
Mich stimmen die Bewertungen der Kommentare zu diesem Artikel nachdenklich, weil sämtliche Kommentare, die sich kritisch zu W und/oder Rüb äußern, ziemlich negative Bewrtungen erfahren haben, und das stimmt überhaupt nicht mit meiner sonstigen Wahrnehmung der derzeitigen öffentlichen Meinung überein. Nun hat jeder das Recht, auch zu W seine Meinung durch solche Bewertungen kundzutun, doch hat ja igentlich jeder nur eine Stimme. Könnte es sein, daß da jemand diese Beschränkung irgendwie umgeht? Oder vielleicht noch ein wenig Verschwörungstheorie: handelt es sich da um ein letztes Aufbäumen einer illegitimen Bush'schen Propagandemaschinerie? Gut, warum ausgerechnet in der deutschen FAZ, könnte man fragen, aber seltsam ist es doch.

Ja, der "Ölbefreiungskrieg" der Amerikaner im Irak ist wohl das mutmasslich größte Verbrechen des G. W. Bush. Übrigens: Das Magazin "MONITOR" brachte am 25. September 2008 eine indessante Sendung in der ARD: "Blood for oil? – Wie die US-amerikanische Öl-Industrie den Irak erobert" .... war der Titel. Donald Rumsfeld, ehemaliger Verteidigungsminister : "Das Öl gehört dem irakischen Volk." George W. Bush, US-Präsident : "Ihm gehört das Öl, dem irakischen Volk." Im Schatten der Finanzkrise sind die US-Amerikaner gerade dabei ein "irakisches Ölgesetz" zu installieren, wodurch das irakische Volk bzgl. des Roh-Öls weitgehend enteignet wird. Das Kriegsziel der US-Amerikaner scheint fast erreicht zu sein.

Herr Quikley, danke daß Sie uns als Diskussionsbeitrag die damaligen Geschehnisse in Falludsha nochmals schildern, wohl auch etwas subjektiv und emotional. Erinnern Sie sich auch noch an die vorangegangenen Ereignisse? Ich kann Ihnen das gerne darstellen. U.a. wurden in Falludsha mehrere nicht kämpfande Amerikaner aus den Autos gezerrt, gelyncht/verbrannt (womöglich bei lebendigem Leibe, genau ließ sich das nicht mehr klären). Die verkohlten Leichname wurden dann auf Brücken aufgehängt und mehrere Tage hängen gelassen. Auch diese Bilder gingen durch die Medien, weltweit. (Also ich würde mich, würde ich in Falludsha leben, dafür zeit meines Lebens schämen, vor der Welt und vor mir selbst, ganz gleich wie ich zu den Amerikaner stehen würde.) Dies nur zur kleinen Auffrischung, was die Iraker für ein zivilisiertes Volk sind, das unter dem menschenrechtswidrigen, kriegsverbrecherischen und freiheits- und demokratiebringenden Überfall der barbarischen Amerikaner noch heute leidet. Auch Ihnen, Herr Quickley noch eine schöne Nacht und träumen Sie gut, z.B. vom ehrenhaften Iraker.

Von allen Kriegsverbrechen, die durch George W. Bushs unprovozierter Invasion des Iraks verursacht wurden, war das wahrscheinlich abscheulichste die mutwillige Zerstörung von Fallujah im November 2004. Das Schicksal Fallujahs: Fallujah wurde von einem stählernen Ring eingeschlossen; Wasser, Strom und Lebensmittelversorgung wurden abgeschnitten (ein ungeheuerliches Kriegsverbrechen). Die Stadt wurde acht Wochen lang bombardiert und dann bei einem radikalen Bodenangriff (mit konventionellen und chemischen Waffen - weißer Phosphor und Napalm) angegriffen, der tausende Zivilisten tötete und mehr als 200.000 obdachlos machte. Unter den ersten Zielen befanden sich die Krankenhäuser und Kliniken Fallujahs: einige wurden zerstört, wobei sowohl Ärzte als auch Patienten getötet wurden, andere wurden besetzt und geschlossen, alles, um zu verhindern, daß jegliche Meldungen von zivilen Opfern die westlichen Medien erreichten, sagten die Spezialisten für "Informations-Kriegsführung" gegenüber der New York Times. Wieder einmal triumphierte das erschaffene Bild über der blutigen Realität. Die internationale Presse berichtete hierüber.

