Tibet und die Bilder: Jetzt beginnt eine Propagandaschlacht um Fotomaterial

Manipulationsvorwürfe

China kritisiert Tibet-Berichte ausländischer Medien

Die ausländische Berichterstattung über die Unruhen in Tibet ist in Chinas staatlich kontrollierten Medien in die Kritik geraten. Auch deutschen Medien wirft man Manipulation vor.

Lesermeinungen zum Beitrag

25. März 2008 13:19

Also dann bitte: Informationsfreigabe

Gabor von Zoltan (Putinras)

Wenn Peking so sehr darunter leidet, dass einig Westjournalisten "falsch" berichten, empfehle ich den Chinesischen Behörden sofort die Aufhebung der Nachrichtensperre und Reisefreiheit für alle Interessierten.

Dann könnten alle, die sich nicht sicher sind, wem sie im Moment genau glauben wollen, ihr Ohr der Informationsquelle ihres Vertrauens leihen.

Von den Medcins sans frontieres bis zu den Cousinen von Mutter Theresa oder einem Korrespondeneten eines weissrusssischer Altkomunistenblattes.

Es liegt ja wohl an China den Neben der Nachrichtenlage zu lüften.

DAS scheint aber ganz und gar nicht in ihrem Sinne zu sein.

Die Sportler, die Peking schon bald beherbergen wird, werden sich als mündige Bürger hoffentlich ihren eigenen Reim darauf machen. Ich freue mich heute schon auf die zahlreichen zu erwartenden Solidaritätsäusserungen.

Nicht nur den Tibetern gegenüber! Sondern allen Opfern innerhalb Chinas inkl. den Opfern am Pl. des himlischen Friedens.

Ich hoffe, gerade die Sportler werden den Chinesen auf der Strasse klar machen, dass Menschenrechte nicht gegen die chinesische Nation unverhandelbar sind, sondern im Interesse jedes einzelnen Bürgers liegen.

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24. März 2008 11:59

Desinformation und Information...

Peter Reinike (P.Maikaefer)

Selbstverständlich sind unter dem Druck der schnellen Veröffentlichungen allen Medien bereits Fehler unterlaufen,wie sich jeder im eigenen Fachgebiet überzeugen kann.Aber man sollte jetzt nicht in das Messer der chinesischen Desinformationskampagne laufen,die auch auf vielen Foren wie Youtube ausgetragen wird.Daß die chinesische Herrschaft in Tibet auf Unterdrückung und Kolonialisierung beruht, dürfte doch jedem Beobachter klar sein.

Es wäre jetzt ein Kardinalfehler,die chinesische Strategie zum Erfolg zu bringen,unabhängige Berichterstattung auszugrenzen,die bisherige Berichterstattung durch gezielte Zweifel zu diskreditieren und die Welt der Bilder zu dominieren,die nach Virilio mittlerweile wichtiger ist als das eigentliche Schlachtfeld.Dieses Szenario ergänzt die Sprache der Kulturrevolution,die momentan ein Revival findet. Viele hätte aus verschiedenen Perspektiven gerne erfolgreiche Olympische Spiele, die noch nie unpolitisch waren.Aber ein Grundsatz der Desinformation a la Dserschinski lautet; Erzähle Ihnen,was sie hören wollen und sie werden dich lieben.So einfach sollte man es der hemmungslosen ‚Clique’ in Peking eben nicht machen.

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24. März 2008 11:48

Die andere Seite des Dalia Lamas.

Burkhard Henze (burkhard60)

Der tibetische KP-Chef Zhang Qingli bezeichnete das Exil-Oberhaupt am Mittwoch als "Wolf in Mönchskutte" und "Bösen Geist mit dem Gesicht eines Menschen, aber mit dem Herzen einer Bestie." Der Dalai Lama selbst rief die Tibeter neuerlich zur Gewaltlosigkeit auf und plädierte für einen Dialog zwischen der tibetischen Exilregierung in Indien und Peking. Auch wenn man die Politik der KP-Chinas
in Tibet in einigen Punkten kritisieren mag, frage ich mich im Augenblick dieser zustände in Tibet ist der Dalia Lama wirklich so friedfertig und gewaltlos wie das von der international organisierte Lama-Fan-Gemeinde verbreitet wird.
Shoko Asahara, der Guru der japanischen Aum- Sekte und Verantwortliche für die Giftgasanschläge auf die Tokioter U-Bahn im Jahre 1994.Dieser Shoko Asahara verdankt seine rasche Karriere in Japans Esoterik-Szene den persönlich gezeichneten Empfehlungsschreiben des Dalai Lama. Und auch noch nachdem die Mordanschläge Asaharas weltweit für Entsetzen sorgten, bezeichnete der Tibeter Asahara als seinen, wenn auch unvollkommenen Freund.

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24. März 2008 08:47

Was sich

Rene Meyer (matrix1329)

die "freien" Medien da diesmal geleistet haben, geht ja auch auf keine Kuhhaut mehr. So unprofessionell falsche Bilder zu verwenden... Das hat mich echt wütend gemacht, und meiner Illusionen über diese "Demokratie" beraubt. Übrigens hat RTL sich schon entschuldigt, chinesische Verbände in Deutschland werden wohl nächste Woche gegen die ständige Verunglimpfung der Chinesen in deutschen Medien demonstrieren.

