13. März 2008 Haile Gebrselassie hat in Aussicht gestellt, unter bestimmten Bedingungen doch beim olympischen Marathon in Peking zu laufen. Am Montag hatte er seinen Start wegen der Luftverschmutzung in der chinesischen Hauptstadt abgesagt, am Mittwoch sagte der 34 Jahre alte Weltrekordhalter aus Äthiopien: Wenn das Internationale Olympische Komitee eine Strecke außerhalb Pekings sowie eine Startzeit am frühen Morgen wählen sollte, ist es, abhängig von meinem Trainingsstand, nicht völlig ausgeschlossen, dass ich doch über 42 Kilometer antrete.
Gebrselassie, Doppel-Olympiasieger über 10.000 Meter, sagte, es gehe nicht allein um ihn: Diese Entscheidung betrifft alle Athleten, unser aller Gesundheit muss gesichert werden. Der Afrikaner leidet unter Asthma. Er sei erstaunt über die große weltweite Resonanz auf seine Aussagen vom Montag Ich habe viele Medaillen und Titel gewonnen und viele Weltrekorde gebrochen, doch ich habe noch niemals eine solche Aufmerksamkeit erzielt.
Er habe eine sportliche Entscheidung zu treffen, keine politische. Deshalb dürfe man ihn nicht so verstehen, dass er etwas gegen China habe oder sich gegen China als Gastgeber der Olympischen Spiele wende. Gebrselassie sagte, er würdige die Anstrengungen der Chinesen. Die olympischen Anlagen seien exzellent, die medizinische Versorgung gehöre zu den besten der Welt. Das Olympiastadion, das sogenannte Vogelnest, sei ein Stück großartiger Architektur. Gebrselassie steht bei Adidas unter Vertrag, einem der großen Olympiasponsoren in Peking.
Text: F.A.Z., 13.03.2008, Nr. 62 / Seite 32
Bildmaterial: REUTERS
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