Herr Siegen, Sie machen mal wieder das, was Ihresgleichen immer tun. Sie kritisieren alles und jeden, ohne selbst Vorschläge zu machen. Sagen Sie halt mal, daß Ihnen das Schicksal der Iraker sowieso egal ist, aber Sie halt gerne gegen die Amerikaner schimpfen. Sagen Sie halt mal, wie man die Probleme der Welt, von Putin über Chavez bis z.B. Iran lösen soll. Stattdessen immer nur Ihr Destruktivismus. Ich glaube übrigens auch, Sie sind der festen Überzeugung, den Taliban nie zu helfen. Denn nichts tun und sie gewähren lassen ist ja keine Unterstützung. Das glaubte Clinton übrigens auch. Mit den Folgen daraus durfte sich Bush rumschlagen. Ob Clinton daraus zwischenzeitlich gelernt hat, weiß man nicht. Sie werden es wohl nie.

Sie Freiheitskaempfer, Ihr Gesinnungsfreund Bush hatte fast sechs Jahre lang Zeit, die Dinge im Irak zu richten. Die juengsten Zuendeleien in Pakistan und Syrien zeigen erneut seine Kaltbluetigkeit - nicht zu vergessen seine vorherigen Raketenspielereien in Osteuropa. Der Mann hat Nerven! Da zu jedem Tango zwei gehoeren, sollte das Gewaehrenlassen der Demokraten nicht unerwaehnt bleiben. Ausserdem haben wir Europaer uns Bush in Afghanistan als willige Wassertraeger angedient.

Ich erfahre in den letzen Jahren ein seltsames Interesse an dem Leid des irakischen Volkes. Die Anzahl der Opfer seit 2003, geschätzt durch die irakischen Behörden liegt bei ca.120 000, dabei ist anzumerken dass die Iraker grundsätzlich durch andere Iraker bzw. eigene /ausl. Terroristen umgebracht werden. Falls sich jetzt jemand Sorgen um das irakische Volk machen wollte, dann ist das unglaubwürdig, da sich dieselben Personen vor 6 Jahren oder auch vor 12 Jahren um das irakische Volk kaum gekümmert hatten. Einer Einschätzung des UNO-Berichterst. Marc Bossuyt zufolge, welche am 17.08.2000 dem UNO-Unterausschuss für Menschenrechte vorgelegt worden ist, belegt, dass im Zeitraum von 1990 bis 2000 wahrscheinlich bis zu 1.500.000 Zivilisten im Irak durch Wirtschaftsanktionen getötet worden sind. Hat sich jemand damals zu Wort gemeldet? Dazu kommen die hunderttausende toten Iraker vor dem Jahr 1990. Der Saddam Hussein wäre irgendwann durch Anschlag /Krankheit bzw. natürlichen Tot weg. Diesen Chaos/Zustände wie z.Z. in Irak hätten wir so oder so gehabt, nur dann hätten die irakischen Tote niemanden interessiert, wie in Somalia seit 18 Jahren oder in Darfur seit 5 Jahren. Weil die Amerikaner nicht da sind.

Frau Summer, Bush läuft deshalb frei rum, weil er einer der größten Freiheitkämpfer in der Geschichte der amerikanischen Präsidenten ist! Und wie Sie sich jetzt fragen, was schreibt der für einen Schrott, frage ich mich das bei Ihnen auch. Massenmord! Ich bitte Sie! Sagen Sie uns doch mal, wer in den vergangenen Jahren viel viele getötet hat. Und dann sagen Sie uns bitte auch, ob Sie die Amerikaner z.B. dafür verantwortlich machen, wenn sich ein Iraker in einem Auto auf einem Markt - weit und breit kein Amerikaner - selbst in die Luft sprengt, und dabei dutzende Zivilisten, auch Kinder ermordet. Warum klagen Sie so jemanden nicht an, auch wenn es z.B. ein ausländischer Al-Qaida-Terrorist ist? Weil es einfacher, bequemer, anspruchsloser, moderner ist, die Amerikaner für alles und auch dafür verantwortlich zu machen? Also, kommen Sie doch mal in der Realität an!

Ein Sprichwort sagt: Jedes Volk bekommt die Regierung, die es verdient! Und im Falle der USA vollkommen zutreffend. Ein "von Gott gesegnetes Land", mit einer von "Gott gegebenen Mission" und einem Machtapparat (nicht Bush alle ist nur schuld!) der von allen guten Geistern verlassen ist. Die logische Konsequenz des o.g. Spruches wäre folglich nun J. McCain!

