geöffnet. Ich glaubte bisher die Fortsetzung des Irakkrieges wäre notwendig geworden weil S. Hussein die Inspektionen jahrelang überhaupt nicht und als es enger wurde immerhin mit wochenlanger Voranmeldung gestattete. Hussein brüstete sich jahrelang den Terror in Israel zu finanzieren (Prämien an die Familien der Attentäter). Israel hätte sich das vermutlich nicht länger tatenlos angesehen. Somit glaubte ich auch von dieser Seite den amerik. Präsidenten im Zugzwang. Was ein Krieg der Israelis angerichtet hätte möchte ich mir nicht vorstellen. Die fortgesetzten kriegerischen Handlungen gegen Israel durften mit Rücksicht auf arabische Verbündete vor der UNO nicht erwähnt werden. Das S. Hussein Giftgas hatte, war doch schon erwiesen (Ermordung der Kurden). Was ein schwacher amerik. Präsident anrichtet ist gut an Präs. Carter zu sehen. Er lies es zu, daß der Iran in die Hände der Terrorclique des Chomeny fiel. Ein vermeintlich schwacher Kennedy verleitete Chrustchew dazu Atomraketen auf Kuba zu installieren. Er lies den Russen sogar tagelang Zeit diese abschussbereit zu machen. Wo bleiben ihre Schmähschriften gegen diese Präsidenten?

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04. Oktober 2008 22:29

Ist dies eine Maerchenstunge für naive Gemueter?

Jerry Stiller (JerryStiller)

Maenner, wie Bush, die offensichtlich für voelkerrechtswidrige Angriffskriege (z. B. im Falle des Irak - ich erinnere nur an den Massenmord und die mittlerweile unzaehligen Kriegsverbrechen an der irakischen Zivil-Bevoelkerung) mutmasslich verantwortlich sind......setzt man fest......fuehrt sie einem zustaendigen internationalen Gericht zu........urteilt sie ab und schließt sie danach weg. Mehr ist zum Fall Bush nicht zu bemerken.

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04. Oktober 2008 22:17

Bush und ähnliche Nieten

Jochen Meißner (meissner-jochen)

Spät, sehr spät reift auch in Ihren Kommentaren das Wissen um das totale Versagen einer Regierung( wohl der mächtigsten Nation dieser Erde) die, beginnend mit einem betrügerischen Putsch die Macht erlangte, mit unglaublich krimineller Energie politische Entwicklungen in ihrem Sinne mißinterpretierte, im Umgang mit den Staaten dieser Welt eine unerreichte Arroganz an den Tag legte, und jetzt vor einem Scherbenhaufen steht der in der Dimension bei weitem die Trümmer des Wörld Trade Center überragt. Lesen Sie, werter Herr Schirrmacher doch noch einmal aufmerksam die Artikel Ihrer Zeitung aus dem Jahre 1 des Afghanistanfeldzuges und , noch aufschlussreicher aus dem 1. Jahr der Zerstörung des Irak. Eventuell wird dann auch Ihnen etwas mulmig und Sie bedauern die klägliche Rolle des Claqueurs die damals Ihre Zeitung in weiten Zügen dem aberwitzigen Unterfangen dieser so schrecklichen Administration gegenüber einnahm.

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04. Oktober 2008 22:03

Warum läuft Bush eigentlich noch frei herum?

Robin Hood (Ribin.Hood)

Bush, ein Mann, welcher offensichtlich für schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich ist (der Irakkrieg ist uns allen in Erinnerung). Der richtige Ort, um über Bush zu "diskutieren" ist ein "Kiegsverbrechertribunal". Mehr gibt es zu diesem Mann nicht zu bemerken.

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04. Oktober 2008 21:23

Bush ein Getriebener der Umstände?

Volker Gringmuth (volkergringmuth)

Franz Müller: "Wie hätten Sie denn die USA geführt, wenn Sie Präsident gewesen wären und auf den 11. September hätten reagieren müssen?" - Wenn GWB wirklich nur ein Getriebener der Umstände war, dann stellen Sie ihm gerade damit ein denkbar schlechtes Präsidentschaftszeugnis aus. Ein Präsident muß weise agieren, nicht reflexartig reagieren. Hatte er keine Wahl, als Afghanistan erneut zu verwüsten und ohne Rücksicht auf die unschuldige Bevölkerung in ein Trümmerfeld zu verwandeln? War es nötig, der ganzen Welt die Massenvernichtungswaffen im Irak vorzulügen, um einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg als unausweichlich hinzustellen? Ist es nötig, ebenfalls menschen- und völkerrechtswidrig Verdächtige (nicht Überführte!) in Guantanamo festzuhalten und sich dadurch im gesamten Rest der Welt unbeliebt zu machen - und damit neuen Terror zu nähren? Nein. Dieser Präsident ist kein armer Schwächling, der nicht anders konnte (das wäre verzeihlich), sondern ein Dummkopf, der durch blindes Draufhauen den Haß auf die westliche Welt - und damit den Nährboden für den Terrorismus - entscheidend gestärkt hat. Operation gelungen, Patient tot, nach mir die Sintflut. Gratuliere.

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04. Oktober 2008 20:12

Ein Artikel, der sich nicht einmal fragt,

Paul Mittelsdorf (norublenka)

ob es eventuell auch Menschen gibt, denen es jetzt, da die Taliban und Hussein nicht mehr regieren, besser geht. Sich überall heraushalten und am liebsten gar nichts machen, wie es die meisten Länder Europas zu tun pflegen, hat weder etwas mit Verantwortung zu tun noch mit Friedensliebe. Das ist zu einem großen Teil auch Gleichgültigkeit.

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04. Oktober 2008 19:57

Ein Positive Sache ...

