Ohne klare Aussagen: IOC-Präsident Jacques Rogge

Olympia-Kommentar

Rogges hohle Phrasen

Für die Chinesen mag die Störung bei der Entzündung des olympischen Feuers ein Eklat gewesen sein. Aber der Sport sollte diese Szene als Ermutigung verstehen. Dagegen eiert IOC-Präsident Jacques Rogge weiter herum - und verschärft somit das Dilemma der Athleten, Trainer und Betreuer. Von Jörg Hahn

Lesermeinungen zum Beitrag

25. März 2008 16:42

Ein Funktionär funktioniert eben

carsten jung (cjung)

Mit den Funktionären und Kadern des IOC und auch des DOSB konnte sich schon immer - und wird sich auch in Zukunft - jedes diktatorische Regime im Glanze der Weltöffentlichkeit sonnen können. Den Vorderen der Verbände sind die eigenen ethischen Grundsätze völlig abhanden gekommen, wenn sie überhaupt in der Zeit des großen Geldes jemals aktuell waren. Ein Funktionär funktioniert eben und denkt nicht lange nach.

Da es beim IOC auch nur scheindemokratisch zugeht - wie in vielen Verbänden auch - könnte man nach dem eisernen Schweigen zu Tibet womöglich noch annehmen, daß es den Herren nicht unrecht ist, was dort geschieht. Vor 1936 war es einigen Entscheidern auch nicht so unrecht, daß die Spiele Berlin eine große Plattform gaben. Alleine dieser naheliegende Verdacht ist es, der die olympische Bewegung, wie sie sich gerne nennt, bloß zu einer weiteren nichtssagenden Fassade verkommen läßt.

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24. März 2008 22:03

tibet baskenland und hohle phrasen

ralf orth (rodeo)

wurden die olympischen spiele in spanien wegen der aufstände im baskenland abgesagt?
ach ja im baskenland sind es teroristen in tibet freihtskämpfer.

soviel zu hohlen phrasen bei der faz

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24. März 2008 18:33

olympische Werte?? Welche?

Maria Roma (MarRom)

Wenn Gewalt nicht den olympischen Werten entspricht, wieso werden die Spiele dann in China ausgetragen, trotz der jüngsten Ereignisse in Tibet (mal abgesehen davon, dass China unzählige Male bereits diese Werte mit Füßen getreten hat). "China werde sich durch die Spiele öffnen, die Spiele seien eine Kraft zum Guten." Eine solch naive Aussage ist mir schon lang nicht mehr zu Gehör gekommen.
Lächerlich.
Wie mit den Demonstranten, den drei ROG Mitgliedern und der Kameraführung während der Entzündung des olympischen Feuers umgegangen wurde, beweist, dass nicht nur China die Menschenrechte, allem voran das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Medienfreiheit, besudelt.
Und was von den olympischen Werte geblieben ist? Nichts. Das haben die heutigen Ereignisse ein für allemal bewiesen.

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24. März 2008 18:31

Rogges hohle Phrasen

Hans Schwarz (Hans.Schwarz)

Dieses IOC unter Rogge zeigt uns weltweit , daß bestimmte Funktionäre nichts aber rein gar nichts aus der Geschichte seit Berlin 1936 gelernt haben.
Feigheit vor dem Feind, nannte man das damals schon außerhalb Nazi-Deutschland.
Hans Schwarz, Norderstedt

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24. März 2008 16:51

Geist der Spiele?