Es ist doch ein völliges Versagen des westlichen Wertesystems, dass ein mutmaßlicher Schwerverbrecher, wie G. W. Bush, immer noch frei herumläuft. Ich möchte hier nur an den offensichtlichen 100.000fachen Massenmord an der irakischen Bevölkerung einschließlich zahlreicher Kriegsverbrechen erinnern, als Folge eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen den Irak. Auf der anderen Seite wundere ich mich darüber, weshalb US-Amerikaner noch nicht damit begonnen haben, auf ihren Präsidenten zu schießen. Wegen der aktuellen Finanzkrise, welche maßgeblich durch Verweigerungshaltung der Bush-Administration bzgl. der Kontrolle der Finanzmärkte etc. verursacht worden ist.

Ich habe mir vor einigen Jahren die Frage gestellt, warum die Deutschen die Amerikaner/Briten/Polen so heftig kritisierten und gleichzeitig kaum die Russen mit der "Putinschen Demokratie", die Iraner, den Ghadaffi, Chavez, Castro, etc. und zuvor den Saddam Hussein kritisierten? Die mögliche Antwort - weil bei der Kritik an den Amerikanern/Polen/Briten keine Nachteile zu befürchten sind. Dagegen bei den o.g. Undemokraten bzw. Diktatoren, ist mit den Nachteilen zu rechnen (Ausfall der Aufträge). Die hier gefällten Urteile über George Bush betreffen alle anderen US-Präsidenten, die "anpacken" wollen. Meine Bitte an Deutschland - selbst die Weltprobleme definieren, Lösungsvorschläge unterbreiten und anpacken, nicht warten bis die anderen (die Amerikaner) es vormachen. Wer es besser weiß, soll es auch zeigen. Und erfahrungsgemäß dürfen in Deutschland die Kriege erst 50 Jahre danach beurteilt werden, leider werden die meisten von uns das nicht mehr erleben. Mich wundert immer wieder bei dem Thema Irak, wie die Bundesregierung und die deutsche Unternehmen Geschäfte in Irak machen/machen wollen - trotz eines immer noch dauernden Krieges. Oder gibt es keinen Krieg mehr, sondern Frieden und Demokratie?

Hallo Herr Löffler, Sie sind also ein Stasi-Opfer? Nun, ich nicht. Und da ich 1968 im Westen geboren wurde, kann ich die DDR diesbezüglich nicht beurteilen, aber die USA, wo ich mich in den vergangenen mehr als 20 Jahren oft aufhielt. Von einem Überwachungsstaat kann ich dort auch in den letzten 8 Jahren nichts merken. Angeblich wird man registriert, wenn man in einer öffentlichen Bibliothek ein Buch ausleiht. Nun ich tat das noch nicht so oft. Aber, Herr Löffler und Co., gerade Sie als DDR-Opfer, finden Sie nicht, dass es wirkliche Überwachungsstaaten auf dieser Welt gibt. Finden Sie nicht, das Saddams-Irak ein Überwachungsstaat war, wie auch Afghanistan, Iran, Nordkorea und sogar Russland, Kuba und Venezuela? Die Pressefreiheit dort dürften ungefähr der der DDR entsprechen. Warum regen Sie sich darüber nicht auf?

Wenn ich diese Kommentare über Bush bzw. teilweise auch Amerika insgesamt lese, bin ich nur froh, das Bin Laden sie wohl nicht liest. Der wäre dann erst recht sauer auf den Westen. Denn, wo würde er sich wohl denken, wenn soll ich dort eigentlich noch angreifen, wenn sie sich schon gegenseitig die Köpfe einschlagen. Ja Leute, hätten z.B. die Allierten im Zweiten Weltkrieg auch so zusammengehalten, gäbe es das Dritte Reich wahrscheinlich heute noch. Was bin ich froh, das wenigstens dieser Krieg schon gewonnen ist, von uns, von denen, die die Freiheit zu schätzen wissen und denken wie Bush.

Wenn man sich die Logik und die "Mission" von G.W. Bush näher betrachtet, dann wäre ein Angriff auf eines oder beide der o.g. Länder in den letzten Wochen seiner Amtszeit ja nur folgerichtig, denn hier handelt es sich ja schließlich um 2 Schlüsselländer des Bösen. Heute wurden ja angeblich aus dem Irak heraus in Syrien 7 Menschen getötet durch us-amerikanische Soldaten. Ich hoffe, dass sich das nicht bewahrheitet.