Frank Geiser (geiser123)

... muss man Amerika und der Demokratie zu Gute halten. Selbst wenn man mit seinem Praesidenten ins Klo greifft hat man nach vier Jahren die Moeglichkeit Ihn abzuwaehlen. Das gibts in vielen Laendern nicht.

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04. Oktober 2008 19:50

George W. Bush

Jörg Schulte (gimil1)

George W. Bush wurde zweimal von der amerikanischen Gesellschaft zum Präsidenten gewählt, womit sich die ausgeprägte Ignoranz einer ganzen Gesellschaft zeigt!

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04. Oktober 2008 19:44

Schmerz oder Scherz? President or Representatives?

Hans-Jörg Eitel (schnippchen)

Ein Zitat, ein Bild, und eine Anmerkung oder: Der Tribut der Dinge. „Ihr gebt den Zehnten von Minze, Dill und Kümmel und laßt das Wichtigste im Gesetz außer Acht: [...]* Man muß das eine tun, ohne das andere zu lassen. Blinde Führer seid Ihr: Ihr siebt Mücken aus und verschluckt Kamele.“ En passant: Bravo Mr. S. Garrett. Aus welchem Grund auch immer: An diesem Tag ein Souverän geblieben. God bless America. *Nachzulesen bei: Matthäus 23, 23.

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04. Oktober 2008 19:12

Herr Müller, bitte vergessen Sie nicht, daß ...

Rolf Huchthausen (huchthausen)

es die Clique rund um Bush und Cheney ist, die die USA in der Außenansicht eher wie eine Vetternwirtschaft als eine Volkswirtschaft darstehen läßt. Diese Art der Elitenwirtschaft ist feudalgeldaristokratisch. Mal ganz abgesehen von der Megasause, die sich die Truppe um Finanzminister Paulsen da geleistet hat, eine viel bezeichnendere Aktion ist die Zurverfügungstellung von Sonderkrediten aus dem Volksvermögen für die amerikanische Autoindustrie. Eine handvoll Versager rennt zu ihrem guten Freund und Präsident und bettelt um Sondervermögen, um 10 Jahre Fehlentwicklung im Automobilmarkt zu korrigieren in straffähiger Vernachlässigung von klar ablesbaren Markttendenzen. Das ist Bush's historisches Versagen als Präsident zukunftsfähige Impulse zu setzen, gezielte Steuerung durch verantwortungs- und problembewußtes Regierungshandeln zu gewährleisten und - am allerschlimmsten - den Großteil der Bevölkerung schlicht und ergreifend hinters Licht zu führen. Das erstaunlichste ist, dass der Kerl erst am Ende seines 2. turns unter Druck zu geraten scheint. Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber. Das hat dann allerdings wieder etwas mit Demokratie zu tun.

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04. Oktober 2008 19:09

Hat Anne Frazer Herrn Schirrmacher verstanden?

Stefan Bönsch (Stefan358)

Die Diskussion unter den Lesern zeigt, wie gespalten die (hier teilweise vertretene) deutsche Öffentlichkeit in der Frage ist, wie die Regierungszeit von George W. Bush bewertet werden soll. Herr Fr. Schirrmacher jedenfalls hat es geschafft, mich und, so sieht es aus, auch andere Leser, wie z.B. Anne Frazer, komplett zu verwirrren. Ich jedenfalls muß zugeben, seine Gedankenflüsse mitunter überhaupt nicht zu verstehen. So einen wirren und abgehobenen Artikel habe ich schon lange nicht mehr gelesen, auch in der FAZ nicht. Leserin Anne Frazer z.B. jedenfalls schiebt die Schuld der vielen Toten im Irak einfach dem amerikanischen Präsidenten in die Schuhe, statt so ehrlich zu sein, und zu sagen, daß es die moslemsichen "Glaubensbüder" selber sind, die Familienväter und Kinder brutal ermorden, und nicht, wie bei amerikansichen fehlgesteuerten Raketen, vielleicht ein Dutzend, sondern dann direkt 40 oder 50 oder 70. Haat sie den ZAZ-Reporter auch nicht verstanden? Offensichtlich ist auch, daß Themen wie Abtreibung, embryonale Stammzellforschung oder Schutz der Familie bei uns in Deutschland längst nicht mehr angesprochen werden (dürfen), denn dann müßte man Präsident Bush ja auch ein Kompliment zu seiner Politik machen.

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04. Oktober 2008 18:38

Armer, gebeutelter Starkommentator

Konstantin Schneider (bundesboy)

Durch Bush ist das neue Millennium bisher wahrlich nur ein "Müllennium", d.h. die acht verlorenen Jahre, die die Menschheit diesem Mann zu verdanken hat, der alles gab, um uns nachhaltig zu verärgern, sind auf dem Weg zur Tilgung der Schulden eine schwere Hypothek. Doch Bush hat nicht alleine Schuld. Seit Maggie Thatcher fährt die Welt der Reichen bzw. deren Lehrlinge Schlitten mit den normalen Menschen. Alles, was sich ökonomisieren liess wurde ökonomisiert, bis hin zur Altenpflege, weshalb von Methusalem-Komplott eigentlich keine Rede hätte sein dürfen, denn es ist ein Komplott des Kapitals gegen alle demokratisch regierten Menschen gewesen, was angesichts der starken Verdienstanreize zunächst nur niemandem auffiel. TINA=There Is No Alternative ist nämlich zutiefst undemokratisch Die Wende zum Schlechteren kam aber tatsächlich aus den USA, die sich gnadenlos verschuldeten und die Welt mit falschen Versprechungen dazu verleiteten ihr alles zu leihen, was man selbst gespart hat. Ein Land, dass in China täglich 2,6 Milliarden Dollaranschreiben lässt, also über 900 Milliarden dort binnen eines Jahres verkonsumiert, ist für den Rest der Welt nicht tragbar. Schlimm ergeht es jetzt denen, die aus ihrem Traum erwachen.

