08. Mai 2008 Die Landwirtschaftliche Rentenbank profitiert als Emittent von Anleihen von der Suche der Anleger nach Papieren mit hoher Qualität. Wir konnten uns im vergangenen Jahr gut refinanzieren, und im bisherigen Jahresverlauf geht es noch viel besser, sagte Vorstandsmitglied Horst Reinhardt auf der Jahrespressekonferenz der Förderbank.
Die in Frankfurt ansässige Landwirtschaftliche Rentenbank wurde 1949 als Anstalt öffentlichen Rechts als zentrales Refinanzierungsinstitut für die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft gegründet. Sie vergibt ihre zinsgünstigen Kredite nicht direkt an Landwirte, sondern an Banken, die ihrerseits die Landwirtschaft mit Krediten versorgen. Die Rentenbank finanziert sich durch die Ausgabe von Wertpapieren am Kapitalmarkt.
Da die Kunden der Rentenbank selbst Banken sind, ist das Geschäft der Rentenbank sehr sicher. Daher haben ihr die führenden Kreditbewertungsagenturen mit AAA das bestmögliche Rating erteilt. Das macht die Papiere der Rentenbank gerade in der Finanzmarktkrise sehr beliebt. Das gesteigerte Sicherheits- und Qualitätsbewusstsein der Investoren kommt uns gelegen, sagt der Vorstandsvorsitzende Marcus Dahmen.
Wichtigster Käufer: Zentralbanken
Obgleich die Rentenbank Kredite nur in Euro vergibt, nimmt sie Gelder in 13 verschiedenen Währungen auf. Der Dollar bleibt mit einem Anteil von 34 Prozent die wichtigste Anleihewährung, gefolgt vom Euro, der mit einem Anteil von 30,7 Prozent stark aufholt. Auf Anfrage von Investoren begibt die Rentenbank aber auch Papiere in weniger bedeutenden Währungen wie der türkischen Lira, der isländischen Krone oder dem russischen Rubel.
Dabei werden die aufgenommenen Fremdwährungen durch Swapgeschäfte sofort in Euro umgewandelt; die Rentenbank trägt kein Währungsrisiko. Die wichtigsten Käufer der Papiere sind Zentralbanken mit einem Anteil von 48 Prozent, gefolgt von Geschäftsbanken, deren Anteil in einem Jahr von 13 auf 22 Prozent zugelegt hat. Bei geografischer Betrachtung werden 47 Prozent der Papiere von asiatischen Anlegern erworben.
Im Geschäftsjahr 2007 sind das Betriebsergebnis um 8,6 Prozent auf 201,2 Millionen Euro und der Jahresüberschuss um 2,4 Prozent auf 42 Millionen Euro gestiegen. Die Bilanzsumme betrug 88,7 Milliarden Euro. Wir sind zuversichtlich, 2008 an das hervorragende operative Ergebnis des Vorjahres anknüpfen zu können, schloss Dahmen.
Text: gb. / F.A.Z.
Bildmaterial: F.A.Z.
| Name | Punkte | Prozent |
|---|---|---|
| Dax | 7.009,69 | -0,37 |
| TecDax | 841,13 | +0,48 |
| DowJones | 12.876,31 | +1,02 |
| Nasdaq | 2.488,49 | +1,76 |
| STOXX 50 | 3.786,87 | -0,68 |
| Nikkei 225 | 13.953,73 | +1,53 |
| S&P 500 Zert. | 13,97 | +0,65 |
| Euro/Dollar | 1,55 | -0,40 |
| Bund Future | 115,16 | +0,22 |
| Gold | 877,30 | -0,90 |
| Öl | 123,93 | +1,20 |