Guter Text, und guter Kommentar, an dem ich mich jedoch bei einem Satz arg stieß. "Und als Stasiopfer muesste ich eigentlich fuer "W" sein." Gerade als Stasiopfer sollte man die Folgen eines Überwachungsstaats kennen, und auch wenn Bush nicht wusste, was er tat und nur Teufel und größeren Teufel Gehör schenkte, legte er doch den verfassungserschütternden Grundstein, die das Land der Freiheit in einen potenziell konsulatisch-faschistischen Staat verwandelt hat. Und das sollte bei all dem Bockmist, den er verzapfen lies, auch gesagt sein, zusätzlich dazu, dass ihm auch niemand Einhalt bot.

dem der Prozess gemacht gehört. Vorher müßte er zwei Jahre nach Guantanamo zwecks Geständnissen. Er wird dann alles gestehen. Dann abgeurteilt und ab in die Todeszelle, und dann die Spritze fertig.

Ich lebe hier in den USA. Ich lebe gut hier in den USA, habe einen Job mit fast Managergehalt, kann mir dicke Autos leisten. Und als Stasiopfer muesste ich eigentlich fuer "W" sein. Aber er war der schlimmeste Praesident, den wir hier je hatten. Meine Freunde hier und ich machen eine Party, wenn er geht. Es kann nicht mehr schlimmer kommen, eine Steigerung ist nicht mehr moeglich. Die FAZ ist von ihrem Charakter her bestimmt nicht links, ich muss mich aber zusammen reissen. Denn G W Bush tat nur dass, wass ihm sein Finanzraubtier - Gewissen vorgibt. Ein Elefant kann schliesslich auch nicht fliegen. Und so tat er das, was eine gewisse rel. Minderheit mit eigenem Staat in Nahost ihm befahl. Ich wuensche mir, dass nichts von GWB uebrig bleibt, und dass die Truppen aus Irak und Afghanistan verschwinden, diese Kriege sind nicht zu gewinnen. Ich wuensche mir, dass die Spuren von GWB schnell beseitigt werden, dass wir Frieden machen mit der arabischen Welt UND, ja UND: akzeptieren, dass man die westliche Kultur nicht der arabischen Welt ueberstuelpen kann.

Bush mag ein wiedergeborener Christ mit Visionen sein, doch ist er von der Arroganz und Sturheit eines Ignacio von Savonarola, dessen eigene Vision nicht nach dem anderen fragt. Seine Politik im Irak? Vielleicht wenden sich wirklich im Irak die Dinge noch zum Guten; ich hoffe das für die Menschen dort. Aber wenn, so geschieht dies trotz Bush und seiner Meute, und nicht wegen ihm. Hat Rüb den Gouverneur Paul Bremer vergessen, der sich selbst im Palast des Diktators ansiedelte, die ganze Armee und Polizei entließ und so eine völlig vermeidbare totale Opposition gegen sich aufbaute? Hat er die Brutalität der Besatztungsarmee vergessen, die hunderttausende toter Irakis, die sie auf dem Gewissen hat, die Folterungen von Abu Gharaib, von Akram Airbase in Afghanistan, die Daisy-cutter auf unschuldige Menschen in Afghanistan, den einem Genozid nahekommenden Massenmord an Taliban, die man in geschlossenen Containern elendiglich ersticken und verdursten ließ? Man kann den Irak-Einsatz nicht einfach mit der Befreiung von Saddam Hussein gleichsetzen, wenn dadurch die Ideale der westlichen Welt mit den Füßen getreten wurden.

.... kann man ihm wohl nicht absprechen. Aber: Es gibt nichts Problematischeres als schlechte Handlungen mit guten Absichten zu "entschuldigen". Schlechte Taten sind mit keiner noch so guten Absicht zu rechtfertigen... vor allem nicht in der Verantwortung, in der Bush stand! Ich wünsche seinem Nachfolger ein deutlich glücklicheres Händchen.

Immerhin schlaegt dieser Herr Rueb diesen Herrn Bush nicht auch noch zur Verleihung des Friedensnobelpreises vor. Ueberraschend kaeme ein solches Urteil sicher nicht. Wo dieser Herr Bush doch so ein guter Praesident war, nicht wahr Herr Rueb?! Also belaesst Herr Rueb es diplomatisch beim 'Urteil der Geschichte'.

Wer davon phantasiert, dass die USA die Demokratie in der Welt verbreiten wollen, sollte sich an die Warnung von Präsident Eisenhower der selbst Militär war, erinnern, der die Nation ausdrücklich "vor den Verflechtungen und Einflüssen des militärisch-industriellen Komplexes in den USA" warnte. "Eisenhower sah darin eine Gefahr für die demokratischen Institutionen und die Demokratie an sich. Durch die Einwirkung dieses Komplexes auf Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft könne die politische Führung veranlasst werden, Konflikte eher militärisch als politisch lösen zu wollen und damit als verlängerter Arm der Rüstungsindustrie-Lobby agieren." Damit kommen wir doch der Wahrheit entschieden näher! Wie weit es schon gekommen ist sehen wir daran, dass eine solche Äußerung eines US-Präsidenten heute undenkbar wäre.