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04. Oktober 2008 18:21

Das geistige Embryo Bush

Ulrich Huwe (uhuwe)

eine glänzende Analyse. Das einzig Bedauerliche ist, dass sie erst jetzt geschrieben wurde und nicht bereits nach der Kriegserklärung an den Irak. Und zu Schröder mag man stehen wie man will. Er hat uns zumindest mit Zivilcourage davor bewahrt, noch mehr durch Bush in die Leidenspflicht genommen worden zu sein. Hoffentlich bleibt uns im Rest dieses Jahrhunderts ein solcher Blender und amoralischer Spieler wie Herr Bush erspart.

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04. Oktober 2008 18:04

Eine gute Sache gibt es

Klemens Schwieters jun. (schwieters-bayern)

die die "Herrschaft der Falken" für uns Europäer und vor allem für uns Deutsche hat. Es ist das Erwachsenwerden unserer eigenen Demokratie. Kein hinter her hecheln mehr, wie ein zu gehorsam geprügelter Hund. Das demokratische Kind BRD ist groß genug, um den Eltern auch mal zu widersprechen, vielen Dank Geogielein. Wir haben nicht an vermeidlich wirtschaftspolitischen Angriffen teilgenommen und wir lieben unsere Freiheiten auch für die "Bösen" - die einen mehr, die anderen, wie der Schäuble, weniger - und wir reden lieber länger über Probleme als gleich zum Stiefel und Kruppstahl zu greifen. Obwohl wir darin sehr gut sind und es bisher "nur" für Alleinherrscher und nie für die Freiheit taten!

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04. Oktober 2008 17:57

Und was schrieb die F.A.Z. damals?

Jürgen Busch (jotabene)

Sehr geehrter Herr Schirrmacher, was hat die - manchmal wohltuend konservative - F.A.Z. damals, zeitnah zu den jetzt zitierten Prophezeiungen John Bergers geschrieben? Waren ihr diese Prophezeiungen evtl. gar nicht aufgefallen oder blieb sie in einer Art innerem Widerstand stumm? Manchesmal mag ich meinem Gedächtnis nicht trauen, daher diese Fragen.

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04. Oktober 2008 17:38

Bush hat sowas nicht verdient!

Franz Müller (Franzy)

Ich stimme weder mit dem Beitrag noch mit den meisten Kommentaren überein. George Bush hatte sich wahrhaftig eine andere Präsidentschaft gewünscht. Wie hätten Sie denn die USA geführt, wenn Sie Präsident gewesen wären und auf den 11. September hätten reagieren müssen? Die 1,2 Millionen Toten im Irak, von denen in einem Kommentar die Rede ist, wurden größtenteils nicht von amerikanischen Soldaten getötet, sondern von irakischen Bombenlegern selbst. Die Finanzkrise - haben nicht unsere möchtegern-supergescheiten Financiers aus Europa kräftig mitgemischt und mit eigenen gigantischen Käufen die Blase energisch mit aufgedunsen? Es ist eine Unfairnis und Sauerei sondergleichen, was dem amerikanischen Präsidenten hiermit angetan wird. Mich widert die europäische feige Selbstgerechtigkeit an.

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04. Oktober 2008 17:12

Frau Frazer

Anna-Maria Lanz (am.lanz)

Ja, der Ölbefreiungskrieg der Amerikaner im Irak ist wohl das größte Verbrechen des G. W. Bush. Danke insofern für den Hinweis. Übrigens: Das Magazin "MONITOR" brachte am 25. September 2008 eine indessante Sendung in der ARD: "Blood for oil? – Wie die US-amerikanische Öl-Industrie den Irak erobert" .... war der Titel. Donald Rumsfeld, ehemaliger Verteidigungsminister : "Das Öl gehört dem irakischen Volk." George W. Bush, US-Präsident : "Ihm gehört das Öl, dem irakischen Volk." Im Schatten der Finanzkrise sind die US-Amerikaner gerade dabei ein "irakisches Ölgesetz" zu installieren, wodurch das irakische Volk bzgl. des Roh-Öls weitgehend enteignet wird. Das Kriegsziel der US-Amerikaner scheint fast erreicht zu sein.

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04. Oktober 2008 15:45

@Paul Franklin (PaulSilas)

Tom Engel (Tom_E)

"Wie oben schon erwähnt, ohne 9/11 wäre Bushs Amtszeit völlig anders verlaufen. Was hätte er nun besser machen sollen?" Z.B. nicht unschuldige Menschen verschleppen und foltern lassen? Z.B. ueberhaupt keine Menschen foltern lassen? Vielleicht nicht in einen Staat einfallen, der mit 9/11 nichts zu tun hatte? Vielleicht ueber wirksamen Klimaschutz nachdenken? Vielleicht die Rechte der US-amerikanischen Buerger achten? ... "Obama wird seine Entscheidungen auf den gleichen Tatsachen treffen müssen, die Bush berücksichtigen musste." Es waere bereits ein grosser Fortschritt, wenn der naechste Praesident auf der Grundlage von Tatsachen entschiede und nicht Tatsachen verboege, um seine Plaene zu rechtfertigen (siehe Irak).