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24. März 2008 03:55

Dank an die FAZ und die falschen Bilder...

Ferdinand Poellath (FPoellath)

Es ist gut zu lesen das es doch noch einige Stimmen der Vernunft in dieser neuen Chinahysterie gibt. Niemand wird tatsaechliches Unrecht verteidigen wollen aber Tatsache ist doch das bisher nur bekannt ist das Unbekannte Banden Geschäfte und Wohnungen von Hanchinesen in Lahsa angegriffen haben und dabei zwischen 10 und 100 Tibeter und Chinesen umkamen. Alle anderen Meldung sind sehr zweifelhaft, da natülich die Chinesische Seite ihren Standpunkt hat welchen sie kommunizieren will als auch die "westliche" nicht frei von Propaganda ist. Das dies nun sogar in Deutschen Medien die Form von "Schwarzer Propaganda"-früher sagte man Lügenpropaganda-passiert ist eine bedauerliche Entwicklung. Allerdings kann sie uns auch als Augenöffner dienen und zeigen das nichts wichtiger ist als die eigene rationale und kritische Beurteilung von Ereignissen. In der DDR wussten die meisten Menschen das sie"zwischen den Zeilen lesen"mussten. In der BRD haben viele Menschen noch einen sehr Naiven Glauben an die Medien. Vielleicht helfen uns solche Ereignisse wieder mehr unserem eigenen gesunden Menschenverstand zu vertrauen.

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24. März 2008 00:53

Ein durchsichtiges Spiel der Pekinger Junta

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Nachdem alle Ausländer aus Tibet ausgewiesen wurden, soll das Berichtertattungsmonopol der staatlich gelenkten Presse Chinas durch Diffamierung der unabhängigen Presse verfestigt werden. Armselig, dieses Regime.
Armselig auch das grelle Schweigen der berufsmäßigen Menschenrechtsapostel, Hamas-Verharmloser, Kosovo-Versteher usw. usf.

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24. März 2008 00:35

Manipulation ja...seitens der Chinesen!

Achim Braun (globaladi)

Die einzig wirkliche Manipulation war die Ausweisung der ausländischen Berichterstatter. Wenn dann auch noch das Internet zensiert wird, scheint China bezüglich Meinungs- und Pressefreiheit wieder den Stand wie zu Mao's Zeiten erreicht zu haben. China fürchtet die realen Bilder, nicht nur dem Ausland gegenüber. Für das herrschende Regime wären Bilder über das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte auch innenpolitisch sehr belastend. Manipulation in allen Lebensbereichen ist die Grundlage, auf der die (All-)Macht der kommunistischen Partei aufgebaut ist. Sie kämpft langfristig selbst, wie die Tibeter auch, ums nackte Überleben. Je länger sie die Zügel in der Hand hält, desto mehr Zeit haben die Parteikader, sich und ihre Clans in Politik, Wirtschaft und Verwaltung richtig zu positionieren. Und wo Kommunisten den schieren Kaptialisimus verwalten, beruht deren Machterhalt vorallem mit Zuhilfenahme eines Instrumentes:
Der Manipulation!

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23. März 2008 23:33

Ein totalitäres Regime,

Michael Menzel (Galenos)


das die Weltöffentlichkeit ausschließt, indem es ALLE Journalisten ausschließt, hat sich nicht über die Fehlinterpretationen einzelner herausgeschmuggelter Bilder zu beschweren. Es gibt kein Korrektiv, indem unterschiedliche Beobachtungen miteinander verglichen und bewertet werden können.

Die geschichtliche Erfahrung lehrt, daß Staaten, die Aktionen im Verborgenen vollziehen, schreckliche Geschehnisse zu verbergen haben, vor allem, nachdem sie solche vorher angekündigt haben!

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23. März 2008 22:56

Die olympische Idee stirbt durch Gesichtsverlust

Karl Georg Lampert (kageola)

Die Olmypischen Spiele treiben China zur Eile, das Tibet-Problem zu unterdrücken. Das bedeutet übertrieben harte Maßnahmen jetzt. Wenn China sich noch nicht einmal durch die anstehenden Spiele erweichen lässt, wodurch dann? Nach den Spielen wird das chinesische Regime sich noch weniger gehindert fühlen.

Schon jetzt ist klar: mit olympischem Friedensanspruch ließ sich in diesem Fall nichts verbessern. Olympia kann aber in eigener Sache dauherhaft verlieren. Wenn das IOC die Spiele unter diesen Umständen durchführt, konterkariert dies das hohe Ethos Olympias. Das IOC will zwar keine Politik betreiben, verhilft aber dem bedürftigen chinesischen Regime zu einer Fassade. Es ist bis jetzt schon zuviel passiert, zuviel für die olympische Idee. Ich fürchte, sie stirbt an Gesichtsverlust.