Über diesen Kommentar habe ich mich gefreut. Er malt ein Bild von Herrn Bush, das auch dem entspricht, das ich wahrgenommen habe, und erweitert es noch um Informationen, aber auch einen klugen Blick auf die Zukunft. Es ist dabei schade, daß sich viele andere Kommentare zu Herrn Bush selbst disqualifizieren, indem sie eine stark verzerrte Urteilsfähigkeit zur Schau stellen und Herrn Bush z.B. als Massenmörder oder Lügner bezeichnen. An solchen und ähnlichen gewollt verzerrenden Verkürzungen, die wohl von einer geheimen Übereinstimmung zwischen Autor und Rezipient ausgehen, läßt sich sofort feststellen, daß nichts Ernstzunehmendes mehr kommen kann.

während über seine Außenpolitik das Urteil der Geschichte noch aussteht? wie bitte?

Bush war ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will, und stets das Böse schafft.

Tägliche Bibellektüre: Und trotzdem erkannte er auch als wiedergeborener Christ nicht, dass Jesus Massenmorde ablehnte und forderte, dass man seine Feinde achten statt foltern sollte? Aber er hatte ja nach eigenen Aussagen schliesslich den direkten Kontakt zu Gott, der ihn dann im Gespräch aufforderte im Irak Krieg zu führen (Derartige Kontakte haben, bzw. hatten ja auch Osama Bin Laden, die Aum-Sekte (Giftgasanschlag – in Tokios U-Bahn) , die Hisbollah und viele andere selbsterwählte Spinner der Weltgeschichte. Aber vielleicht war es ja auch nicht Gott sondern ein böser Geist... Regelmäßiger Dauerlauf beziehungsweise das Radfahren mit dem Mountainbike und das Gewichtestemmen: ... (toll)...

Matthias Rüb übernimt einfach mal eben die Propaganda der Bushianer und schreibt: „Folge von Bushs persönlicher Bekehrung zum „wiedergeborenen Christen“ im Alter von 40 Jahren war die radikale Abkehr von Alkohol und Tabak sowie die Hinwendung zu einer strengen Arbeits- und Lebensdisziplin, zu der die tägliche Bibellektüre und das Gebet ebenso gehören wie der regelmäßige Dauerlauf beziehungsweise das Radfahren mit dem Mountainbike und das Gewichtestemmen.“ Qualitätsjournalismus sieht anders aus! Tolle Arbeitsdisziplin also: Immer strebsam und bemüht bei der täglichen Arbeit? Warum gilt er dann als faulster US-Präsident der Geschichte? Bush bereitete sich noch nicht einmal auf öffentliche Termine richtig vor und kannte deshalb noch nicht einmal immer wenigstens die Namen der Regierungschefs, mit denen er konferierte, noch wusste er fehlerfrei Länder dem korrekten Kontinent zuzuweisen... Einen besonders grossen Fleiss zeigte er auch bei der Überprüfung der „Beweise“ für die Existenz irakischer Massenvernichtungswaffen nicht, obwohl es da um die Frage „Krieg oder Frieden“, Tod oder Leben für 10 wenn nicht 100 Tausende ging.

Wissen Sie wirklich nicht besser (genauer), wie Bush sein Vermögen gemacht hat, bevor er im Ölgeschäft kläglich gescheitert ist? Wenn doch, dann würden Sie sich den peinlichen Hinweis sparen. Es reicht, im Internet unter den Stichworten 'Bush Texas Rangers Enteignung' zu suchen, und man erfährt die ganze Geschichte. Und wenn Sie schon von "Weicheiern" sprechen - welcher Präsident hat sich denn selber damals vor dem Einsatz in Vietnam regelrecht herumgedrückt, und schickt nun scheinbar ohne Skrupel seine Leute in einen Krieg, den er selber unnötigerweise angezettelt hat? Mit ähnlich gearteten Lügen, siehe 'Tonkin-Zwischenfall', die schon den Krieg der USA gegen Vietnam rechtfertigen sollten. Also sparen Sie sich zumindest Ihre Verunglimpfungen, wenn Sie sich schon nicht an die Fakten halten können.

Sehr geehrter Herr Vierboom, Sie schreiben, dass G.W. Bush es durch Missgriffe bewerkstelligt bzw. provoziert hätte, dass es nun einen farbigen Präsidentschaftskandidaten in den USA gibt. Gleichzeitig behaupten Sie, dass er das „sicherlich nicht auf dem Plan gehabt“ hätte. ... Nun, die Außenminister des wohl-beschimpften G.W. Bush waren zunächst der farbige Collin Powel und dann die farbige Condi Rice, die ihm zuvor als Sicherheitsberaterin gedient hatte. Ich will jetzt nicht noch zusätzlich die lange Liste von „Farbigen“ aufzählen, die der scheidende Präsident in und durch seine Administration in hohe Staatsämter gebracht hat. Mit der Formulierung, er habe das „sicherlich nicht auf dem Plan gehabt“ unterstellen Sie G.W. Bush allerdings einen gewissen Rassismus, der bar jeder Realität aber typisch für das dümmliche „Bush-bashing“ ist; gerade G.W. Bush hat mit der Auswahl der Mitglieder seiner Administration entscheidende Akzente gesetzt und vielleicht gerade dadurch ermöglicht, dass nun ein Farbiger erstmals wirklich erfolgsversprechender Präsidentschaftskandidat in den USA ist. In Clintons Regierungsmannschaft übrigens, und in keiner zuvor gab, es einen „Afro-American“ in irgendeiner auch nur ansatzweise wichtigen Position.

Die von Bush zu verantwortende und liederlich ausgefuehrte und schlussendlich aufgegebene Operation am Leib des irakischen Staatswesen hat 'Terroristen' produziert. Bush in Inbegriff politischer Disziplinlosigkeit.

Der scheidende US-Präsident ist zweifelsfrei ein Polarisierer; während er sich übrigens als Gouverneur von Texas insbesondere durch seine Teamfähigkeit in Zusammenarbeit auch mit dem politischen Gegenüber ausgezeichnet hatte. Urteile über ihn sind schon lange gefällt, besonders in Europa und insbesondere von den Linken. Inzwischen wurde G.W. Bush auf alle Arten beschimpft, wobei prinzipiell solche Ausgewogenheiten wie „Kriegstreiber“, „Vollidiot“ oder gar „Verbrecher“, das Gesamtbild prägen. Hier hat sich in meinen Augen eine realitätsferne, wohlstandsbesoffene und selbstverliebte Gesellschaft ausgetobt, über die die zweifelsohne vorhanden Feinde der westlichen Art, zu leben, nicht nur lachen, sondern eben diese Realitätsverleugnung der Weicheier als Anstachelung für ihren Kampf zur Zerstörung unser Kultur der Freiheit auffassen. Gegen diesen Ansturm beiderseits mit nur 1,250 Zeichen anzuschreiben wäre vergebene Müh; ich hoffe nur, dass ich nicht irgendwann ein VAE VICTIS durch die wirklichen Demagogen, Kriegstreiber, Folterer und Menschenverächter ertragen muss. G.W. Bush war zumindest mir Garant dafür, dass dies nicht geschehen wird. Ich mag falsch liegen, seine Verteufeler im Westen vielleicht aber auch.

Bei aller berechtigten Kritik an der Präsidentschaft von George W. Bush sollte man nicht vergessen, dass das amerikanische Modell der politischen bzw. religiösen Freiheiten und der ökonomischen Träume weiterleben wird. The pursuit of happiness ist nach wie vor für viele Menschen, besonders aus Asien, der Magnet, der ihre Sehnsüchte anzieht! Wenngleich die Idee der Freiheit durch George W. Bush so diskrediert wurde und auch die politschen Institutionen an Ansehen eingebüsst haben, so darf man auch diesmal auf die Selbstreinigungskräfte der amerikanischen Gesellschaft hoffen. Oft genug hat die amerikanische Politik in der Vergangenheit bewiesen, dass sie in der Lage ist, Fehlentscheidungen ihrer Präsidenten zumindest teilweise zu korrigieren. Die conditio sine qua none dafür ist aber eine Rückbesinnung auf traditionelle Wurzeln und Werte. Anders ausgedrückt: a descent respect to the opinions of mankind!

