Man muß wirklich unterstreichen, daß dazu zwei gehören. Daß die Chinesen ihren scheinbaren Minderwertigkeitskomplex gegenüber der westlichen Zivilisation auf diese Weise zu kompensieren versuchen, muß jedem Chinabesucher und aufmerksamen Beobachter seit langem klar sein, obgleich dieser Komplex angesichts der historischen Größe Chinas eigentlich keine Grundlage hat. Die wirkliche Verantwortung für diesen Irrsinn, auch ökologisch gesehen, liegt bei verquasten, macht- und medienversessenen Sportfunktionären. Der in Deutschland für den Sport zuständige Innenminister, Dr. Wofgang Schäuble, sollte den hiesigen Herren wenigstens klar machen, daß deren Ignoranz und Treiben als Mittäter im IOC nicht auch noch von deutschen Steuergeldern subventioniert werden kann. Der Präsident des Europaparlamentes, Herr Pöttering, kann gewiß seine Mithilfe hierbei anbieten.
Warum, um Himmels Willen, lassen wir uns für diese irre Show einer Repressionsmacht erster Güte vereinnahmen und geben dafür die an sich gute Idee Olympias her?
Haben wir in der Vergangenheit nicht genug gelernt über den Umgang mir Olympia & Despoten, Diktatoren? Den Entscheiderreptilien des olympischen Komitees sind wohl die Hirne vertrocknet oder sie sind derart mit Sponsorenmillionen zugewickelt, daß alle Wahrnehmung auf null gesetzt ist.
Was auch immer, mir kann dieses Politspektakel gestohlen bleiben.
Ich habe leider noch nie irgendwo gelesen, WIE denn nun die Fackel transportiert wird: Wieviele Kilometer der Strecke wird sie denn tatsächlich laufend fortbewegt? Denn selbst in der Ultraläuferszene gibt es nur wenige ernstzunehmende "Welt-Läufe", und alleine die Organisation einer vierjährig wiederkehrenden Staffel sprengt den Rahmen des Ultralaufens.
Die wird in Olympia auf kitschige Weise entzündet, im Flugzeug aber gewiss nicht geduldet -- und am Zielort mit einem Feuerzeug wieder entflammt? Oder in einem PKW transportiert, um kurz vor bewohnteren Regionen wieder angesteckt zu werden?
Es wird doch sehr wahrscheinlich eine Anzahl von x Metallfackeln geben, deren Medienpräsenz dann lediglich koordiniert wird, oder?