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23. März 2008 22:55

Die olympische Idee stirbt durch Gesichtsverlust

Karl Georg Lampert (kageola)

Die Olmypischen Spiele treiben China zur Eile, das Tibet-Problem zu unterdrücken. Das bedeutet übertrieben harte Maßnahmen jetzt. Wenn China sich noch nicht einmal durch die anstehenden Spiele erweichen lässt, wodurch dann? Nach den Spielen wird das chinesische Regime sich noch weniger gehindert fühlen.

Schon jetzt ist klar: mit olympischem Friedensanspruch ließ sich in diesem Fall nichts verbessern. Olympia kann aber in eigener Sache dauherhaft verlieren. Wenn das IOC die Spiele unter diesen Umständen durchführt, konterkariert dies das hohe Ethos Olympias. Das IOC will zwar keine Politik betreiben, verhilft aber dem bedürftigen chinesischen Regime zu einer Fassade. Es ist bis jetzt schon zuviel passiert, zuviel für die olympische Idee. Ich fürchte, sie stirbt an Gesichtsverlust.

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23. März 2008 22:44

Auch die FAZ!

Moritz Petersen (Mo1234)

Auch die FAZ hat manipulative Artikel geschrieben. Da gab (Online) die Überschrift die mit 100 Tote FRAGEZEICHEN endete. das "?" ist aber eine höchst unseriöse Technik ungesicherte Fakten oder wilde Spekulation so darzustellen, dass die meisten Leser "100 Tote!" lesen und erinnern. Damit folgt die FAZ FOXNews die Schlagzeilen wie "End of Days?" "Obama a Muslim?" und ähnliche manipulative Suggestionen veröffentlichte.

Interessanterweise wurde China scharf veruteilt, als sie Panzer und Soldaten zu den Unruheherden schickte, aber dass die KFOR (incl. Deutsche) fast zeitgleich ebenfalls gegegen Unruhen im Kosovo mit Panzerwagen und Soldaten vorrückte, wurde nur am Rande erwähnt.

Die Tibeter wurden selbst dann noch als "friedlich" bezeichnet, als im gleichen Absatz von deren Gewalttaten berichtet wurde.

Als die Chinesische Regierung zugab auf gewaltätige PLÜNDERER geschossen zu haben, schrieb die FAZ, dass China zugegeben habe, dass sie auf DEMONSTRANTEN geschossen hatten.

Dass ausgerechnet Chinesische Medien dies als erstes bemängeln ist zwar anmaßend und heuchlerisch, nicht desto weniger sollte es den deutschen Medien peinlich sein!

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23. März 2008 22:40

Überprüfen

Patricia Jung (jungpf)

Der Vorwürfe ist bei uns selbstverständlich und wird auch geschehen. Wie steht damit in China, dass sollten wir fragen. China ist uns den Beweis schuldig, was in Tibet wirklich geschehen ist. Dieses Vorgehen ist typisch, die anderen zu Sündenböcken zumachen, um sich selbst nicht Frage zu stellen zu müssen. Wie naiv sind die vom IOC eigentlich, als ob es tausend Journalisten gelänge, den präzise funktionierenden massiven staatlichen Überwachungsapparat zu überwinden. Seit Monaten berichten Menschenrechtsorganisationen nicht von einer Verbesserung sondern von einer Verschlechterung der Lage. Und worauf diese gründet sich diese Vermutung, dass sich alles verbessern wird, wenn keiner mehr hinschaut und chinesische Regierung ihre Propagandaspiele hatte.

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23. März 2008 20:28

Chinas Interessen und die heute legitimen Ziele stehen im Widerspruch

Harry LeRoy (Cimon)

Für China stehen handfeste Interessen auf dem Spiel: Wenn es Tibet de facto oder auch formell ziehen lässt, werden bald auch andere eroberte Gebiete wie die Mongolei ihm den Gehorsam aufkündigen. Dazu verfügt Tibet über einen Rohstoff, der schon bald kostbarer sein wird als Gold oder Öl, nämlich Wasser. Fasst alle großen Flüsse China entspringen dem tibetischen Hochland. Die Herrschaft über Tibet ist also die Herrschaft über das Wasser und jene ist seit alters her die Vorraussetzung für die Beherrschung Chinas.

Ein freies Tibet könnte aber über dieses Wasser frei verfügen und würde vermutlich Indien und China für Profit und zur Bewahrung seiner Unabhängigkeit gegeneinander ausspielen. Nachdem sich China nun einmal für die gewaltsame Unterdrückung Tibets entschieden hat, kann es nicht mehr zurück und muss den blutigen Weg des Unrechts weiter gehen, da ihm Tibet seine Untaten wohl nicht mit buddhistischer Nachsicht vergelten würde.

Einen Rechtsanspruch auf Tibet hat China aber nach dem Selbstbestimmungsrecht der Völker nicht und somit kann es seine "berechtigten" Anliegen auch nicht vortragen. Denn gibt es das Unrecht seiner Position einmal zu, so ist diese für immer verloren. So ist ein "vernünftiger" Kompromiss unmöglich.

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