Sehr geehrter Herr Vandermöhlen, Wahlkampffinanzierung ist grundsätzlich ein heikles Thema, daraus aber, wie Sie es tun, ein antiamerikanisches zu machen, ist in meinen Augen billigst. Wie sieht die Lage denn z.B. in Deutschland aus: Dort finanziert der Steuerzahler die „Wahlkampfpauschale“, indem die Parteien pro Wählerstimme bei der vergangenen Wahl Geld vom „Staat“ erhalten. Das würde in den USA wiederum als undemokratisch angesehen, denn es erhöht die Chancen des Regierenden, da er mit diesem Systhem zwangsläufig mehr Geld als seine Konkurrenten erhält. Mit einem; bestenfalls selbstgemachten (G.W. Bush hat sein Vermögen als Eigentümer und Manger der „Texas Rangers“ gemacht), vermögenden (Präsidentschafts-)Kandidaten zudem (es ist bei Gouverneuren, Senatoren, Bürgermeistern etc. in den USA ja auch so), kann aber u.A. eher aussgeschlossen werden, dass nicht dümmliche Partei-Soldaten und Politik-Profis sowie auf Wolke 7 schwebende Demagogen in hohe Ämter kommen, um dann dort lebensfremd und völlig realitätsfern „ihren Kampf“ zu führen bzw. zu schalten und zu walten. Mit freundlichen Grüßen, Sönke Peters

Zu wetten waere, dass sich Zeitgenossen, wie ein Joachim Bovier, um deren Vorsitz bewerben wuerde. Den schlichten Worten von Frau Schreiber waere noch manches hinzuzufuegen. Aber weder lohnt die Person Bush's es, noch die notorische Irrigkeit bei der Frankfurter Allgemeinen. Beide verdienen einander.

@JMense: d`accord. "Denn so, wie sich der brutale Schläger nicht wundern sollte, dass das Opfer eines Tages zurück tritt..." Ein israelische Botschafter in Bonn hat einmal auf die Frage, wer 1967 den 6-Tage-Krieg begonnen und die ersten Schüsse abgegeben habe, geantwortet: "Das ist gänzlich belanglos. Entscheidend ist, was den ersten Schüssen vorausgegangen ist." Für mich hat sich Herr Bush nahtlos in die lange Reihe der US-amerikanischen Kriegstreiber eingereiht. Große Mengen Kriegsmaterial wurden unter seiner Ägide verbraucht und müssen somit ersetzt werden. Desweiteren ist die Vermögensschere zwischen "unten" und "oben" unter ihm rasant auseinandergegangen und die Menschenrechte in GOC wurden erfolgreich weiter beschnitten. So kann er bald zurück nach Texas gehen, sich auf die Schulter klopfen lassen und sagen: mission accomplished.

Herr Vandermöhlen: Ihre Aussage ist im Prinzip richtig, greift aber m.E. zu kurz. Da diese Ansicht von vielen geteilt wird, möchte ich sie auch nicht unwidersprochen lassen. In den USA wird nicht nur der Präsident gewählt, sondern es gibt zahllose Wahlämter, vom Schulbezirksdirektor über den Polizeipräsidenten bis zum Richter. Meiner Erfahrung nach können sich die Amerikaner für alle Wahlen ungemein begeistern. Oft genug schellten an meiner Haustür Wahlkampfhelfer, die mir die Vorzüge des ein oder anderen Kandidaten für ein Amt, von dem ich noch nie gehört hatte, schilderten (Elternbeirat etc). Ähnliches gilt für die Präsidentenwahlen. Die hunderte Millionen, die Barack Obama zur Verfügung stehen, stammen nicht aus seinem Privatvermögen, sondern werden von Millionen Bürgern gespendet. Gut, Barack Obama ist ein Sonderfall, aber auch McCain und die anderen Bewerber hatten zehntausende Kleinspender. Angesichts dieser Beteiligung, die hier in Deutschland undenkbar wäre, denke ich, daß Sie den Begriff "Demokratie" nicht in Anführungszeichen setzen sollten. PS: Das spricht i.ü. nicht notwendigerweise gegen Deutschland; wer etwa zum Richter gewählt werden will, versucht als Staatsanwalt, möglichst viele Todesurteile "durchzukriegen"...

In den USA ist Geld die "Muttermilch" der Politik, und Wahlen sind "Spiele" für die Wohlhabenden. Diese Praxis, die überheblich als "amerikanische Demokratie" verkauft wird, bewährt sich gerade wieder bei der Präsidentenwahl des Jahres 2008. Die "finanzielle Hürde" wird für Kandidaten, die sich um das Präsidentenamt bewerben wollen, immer höher. Mindesten 10 der 20 Kandidaten, die sich bei den großen Parteien um die Präsidentschaftskandidatur 2008 bewerben, sind Millionäre, wie die spanische Nachrichtenagentur EFE am 18. Mai 2007 berichtet hat. Die französische Nachrichtenagentur AFP meldete am 15. Januar 2007, dass die Wahl des US-Präsidenten im Jahr 2008 das teuerste "Rennen" der Geschichte werde. Die Kosten der letzten Präsidentschaftskampagne im Jahr 2004 waren mit 693 Millionen US-Dollar die bisher höchsten. Allgemein werden die Kosten der Kampagne 2008 auf insgesamt eine Milliarde Dollar geschätzt. Das Magazin FORTUNE veranschlagt sogar 3 Milliarden Dollar als voraussichtliche Gesamtkosten.

Bush wird in die Geschichte eingehen als der Präsident, der mit allen seinen Mißgriffen etwas bewerkstelligt hat: eine historische Konstellation vorzubereiten bzw. zu provozieren, in der eine Frau oder ein Farbiger die amerikanische Präsidentschaft antritt. Und dies ist in der Tat eine Leistung - eine der paradoxen Art, die Bush sicherlich nicht auf dem Plan gehabt hat. Von deren Effekten wir aber zu hoffen wagen, dass sie in den nächsten Jahren zu einer zukunftsfähigeren Politik führen. Ansonsten: Bush war ein Mann der Unleistungen. Zu diesem Schluß müssen wir keine Geschichtsbücher abwarten. Gönnen wir dem Mann ein Bier und eine Zigarette. Es wäre ihm und uns eh besser ergangen, er hätte verschiedene Male zu seinen Süchten gestanden. Und gönnen wir ihm seine Ranch. Er möge sich bitte dorthin zurückziehen.

Dass der antiwestliche Terrorismus wie eine Urschöpfung auf die Welt kam und der 9.11.2001 eine Anschlagserie war, die alle hoffnungslos überraschte, ist eine absolut US-zentrische Sicht. Denn so, wie sich der brutale Schläger nicht wundern sollte, dass das Opfer eines Tages zurück tritt, so war es geopolitisch absehbar, dass irgendwann eine brutale Gegenreaktion eintritt. Schließlich agiert die US-Administration seit dem 2. Weltkrieg außenpolitisch extrem aggressiv. Die Zahl der Staaten, welche vom CIA destabilisiert wurden, ist endlos. Diejenigen, welche mit Krieg überzogen wurden, ebenfalls. Und viele brutale Diktatoren sind von der US-Regierung mit in den Sattel gehoben worden. Egal ob in Chile oder dem Tschad, egal ob im Irak oder auf Granada - überall kooperierte man mit Schlächtern und Mördern, und wenn sie zu mächtig oder eigenständig wurden, überzog man das Land mit einem Krieg, um sie wieder los zu werden. Insofern hat G.W. Bush außenpolitische 'Kontinuität' bewahrt. Einzig, dass er - weil derzeit eine weitere Supermacht als Gegengewicht fehlt - noch unverfrorener und zynisch-offener vorgehen konnte. Als erbärmlicher Unglücksbringer jedenfalls wird er von Historikern in 100 Jahren auf jeden Fall beurteilt.

Die Idee, Freiheit und Demokratie auf der Welt zu verbreiten, wird nicht diskreditiert durch handwerkliche Fehler in der Umsetzung. Die Verteidigung des Westens, unserer Werteordnung und unseres marktwirtschaftlichen Wirtschaftssystems, ist bittere Notwendigkeit in einer Zeit der Bedrohung durch islamistischen Terrorismus und autokratische Diktaturen. 9/11 war eine Kriegserklärung und Präsident Bush hat sie zu Recht als solche wahrgenommen. Dass dieser asymetrische Krieg länger dauern könnte und schwieriger zu führen sein wird, als die Niederringung der ideologischen Herausforderungen des 20. Jahrhunderts, Nationalsozialismus und Kommunismus, liegt genauso an deren fundamentalistisch religiösem Charakter einerseits, wie am mangelnden Wertebewusstsein und Durchhaltewillen einer satten, nihilistisch gewordenen Bevölkerung in den Ländern der freien Welt. Kampfunwilligkeit aber bedeutet Untergang, realistische Zuversicht heißt die Maxime Winston Churchills mit neuem Leben erfüllen: „Alle großen Dinge sind einfach und viele können mit einem einzigen Wort ausgedrückt werden: Freiheit, Gerechtigkeit, Ehre, Pflicht, Gnade, Hoffnung … Solange unsere Sicherheit kein Kind der Vernunft sein kann, muß sie eine Tochter des Schreckens sein."

...dann könnte man über diesen kläglichen Versuch, Bush und seine "Leistung" schönzureden, vielleicht schmunzeln.