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04. Oktober 2008 14:23

An die Zukunft glauben

Dieter Wundrak (wundi)

Nach dem 2. Weltkrieg war es Amerika, welches Europa wieder Hoffnung gab. Jetzt ist es an uns Europäern, dass wir den Amerikanern wieder Hoffnung machen. Anfangen müssen jedoch die Amerikaner schon selbst. Zunächst einmal den richtigen Präsidenten wählen. Und dann wieder ethische Grundbegriffe einführen. Es gab alles schon auf der Welt, so gemäss Bibel auch das goldenen Kalb. Also haben Menschen schon früher einmal alles überzogen. Und wenn man den Amerikanern vormachen möchte, was man unter Ethik versteht, dann müssen wir auch bei uns anfangen. Nur ein paar ganz wenige Gedanken dazu: Erst sparen, dann konsumieren. Scheidungsrate überdenken, Löhne so gestalten, dass auch der normale Mensch sie akzeptieren kann, ganz einfach ein Mensch sein mit "Man muss seinen Mitmenschen lieben wie sich selbst". Und nicht nur Wirtschaftsvertreter und Politiker sollten in sich gehen, sondern eben wir alle auch, die nicht zu dieser Kaste gehören. Und dies weltweit. Und wie gesagt, erst bei sich anfangen und dann wird es schon gut herauskommen. Erwarte ich da zu viel, nein so glaube ich. Aus Fehlern wird man klug. Auch Journalisten/Innen sollten klüger werden, indem sie viele Beiträge darüber bringen.

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04. Oktober 2008 12:37

angenommen,

Naim Naim (abduho)

wenn das McCain/Palin - Duo die Wahlen gewinnt.., bleibt es alles beim Alten, wie in den letzten 8 Jahren, oder? Grob gesagt: Bush ist nicht das ganze Unheil, leider!

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04. Oktober 2008 12:34

Was ist sein größtes Verbrechen?

Anne Frazer (Anne.Frazer)

Wer trauert um die irakischen Opfer?! Man kann nicht of genug darauf hinweisen: Eine Studie kommt zu dem Ergebnis, daß im Irak seit Beginn des von den USA geführten völkerrechtswidrigen Angriffskrieges bereits über 1,2 Millionen Menschen getötet worden sind. Im September 07 veröffentlichte das britische Marktforschungsinstitut ORB das Ergebnis einer Befragung von 1.499 Erwachsenen im Irak. Dabei war ihnen die Frage gestellt worden, wieviele Angehörige ihres Haushalts seit Beginn des Krieges infolge des Konflikts - und eben nicht eines natürlichen Todes - gestorben seien. Auf die Gesamtzahl der Haushalte im Irak hochgerechnet ergibt sich hieraus laut ORB eine Gesamtopferzahl von 1.220.580 gewaltsam ums Leben gekommener Menschen seit Beginn des Krieges. Im Januar 2008 veröffentlichte "ORB" (opinion.co.uk) das Ergebnis einer Überprüfung der Studie: "By and large the results are in line with the ‘urban results’ and we now estimate that the death toll between March 2003 and August 2007 is likely to have been of the order of 1,033,000. If one takes into account the margin of error associated with survey data of this nature then the estimated range is between 946,000 and 1,120,000." Mutm. Kriegsverbrecher gehören vor Gericht ....

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04. Oktober 2008 10:53

Danke

Benedikt Gresser (Benediktus)

Ein hervorragend differenziertes Bild. Danke Frank Schirrmacher.

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04. Oktober 2008 10:28

Deckel drauf

juergen brittner (oldcastle)

Deckel drauf und G.W.Bush vergessen. Nur noch wenige Tage und diese Episode ist gottseidank vorbei. Dieser Mensch hat gelogen, betrogen, taktiert, die Demokratie mit Fuessen getreten, nur seine Unfaehigkeit ist groesser als der Schaden den er angerichtet hat Folter und Aussetzen der Menschenrechte ist sein Verdienst, die Nichtanerkenntnis des Gerichtshofes in Den Haag, Kyoto Protokoll, Ausbeutung von Naturschutzgebieten, Foerderung des Glaubensextremismus (zu wem hat Gott schon gesprochen und es oeffentlich gesagt?),Guantanamo, usw. Wir sollten die Soldaten betrauern die er in den Tod geschickt hat, tausende, die Ihm vertrauten und glaubten was er sagte. Hunderttausende Zivilisten, Frauen, Kinder starben fuer seine bessere Welt. G.W.Bush schoenzureden ist Amnesie.

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04. Oktober 2008 09:49

Der gut alter Bush??

berthold ehlen (bertehlen)

Ich bins der Deutscher auf Hawaii. Ok der Man ist ja Ein wie kein andere das muss doch jeder zugeben. Sehen wir mal davon ab das: Globale erwärmung nicht "gibt", oder das der Irak von Saddam Hussein in die anschläge 11.sep verwickelt war, oder was danach kam mit der "Patriot act", hinzu "Ich schaute in seinen(Putin) augen und habe was gesehen?", oder der USA braucht den ABM vertrag nicht mehr, oder der nur halbherzigen versuch in Afghanistan(und nicht den bin Laden in ToraBora schnappte), oder der größte defiziete einer Presidentschaft, von Bildung bis zu Kranken Versicherung ganz zuschweigen. ect ect. Der Bush hat auch gutes getan. Er hatte das erste Schwartze ausen minister, dan den ersten Schwartzen weiblichen ausen minister. Wäre das nicht der fall gebe es vielleicht den Obama heute? Oder? Ich perönlich mag seiner politik nicht aber vieleicht ist er ja auch ein ganz netter kerl. Der ganz nebenbei seinen freunde zu Ein haufen geld verholfen haben. Hoffen wir das der Obama die wahl gewint. Hoffen wir das die americaner ihren wahlmänner zum teufel jagen, und das sie wie alle andern Demokratischen länder wählen. Das der jenigeder die meisten stimmen hat, hat gewonnen. Den das ist ja wirklich Demokratie. Der inselaner

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03. Oktober 2008 23:57

Reicht ein Obama?

Paul Franklin (PaulSilas)

Wie oben schon erwähnt, ohne 9/11 wäre Bushs Amtszeit völlig anders verlaufen. Was hätte er nun besser machen sollen? Und wäre es nicht besser gewesen, wenn der Europäische Westen sich nicht von der Bush-Regierung abgewendet, sondern sich dem ziel, den internationalen Terrorismus zu bekämpfen angeschlossen hätte? Es ist immer sehr einfach auf einen unbeliebten Präsidenten einzudreschen. Aber wer hätte in seinen Schuhen wandeln und dabei glänzen können? Wer nun erwartet, dass ein Präsident Obama alles viel besser entscheidet, der wird enttäuscht werden. Denn der Geheimdienst, Washington und Lage der Nation werden nicht auf einmal anders sein. Obama wird seine Entscheidungen auf den gleichen Tatsachen treffen müssen, die Bush berücksichtigen musste. Der Unterschied wird sein, dass Obama mehr auf seine Parteifreunde hören wird, so wie Bush auf seine Parteifreunde hörte. Ob das besser sein wird, bleibt abzuwarten. Reicht ein Obama? Nein. Aber ein McCain könnte reichen.

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03. Oktober 2008 23:49

Bush ist irrelevant

gisbert heimes (gisbert4)

Jeder einigermaßen moralisch und intellektuell redliche Mensch wird Frank Schirrmacher im wesentlichen beipflichten. Allerdings sehe ich in der Person Bush auch nur die Sumpfblüte auf der Kloake, in die das Regime einer ideologisierten Wettbewerbsordnung unsere Gesellschaften verwandelt hat. Die bewußte Regression von Demokratie und Kapitalismus hat schon mit der Ära Reagan ('Reagonomics', 'Thatcherismus' = angebotsorientierte Wirtschaftspolitik, Deregulierung, Privatisierung, Steuerentlastung - was sich bis in die Kanzlerschaft eines Gerhard Schröder ausgewirkt hat) und seinen Chicago-Boys eingesetzt. In jener Zeit wurden die Entwicklungen vorangetrieben, die vorerst in der gegenwärtigen Finanzkrise gipfeln. Die Amoralität einer Wirtschaftsordnung, die trotz ihres technischen Standards keine Befriedung der Menschheit schafft, ist der Hintergrund, auf dem sich solche Figuren wie Bush abbilden. Begriffe wie Demokratie, Freiheit, Menschenrechte sind in der Tat zu Kampfbegriffen und Beschwörungsformeln der materiell interessierten Eliten verkommen. Die aktuelle Diskussion in der Finanzkrise zeigt, daß diese Geld- und Machteliten nicht bereit sind, von ihren heuchlerischen Positionen abzurücken.

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03. Oktober 2008 23:40

Wir müssen selbst erwachsen werden

Wolfgang Sohst (sohst)

Schirrmacher trifft den Nerv der Zeit. Der politisch-moralische Schaden, den Bush der Welt angetan hat, ist in Wirklichkeit noch viel größer als der wirtschaftliche, den er durch Krieg und Günstlingswirtschaft den Amerikanern und letztlich der ganzen Welt angetan hat. Das Problem ist letztlich nicht dieser US-Präsident, sondern die Gesellschaft, die ihn hervorgebracht hat. Das haben gerade wir in Deutschland bereits mühsam gelernt. Deshalb dürfen wir nicht im Mündel-Reflex der Nachkriegsgeneration verharren. An Schirrmachers Beitrag stört mich seine pathetische Agonie. Gerade der von Bushs Vasallen Rumsfels als "altes Europa" verhöhnte Kulturraum hat die Geschichte und damit die Potenz, die Ideale, die Amerika insgesamt (und nicht nur der seltsame Herr Bush) verraten hat, wieder zu erneuern - und dies womöglich mit weniger militärischer und wirtschaftlicher Aggression, als die USA dies bereits seit 40 Jahren praktizieren.

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03. Oktober 2008 23:18

Liebe Frau Sylvia Fox (SylviaFox)

Gustav Lebeding (Lebeding)

Es ist eben nicht so heute im Jahr 2008, nach der Regierungszeit des Herrn Bush jun., dass jedwede Kritik an seine Regierungsarbeit gleichzeitig Antiamerikanismus bedeutet. Heute, im Jahr 2008, sind Menschen auf der ganzen Welt klüger geworden und haben erkannt, dass Herr US-Präs. Bush nicht gerade die besten Eindrücke seiner Politik hinterlassen hat. Sie können nicht hergehen und all diese Kritiker der Bush-Regierung auf der ganzen Erde als Antiamerikanisten beschimpfen, ohne als blauäugig, blind und autoritätshörig zu gelten. Und nur keine Kritik äußern - tja, wie schon zu Bismarcks Zeiten oder in den 30ern oder in der DDR: auch hier galten die Regime-Kritiker als Anitibürger und Staatsfeinde. - Verzeihung, wenn's zu hart klingt, aber dieser Antiamerikanismus-Vorwurf ist wirklich absurd! Herr Schirrmacher möchte doch bitte auch mal die Kaukasusgeschichte so kritisch analysieren. Denn hier sind bereits die neuen Propagandasteine der Bushisten gelegt, wenn selbst Rice erklärt, der Russe sei der Aggressor ...

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03. Oktober 2008 23:08

Nachrede

stefan rauck (faz_2)

Darf man erst denken, wenn den Dämon die Kraft verlässt? Vielleicht handelt es sich auch nur um einen Dummkopf mit Reichweite.

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03. Oktober 2008 22:21

Bush, na und?

Hans Meier (HansMeier555)

Sehr geehrter Herr Schirrmacher, haben Sie meine Anerkennung für Ihren Mut! Nur weiß ich nicht genau, was Sie mit folgendem Satz meinen: "Das deutsche Nachkriegsbürgertum, das sich in den großen Volksparteien sammelte, hat keine Utopie entwickelt, die nennenswert über den amerikanischen Traum und das Urvertrauen in dessen demokratische Garantien hinausging." Soll man das tatsächlich so verstehen, daß das deutsche Nachkriegsbürgertum seine Leitvorstellung nur die nur in "Garantien" oder transatlantischen "Träumen" wiederfand, und nicht etwa in den demokratischen Werten selbst? Soll man das so verstehen, daß das Bekenntnis zur "Demokratie-und-Marktwirtschaft" tatsächlich nichts anderes war als Anbiederung an eine bestimmte ausländische Besatzungsmacht? Denken Sie vom deutschen Nachkriegsbürgertum wirklich so schlecht? Und brauchen wir die Identifikation mit den USA [mit Europa, dem "Abendland"] überhaupt, um die Demokratie und Menschenrechte als zentrale Werte anzuerkennen? Ich dachte immer, das seien universale Werte, die absolut gelten und und unter allen Umständen verteidigt werden müssen -- egal gegen wen.

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03. Oktober 2008 22:15

Wofür steht Amerika? (An M. May)

Maximilian Gold (faz.ke)

an M. May: Ich gebe Ihnen durchaus in Teilen recht, dennoch schreibe ich diese Zeilen nur, um Ihnen eine kurze Frage zu stellen: Was meinen Sie mit "alles verraten für das Amerika steht"? Außerhalb der USA (ich nehme an, Sie meinten nicht den Kontinent) steht dieses Land bereits seit langer Zeit nicht mehr für die Werte, die Sie offensichtlich noch in Erinnerung haben...und damit möchte ich mich nicht vornehmlich auf den Antiamerikanismus beziehen, der im neuen Jahrtausend als "schick" gilt. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie sich erklären könnten.

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03. Oktober 2008 22:11

Gewählt und wiedergewählt

Jürgen Zwiebel (Konspirant)

Ist es zu fassen? Die wählen den wieder. Nach den ersten 4 Jahren wählen die Amis den nochmal. Wahrscheinlich für Sätze wie: "Ja ich hatte ein Alkoholproblem aber Gott hat mir den Weg gewiesen." Der mächtigste Mann der Welt, kann sowas sagen. Da ist doch nicht Bush das Problem, sondern das Volk. Sagt nur keiner, weil die Ohnmacht vor diesem Komplex einfach zu groß ist.

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03. Oktober 2008 21:54

Superplus

Reinhart Gruhn (rgruhn)

Wow! Der beste Kommentar der FAZ zu Bush, das Beste von Frank Schirrmacher!

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03. Oktober 2008 21:32

Untertanen

Rolf-Peter Lacher (Ganbat)

Vor allem hat Bush aus den Menschen in den USA Untertanen gemacht, die gezwungen waren, angesichts der Narreteien dieses Präsidenten zu heucheln und alles mitzumachen. Er hat sie gezwungen, die Haltung der Untertanen im Märchen einzunehmen, die sich nicht eingestehen durften, das der Kaiser nackt ist. Und wenn sie sich dessen bewußt waren, dass er charakterlich und intellektuell den Herausforderungen seines Amtes nicht genügte, so mußten sie sich damit trösten, dass er immerhin demokratisch gewählt ist und deswegen einen Anspruch auf Loyalität hat. Wären die US-Amerikaner in der Tat Demokraten, dann hätte die Öffentliche Meinung diesen Präsidenten aus dem Amt gejagt, dann hätten die Offiziere sich auf die Verantwortung für ihre Soldaten besonnen und hätten die unsäglich dummen Befehle dieses Präsidenten nicht befolgt, zumal jeder wissen konnte, dass der Irak-Krieg ein Dummheit war und ist. Demokratische Legitimität kann doch nicht bedeuten, dass Beamte und Soldaten und Journalisten jede Dummheit mitmachen. Es gibt Fälle, da das Volk die Souveränität zurücknehmen muss, wenn diejenigen, denen es sie anvertraut hat, versagen.

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03. Oktober 2008 21:01

Auch Sie, Herr Schirrmacher!

arno brokamp (arno_brokamp)

Nicht nur "viele kluge Leute", auch Sie selbst waren vor historisch gesehen kurzen 7 Jahren diesem Herrn Busch auf den Leim gegangen. Würden Sie sich trauen, Ihren Kommentar auf Herrn Buschs Rede nach dem 11. September noch einmal abzudrucken, sich ihn auch nur noch einmal in Erinnerung zu rufen? Ich kann mich noch an ihn erinnern. Ich erinnere mich auch daran, dass ich ihn amüsiert bis entsetzt gelesen habe als junger Mann von 22 Jahren. Helfen Sie mir und uns doch bitte, den genauen Wortlaut zu rekonstruieren. Verkündeten Sie damals nicht mit einem Anflug von Entrücktheit, dass Herr Busch mit seiner zunächst vermeintlich konzilianten Reaktion die "westliche Welt neu erfunden habe"? Der Ehrlichkeit halber hätten Sie Ihren eigenen NAmen neben diese Reihe kluger und nicht so kluger Verehrer setzen sollen!

