“Das Wort des Dalai Lamas stimmt zu hundert Prozent“: Hans Kammerlander

Bergsteiger Hans Kammerlander

„Die Chinesen sind Meister der Zerstörung“

Hans Kammerlander war seit zehn Jahren nicht mehr in Tibet. Weil der Höhenbergsteiger die Politik Pekings kritisiert, bekommt er kein Visum mehr. Im F.A.Z.-Interview spricht er über Begleitoffiziere beim Klettern, kulturellen Völkermord und einen Olympia-Boykott.

Lesermeinungen zum Beitrag

21. März 2008 19:25

Was ist nach Mao von der "Jahrtausende alten Nation" und Kultur übrig?

marlene monton (marlene1115)

Gar nichts. Wie kann sonst ein Land, das früher die Auswirkungen seiner Politik auf Jahrhunderte erwog sonst in eine Situation kommen, in der ganze Städte für die nächsten 20 Jahre gebaut werden, und die Umwelt derart vergiftet wird, dass man den Eindruck gewinnt, die ganz nahe Zukunft interessiert auch nicht mehr. Dazu noch die Forderung Chinas, dass diese Umweltprobleme auch von den Nationen zu ignorieren sind, die China wirtschaftlich zugewandt sind. Diese hirnlose Politik hat überhaupt keine Tradition, keine Kultur, keine Geschichte. Wie zynisch erscheinen die Kommerntare von Chinareisenden, wenn man es vor dem Hintergrund der Spiele von 1936 sieht.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
21. März 2008 17:17

Der Aerger ueber die Visaverweigerung

Peter Szameitat (MAKSAS)

In dieser frech-banalen Sprache ueber eine jahrtausendalte Nation & ca. 1,3 Milliarden herzuziehen spottet jeder Beschreibung. Wer China in den letzten 15 Jahren, nicht nur die Grosstaedte, besuchte, war immer wieder ueberrascht ueber die wirtschaftlichen, in den laendlichen Gebieten langsameren, wissenschaftl. und kulturellen Fortschritte. Zoegerlich & langsam wieder die Hinwendung zum Buddhismus. Klar aber muss sein, vor allem wenn man es vergleicht mit anderen Staaten, das es in diesem Riesenreich, mit ueber 60 ethnischen Gruppen, starke Gegensaetze gibt. Tibet gehoerte immer zu China & wurde von den versch. Dynastien jeweils ihrem Machtgefuege unterstellt. Tibet selbst war ein lamaistischer Kirchenstaat, der zeitweise unter der ihr aufgelegten Last durch die mehr als 3.000 Kloester zu leiden hatte. Die Schwieirgkeit Chinas war, ist es, die Tibeter an ein modernes Leben, wo die Religion Privatsache ist, heranzufuehren. Nicht nur China hat bei religioes gefuehrten Regionen dieses Problem! Fuenf ineinandergreifende Ringe (blau, gelb, schwarz, gruen, rot) auf weissem Grund, die Olympiaflagge, versinnbildlichen die feunf Erdteile, nicht nur Tibet, nicht nur China. Ein Olympiaboykott heisst weg vom Dialog, weg vom Frieden!
MAKSAS

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
20. März 2008 10:41

Besser: Kein Boykott...

emma flocati (emma7)

...so viel Aufmerksamkeit wird Tibet vielleicht nie mehr bekommen wie im Sommer. Die beste Chance als Athlet Sport und Menschenrechte zusammenzubringen ist hinzugehen und das geballte Medieninteresse zu nutzen.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
19. März 2008 20:14

Die olympischen Spiele können nicht neutral bleiben

Lukas Werth (lukaswerth)

und müßten ein politisches Zeichen setzen. Man kann nicht einfach so tun, als würden in Tibet keine Menschen geknechtet und umgebracht, als wäre Sort wichtiger als diese Dinge. Er ist es nicht, im Gegenteil, internationale sportliche Wettkämpfe machen nur Sinn im Rahmen einer durch die Idee der Völkerverständigung und damit auch Menschenrechte inspirierten Agenda.
Eigentlich können hier nicht nur die Sportler selbst, sondern auch die Zuschauer etwas tun und fernbleiben von bunten Bildern schöner Körper, wenn diese ein Verbrechen zukitten sollen. Auch auf diese Art könnte ein Boykott stattfinden.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
19. März 2008 17:11

Wie man sich bettet...

henry nold (henrynold)

...so liegt man. Durch die "westliche" Komplizenschaft mit einem faschistoid-nationlistischen, sich "kommunistisch" nennenden Mafia-Regime, das immer noch den Schlächter Mao (70 Millionen Tote) verehrt, färbt einiges ab. Ein System, auf Lügen gebaut, wie auch unsere derzeitige "soziale" Marktwirtschaft, wird keine lange Halbwertzeit haben. Peking 2008 = Berlin 1936, ein nicht offensichtlicher Vergleich. Wer gräbt, erkennt viele Analogien.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
19. März 2008 16:36

Die erfahrenen Topleute sollen wegbleiben

Stefan Stahl (RadaDoll)

Hans Kammerlander redet Klartext.
Kein Vergleich zu dem schweigenden Jaques Rogge, dem herumlavierenden Thomas Bach und der Bundeswehrangehörigen Imke Duplitzer, die um ihre Existenzgrundlage fürchtet.

Aber vielleicht ist man als Bergsteiger einfach mutiger!

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
1 - 6 von 6 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche