In Schieflage: Der Deutschland-Achter ist in einer tiefen Krise

Kurz vor Olympia

Ruder-Flaggschiff in unruhigem Gewässer

Am Wochenende lieferte der Deutschland-Achter bei der Rotsee-Regatta eine katastrophale Vorstellung ab. Nun soll eine neue Besatzung das einstige Flaggschiff des deutschen Ruderns wieder auf Kurs bringen. Die Verantwortung trägt ein neuer Trainer.

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04. Juni 2008 19:09

Telfahrt des Deutschlandachters

Bernhard Tebrügge (Pigge)

Der Deutsche Ruderverband hat es geschafft, den erfolgreichsten Achter der Welt (Weltmeister 2006, Vizeweltmeister 2007) in wenigen Monaten auf eine solche Talfahrt zu schicken, dass bei den letzten Rennen die Weltspitze um Längen enteilt ist. Ursache dafür ist nicht, dass die erfolgreichen "Alten" untrainiert oder demotiviert sind, sondern dass nach fragwürdigen Tests im Frühjahr zunächst die Hälfte des alten Achters hinausgeworfen wurde, danach weitere Umbesetzungen erfolgten, und nun auch die letzten 4 "alten Ruderer" gefeuert wurden. Der "neue Achter" setzt sich jetzt nur aus unerfahrenen, international nicht erfolgreichen Ruderern zusammen, während der vollständige "Weltmeisterachter" eingespielt und gesund ist. Dieser "alte Achter", der noch vor 9 Monaten Vizeweltmeister geworden ist, fordert zu Recht die Chance, sich mit dem "neuen Achter" messen zu können. Der Skandal im DRV besteht nicht nur in den chaotischen Umbesetzungen der letzten Wochen, noch schlimmer ist es, dass die Funktionäre einen fairen Wettstreit zur Ermittlung des besten Bootes verhindern, denn das ist es, was die verdienten Ruderer mit Recht fordern. Das schnellste Boot sollte nach Peking fahren!

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