Schwimmen

Amerikanische Medaillenhoffnung Hardy gedopt

24. Juli 2008 Zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in Peking gibt es offenbar einen ersten Dopingfall in der amerikanischen Olympiamannschaft. Die Schwimmerin Jessica Hardy, die bei den Olympischen Spielen in Peking über 100 Meter Brust, 50 Meter Freistil und der 400 Meter Freistilstaffel starten sollte, ist positiv auf eine noch nicht näher benanntes, illegales Stimulanz getestet worden, berichten amerikanische Medien übereinstimmend.

Nach Informationen der Fachzeitschrift „Swimming World Magazine“ wurde die positive A-Probe, die bei den amerikanischen Olympiaausscheidungen vor gut drei Wochen entnommen, von einem amerikanischen Trainer bestätigt, der nicht Mitglied der Olympiamannschaft sei. Die Internetseite des Fernsehsenders NBC meldet, auch Hardys B-Probe sei positiv.

Hardy schwamm 2005 Weltrekord

Amerikanische Schwimmer hätten „Swimming World Magazine“ bestätigt, dass Hardy das Trainingslager der Olympiaschwimmer in Arizona verlassen habe. Zu ihrem Agenten Evan Morgenstein habe Hardy gesagt: „Ich habe nie etwas falsch gemacht. Ich habe niemals betrogen.“ Die 21 Jahre alte Schwimmerin aus Kalifornien wurde 2005 in Montreal Weltmeisterin über 100 Meter Brust. Ihr damals aufgestellter Weltrekord - 1:06,20 Minuten - ist bis heute amerikanischer Rekord.

Offizielle Mitglieder der amerikanischen Olympiadelegation haben sich zu den Medlungen bislang nicht geäußert. Sollte Hardy gesperrt werden, dürften die Amerikaner keine Schwimmerin nachnominieren, da die Meldefrist abgelaufen ist. Bei den olympischen Schwimmwettbewerben werden erbitterte Duelle zwischen den amerikanischen und den australischen Schwimmern erwartet.



Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AFP

 

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