'angesichts der blutigen Niederschlagung von Protesten in Lhasa', heißt es oben - ohne Anführungszeichen, als wäre es eine Tatsache.
In Wirklichkeit zeichnet sich jedoch immer mehr ab, dass es letzten Freitag umgekehrt war. Die Chinesen haben versucht, es besser zu machen und nicht auf Demonstranten geschossen. Radikale Demonstranten haben diese neue Freiheit aber mißbraucht und sich in Gewaltexzesse gesteigert, wie insbesondere der Augenzeugenbericht des Economist Reporters eindrucksvoll belegt (leider in Englisch):
http://www.economist.com/daily/news/PrinterFriendly.cfm?story_id=10870258
Die Falschinformation von der in diesem Falle gar nicht vorhandenen chinesischen Gewalt fördert weitere Gewaltexzesse der neuen Protest-Generation in Tibet:
http://www.stern.de/politik/ausland/614291.html?nv=ct_mt
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27526/1.html
Deswegen hat der Dalai Lama seine Landsleute nachdrücklich aufgerufen, sich in Zukunft friedfertiger zu verhalten und ist im Übrigen gegen Blokade:
http://www.faz.net/s/Rub12B8DA96820F497992EEB0FCA66A2524/Doc~EBE61ADD8A09C4F57A8AE3E4A8E4CEF34~ATpl~Ecommon~Scontent.html
http://www.dw-world.de/dw/function/0,,12356_cid_3199764,00.html?maca=de-aa-news-855-rdf
Ich hoffe dass sein Aufruf zur Beruhigung führt und die alten Autonomie-Verhandlungen danach vielleicht wieder aufgenommen werden können.
Martin Berger