David Andres (DerNagus)

Es ist ja ohnehin schon lange her, dass der "Geist der olympischen Spiele", also nur in friedlichen Zeiten abgehalten zu werden, richtige Anwendung fand. Friedlich ist unsere Zeit nun wahrlich nicht. Weitaus bedenklicher ist es, dass diese große Sportveranstaltung in der Geschichte stets benutzt wurde, um diese oder jene Ideologie, Staat oder Nation darzustellen. So auch jetzt. Aus der Geschichte wird nicht gelernt. Weiterhin wird, um des Geldes Willen vor allem, jeder moralische Zweifel unter dem Deckmantel "man sei keine politische Organisation" beiseite gewischt. Jacques Rogge ist ein Musterbeispiel dafür, wie sich große Verantwortliche ihrer Verantwortung entziehen, jedem Widerstand aus dem Weg gehen und alle nur möglichen Chancen auf "Sinngebung der Spiele" vergeben. Das eigene deutsche olympische Konformitätsgrüppchen ist da schon fast zu vernachlässigen.
Große Organisationen leben, organisieren, vor, was sich im Geist vieler Menschen breit macht. "Was geht mich das an", "Irgendwie findet sich das schon". Geballte Gleichgültigkeit, um möglichst schnelle Zeiten, weite Weiten und eine "friedliche" Vorstellung genießen zu können. Na dann "Sport frei!".

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24. März 2008 16:09

Es geht nur

heinz peter (pitiplatsch)

um Kohle um sonst nichts. Ich kann mir nicht vorstellen, das ein Athlet in diesem Staat fröhliche Spiele machen kann und die Gewalt in Tibet vergisst, ausser er oder sie, ist so korrupt und liderlich wie die Chinesischen Truppen oder der Bush. Rogger sollte zum Chinesischen Capo gehen und um ihn rumschleimen.

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24. März 2008 15:26

Wirtschaft kommt vor Ethik -

Hanspeter Bühler (Napoleon3)

vor allem für die meisten Politiker und Funktinäre, die ohnehin "Partei" sind, die also ihre persönlichen wirtschaftlichen Beweggründe über die menschlichen Grundrechte stellen. An und für sich ist doch jedem aufgeklärten Menschen absolut klar, welcher Unrechtstaat China darstellt. Diese konservativ stalinistischen Ewiggestrigen täuschen doch niemanden darüber hinweg, wessen Willen und weshalb dieser durchgedrückt wird. "Machtverlust" ist das magische Wort! Schon von Anfang an war die Zuteilung der Olympischen Spiele an China eine zynische Farce. Die chinesischen Menschenrechte haben nie auch nur annähernd unseren Ansprüchen genügt.

Alle Politiker auf der Welt haben zwar Angst vor ihrem Volk - ohne Volk regiert es sich einfacher. Auch Hitler hat das Volk mit den Ermächtigungsgesetz ausgeklammert. Demokratie ist ein zartes Pflänzchen, das immer wieder gepflegt werden möchte.

Anhand der Vorkommnisse in der Hessen-SPD haben wir zuletzt erleben müssen, wie auch in Deutschland Demokatie mit Füssen getreten werden kann. Und in der Schweiz wurde 2007 der fähigste wenn auch umstrittenste Minister aus seinem Amt intrigiert. Auch dort waren die Machtansprüche offenbar wichtiger als das Votum de Wähler.

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24. März 2008 15:05

Eine seltsame Bezugnahme auf den "friedfertigen Geist" ...

Friedrich Lorenz (LOCONS)

... ist dies schon, verehrter Herr Hahn, ihn, den Geist, nur und allein bei China einzufordern.

Nennen wir das Kind doch beim Namen: Klar ist der Gastgeber nicht das Gelbe vom Ei in Sachen Demokratie und Menschenrechte. Aber der unter Zuhilfenahme des Vehikels "Olympia" (beförderte und inszenierte) Aufstand der Tibeter war ebenfalls nicht die Tat eines Ehrenmannes. Er geriet wohl zu einem kleinen Schweinebucht-Debakel.

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24. März 2008 14:58

Tretet Rogge und dem chinesischen Diktatoren-Regime kräftig in den Arsch,

Wilhelm Friedrich (WillyF)

liebe Athleten, indem Ihr in China Eure Meinung sagt. Jeder Athlet, der deswegen von den Spielen ausgeschlossen werden würde, wäre ein Beleg für die menschenverachtenden Begleitumstände dieser Spiele in einem diktatorisch regierten China und die Charta-widrigen, aber diktatorenfreundlichen Lippenbekenntnisse des IOC.

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