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03. Oktober 2008 20:56

Bush = Ed Wood der Politik

Michael May (M.May)

George W. ist der Ed Wood der Politik: Plan Zero from Outer Space. Nein, ich bin kein Amerika Hasser. Ich wünsche mir im Gegenteil ein starkes Amerika, das Führung zeigt. Aber dieser Präsident hat alles verraten für das Amerika steht und was sind die Folgen: Massivster wirtschaftlicher, moralischer und politischer Machtverlust Amerikas an allen Fronten. Selbst der (ihm im Glauben an eine göttliche Bestimmung ähnliche) iranische Präsident, der eine große Gefahr für uns bedeutet, macht sich über ihn lustig. Schlimmer geht's nimmer. Bush hatte keine Strategie, keinen Plan B, keine Ahnung von anderen Ländern. Er wollte aber zeigen, dass Amerika allein das Recht hat, Präventivkriege zu führen. Aber auch militärisch geht es bergab. It's the economy, stupid! hat Bill Clinton mal gesagt, den George W. wegen fehlender Moral an den Pranger stellte. Nun, soviel wie die Bush Administration hat wohl bisher keine amerikanische Regierung bewußt die Unwahrheit gesagt. Es ist fast ein Treppenwitz der Geschichte, dass unter seiner Regierung die größte Finanzkrise der USA entstanden ist. Lange wird China den amerikanischen Lebensstil nicht mehr bezahlen. Dieser Präsident ist ein Unglück für Amerika und seine Freunde (die gibt es wirklich).

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03. Oktober 2008 19:44

Bittere Erkenntnis ?

Ingo Lange (Ingoatwork)

Bush war bedauerlicherweise die sehr eindeutige Erfahrung, wie schändlich all die so "klugen" Leute der bereitwillig folgenden Nationen mit den Widersprechenden gegen Terrorismuswahn und die Aufloesung jeder Rechtsstaatlichkeit umgegangen sind (eben leider auch in Deutschland). Das ist die eigentlich erschütternde Erkenntnis ! Der damalige Hitlervergleich war, was die Methoden angeht, die ganze Welt in ihrer "moralischen Illusion" zu erschüttern (eben diese Illusion hält die Welt zusammen und hat damit etwas sehr Wahrhaftiges), garnicht so verkehrt. Aber wahrscheinlich darf man das heute immer noch nicht laut sagen ...

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03. Oktober 2008 19:31

Fehler im System?

Michael Puschendorf (micha_p)

Die Frage ist doch, wie konnte ein derart nicht qualifizierter Mann auf den Posten eines amerikanischen Präsidenten kommen (Außenpolitik war ja wohl ursprünglich nicht so sein Thema und die Welt eher in schwarz und weiß unterteilbar)? Was ist also der Fehler im amerikanischen System? Und versuchen die Republikaner nicht jetzt mit Frau Palin wieder jemanden auf einen wichtigen Posten zu heben, der ein vergleichbar simples Bild von der Welt hat?

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03. Oktober 2008 19:16

"Die Welt gezwungen, in seinem Kopf zu weilen"? Von was reden Sie?

Sylvia Fox (SylviaFox)

"Die Kriegserklärung an den Terrorismus hat längst Züge einer Kampfansage an das überlieferte europäische Menschenbild." Was für ein Unsinn! Um ehrlich zu sein, verstehe ich an manchen Stellen gar nicht, von was der Autor überhaupt redet. Die Kriegserklärung an den Terrorismus ist eine Kriegserklärung an den Terrorismus, Gott sei Dank, und nicht an das überlieferte europäische Menschenbild. Ich glaube, Geoge W. Bush wird eher positiv in die Geschichte eingehen. Er steht für die Verteidung unserer westlichen Werte wie Demokratie, Menschenwürde, Freiheit. Er hat einen schrecklichen Diktator beseitigt. Viele junge Amerikaner und Amerikanerinnen sind für diese Werte und im Kampf gegen Terroristen gestorben. Angst macht mir nicht George W. Bush, sondern die Tatsache, dass Artikel wie dieser von Hr. Schirrmacher, der den deutschen Antiamerikanern das Wort redet, in einer seriösen Tageszeitung erscheinen. Dass man von 90% der Bevölkerung quasi als bösartiger Faschist betrachtet wird, wenn man Bush positiv beurteilt. Das macht mir Angst.

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03. Oktober 2008 19:04

Späte Einsicht

Frank Muschalle (Royalflush)

Als im April 2001 ein US-amerikanisches Spionageflugzeug mit einem chinesischen Kampfjet kollidierte und zum Absturz brachte, war es vor allem die aggressive amerikanische Rhetorik, die uns die Luft anhalten ließ. Es sah damals -kurz nach Bush's Amtsantritt und kurz vor dem 11. September- so aus, als stünde uns die lange angekündigte Konfrontation der alten mit der neuen Weltmacht bevor. Die Konfrontationslinie wurde dann doch eine andere. Darf man daran erinnern, wie jeder Kriegsgegner und jeder Kritiker des Präsidenten George W. Bush aus gewissen Kreisen -darunter die FAZ- des Antiamerikanismus geziehen wurde? Darf man daran erinnern, dass die Schere im Kopf für längere Zeit auch in deutschen Redaktionsstuben ihr Werk tat? Das aus der Kritik am Amtsinhaber auf ideologische Ressentiments gegenüber unseren amerikanischen Freunden geschlossen wurde? Und darf man an die peinliche, ranschmeisserische Rhetorik einer deutschen Kanzlerkandidatin auf transatlantischer Wahlkampftour erinnern? Wessen moralisches Wertsystem intakt war, verstand schnell und intuitiv, mit wem wir es hier zu tun hatten. Mit Opportunisten, denen die Privatisierung des Politischen genauso leicht von der Hand ging wie heute die Politisierung des Privaten.

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03. Oktober 2008 19:02

Die andere Seite

Lothar Woelfel (LWoelfel)

Die richtige Antwort auf die Angriffe der Islamisten seit 1997 konnte ab dem 11. September nur lauten: Krieg den Islamisten, den Dschihadisten und deren Unterstützer. Die UN, die EU hatte sich ohnmächtig gegenüber den Terroristen, ihren Unterstützern in Afghanistan, Saudi-Arabien, VAE, Indonesien usw., und dem Kriegstreiber Saddam Hussein gezeigt. Die konsequente Haltung Bushs zwang viele islamische Länder Farbe zu bekennen: entweder für die USA oder für die Terroristen. Bush leitete in Pakistan die Wende ein. Bush verhinderte die Verbreitung von Atomwaffen in unsicheren Staaten (Nord-Korea, Libyen, Irak). Die Integration Chinas in die Gemeinschaft positiver Länder gelang unter Bush. Georg W. Bush ist nicht gescheitert. Wie bei Ronald Reagan, beschimpft und ausgelacht zu Beginn seiner Präsidentschaft, wird sich ein objektiveres, gerechteres Bild von Georg W. Bush erst nach seiner Amtszeit verbreiten.

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03. Oktober 2008 18:49

Ich kann es fast nicht

heinz peter (pitiplatsch)

glauben. Dies ist der beste und ehrlichste Kommentar den ich je in de FAZ gelesen habe. Ich finde es mehr wie gut dass diesem Verbrecher an der Menschheit nicht mehr hinterhergeschleimt wird. Nur kommt diese Einsicht viel zu spät, aber sie kommt wenigstens. Alle Achtung ich bin ehrlich erstaunt.

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03. Oktober 2008 18:21

Bush - bashing der schlichten Art.

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

Schirrmacher reiht sich ein bei denen, die sich darin gefallen, den amerikanischen Präsidenten dafür verantwortlich zu machen, daß sie selbst nicht wissen, was sie denn richtig finden sollen. Was soll`s schon? Zumal Schirrmacher dabei ganz vergißt uns mitzuteilen, was hätte besser gemacht werden sollen - und vor allem wie denn nun. Ein paar Zitate aus US-Quellen über Bush zu finden, ist nicht schwer. Sie in einen destruktiven Kommentar einzubauen, ebensowenig.

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03. Oktober 2008 18:05

Der Glanz der Wahrheit

Alex Popa (apopa)

Ein herausragender Artikel! In seiner fatalistischen Übersteigerung akzentuiert er punktgenau den Verlust des Glaubens an uns selbst den die Bush'sche Verhöhnung der Welt und unser Zuschauen generierten. Ein brillianter Artikel. (PS: Herr Schirrmacher, ich hätte den Titel nur mit etwas mehr Pathos versehen, um darin die Wirkung des Artikels kulimieren zu lassen z.B. "Die Stunde Null". Dennoch vielen dank für die intelligente Erkenntnis. In der Einsicht liegt der Anfang.)

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03. Oktober 2008 17:44

Nur aussergwöhnliche Persönlichkeiten versagen nicht

joachim bovier (jbovier)

Ihre Unterstellungen gegenüber Präsident Bush gehen doch etwas weit und erinnern an Verschwörungstheorien. Ist die Wahrheit nicht vielmehr, dass die Tragik Bushs nicht in der Theorie, sondern in der praktischen Umsetzung, in einer Häufung handwerklicher Fehler liegt? Dass dann auch noch viel Pech dazukam, dass hier ein Mann, der in gewöhnlichen Zeiten durchaus einen passablen Präsidenten hätte abgeben können, durch 9/11 und die Folgen hoffnungslos überfordert war. Machen wir uns nichts vor, der internationale Terrorismus ist ein Krieg neuer Dimension, weil der Feind nicht geographisch lokalisierbar ist, aber keineswegs eine leichtere Herausforderung als es der II. Weltkrieg war. Ich wage die Behauptung, dass die vielen die heute im Rückblick wissen, was alles schief gelaufen ist, in der konkreten Situation auch versagt hätten. Es sind seltene Stunden der Geschichte, wenn diese selbst sich die großen Männer sucht, die das Format haben, die Herkulesaufgaben ihrer Zeit zu bewältigen. Ich wage nicht zu denken, wie wohl der II. Weltkrieg ausgegangen wäre, hätte das Schicksal in dieser Stunde nicht überragende Persönlichkeiten wie Winston Churchill, Franklin D. Rossevelt und Charles de Gaulle zur Führung der freien Welt berufen.

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03. Oktober 2008 17:27

???

Joachim Klein (joachim.klein)

In diesem Artikel werden aus meiner Sicht sehr viele unterschiedliche Probleme mit unterschiedlichen Ursachen zu einem verworrenen und in sich verdrillten Knäuel zusammenargumentiert und mit einer apokalyptischen Grundstimmung unterlegt, um dann die Schuld für all diese Schwierigkeiten auf den Mann zu schieben, auf den sich im Moment am leichtesten schießen lässt. Eine solche Simplifizierung sollte ein Hr. Schirrmacher, vor dem ich ansonsten viel Respekt habe, nicht nötig haben... Die gegenwärtigen Krisen sind sicherlich sehr bedrohlich und in ihrem zeitlichen Zusammenfallen problematisch, und ob der Angriff auf den Irak am Ende doch noch etwas Gutes gebracht hat, muss die Geschichte noch zeigen. Aber eine solche intellektuelle Stammtischrhetorik hilft niemandem weiter.

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03. Oktober 2008 17:24

PS

Ivo Huber (jimmycarter1)

Ihr Verweis auf Bushs Entstellung der Begriffe Demokratie, Freiheit etc.: In diesem Mißbrauch findet sich wohl der Schlüssel für den Erfolg Obamas. Seine Rhetorik kommt genau deshalb so gut an, weil sie verspricht, diesem Mißbrauch ein Ende zu setzten. Sie ist damit eben nicht bloße Rhetorik sondern von potentiell enormer politischer Bedeutung für Amerrika und die Welt.

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03. Oktober 2008 17:17

Bravo,

Ivo Huber (jimmycarter1)

Herr Schirrmacher!

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