Zwei schwere Erdbeben haben die Salomonen im Südpazifik erschüttert, eines davon mit Stärke 8,0. Auf der Inselgruppe im Südpazifik kamen mindestens fünfzehn Menschen ums Leben, zahlreiche weitere Opfer werden befürchtet. Von Alexander Hofmann
Ein starkes Erdbeben hat am Sonntag die indonesische Insel Sulawesi erschüttert. Das Epizentrum lag südöstlich von Manado am Nordende der Insel. Eine sofort ausgegebene Tsunami-Warnung erwies sich jedoch als unbegründet.
Knapp eine Woche nach dem Seebeben vor der indonesischen Insel Java ist die Zahl der Tsunami-Opfer auf fast 670 gestiegen. In bislang unzugänglichen Gebieten seien 100 weitere Leichen entdeckt worden.
Spezial Die Provinz Aceh im Norden Sumatras wurde zum Symbol der Tsunami-Katastrophe. Doch erst Mitte April hat die indonesische Regierung hier eine Wiederaufbaubehörde ins Leben gerufen. Die Normalität ist noch weit entfernt.
Spezial Mindestens drei Nachbeben mit einer Stärke von bis zu 6,1 auf der Richterskala haben die Menschen auf der indonesischen Insel Nias am Donnerstag erneut in Angst und Schrecken versetzt. Die Suche nach Überlebenden geht weiter.
In einem Meer von Geröll sitzen sechs junge Leute unter einer Regenplane und füllen Formulare aus. Der Boden ist gekachelt - es ist das Fundament eines Hauses, das in den Fluten verschwunden ist. Die Menschen reden von Aufschwung in Banda Aceh.
Auf mindestens sieben Milliarden Dollar schätzt der Internationale Währungsfonds die Kosten für den Wiederaufbau allein in den vom Tsunami besonders stark betroffenen Ländern Indonesien, Maledieven und Sri Lanka.
Mit einer neuen Therapie helfen Konstanzer Psychologen traumatisierten Flutopfern in Sri Lanka. Verängstigte Menschen werden dazu gebracht ihre Erlebnisse zu schildern, um sie als Vergangenheit zu begreifen.
Das japanische Engagement im asiatischen Katastrophengebiet dient auch der Imagepflege. Japan tastet sich vor - zu einer erweiterten Selbstverteidigung.
Mit Unmengen an Medikamenten und viel Idealismus versucht ein deutsches Ärzteteam im Katastrophengebiet von Sri Lanka zu helfen und zu heilen. Sie arbeiten unter desolaten Bedingungen, die sie selbst so nicht erwartet hätten.
Jeffrey Sachs, Millenniumsbeauftragter der Vereinten Nationen, fordert die Bundesregierung auf, einen Zeitplan für die Aufstockung ihrer Entwicklungshilfe Hilfe vorzulegen - F.A.Z.-Interview.
Das frühe Aus für ein deutsches Frühwarnsystem? Die Pläne der Bundesregierung stoßen bei der Unesco auf wenig Gegenliebe. Dort will man sich lieber der funktionierenden Systeme des Pazifiks bedienen.
Die bestehenden Warnsysteme arbeiten zwar zuverlässig, schöpfen aber längst nicht alle technischen Möglichkeiten zur Tsunami-Frühwarnung aus. Vor allem Satelliten könnten ein effektives drittes Auge sein.
Die Welt müsse aus der Tsunami-Katastrophe lernen, gemeinsam in eine Vorbeugung investieren, mahnte UN-Generalsekretär Annan. Prompt gab es auf der Katastrophenschutzkonferenz Streit um den Aufbau eines Warnsystems.
Vergleichszahlen, genaue Grundlagen für Schadensschätzungen: Die Aussage, daß die Erde immer mehr von Naturkatastrophen durchgeschüttelt werde, steht nach Ansicht von Forschern auf tönernen Füßen.
Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering findet die Millionenspende Michael Schumachers an die Flutopfer eitel. Er mag lieber ganz kleine Beträge, die den Spendern wirklich wehtun und die Steuerkasse schonen.
Im flutgeschädigten Banda Aceh ist die Not immer noch groß. Doch die Hilfe wird behindert. Aus Furcht vor Kontrollverlust läßt das indonesische Militär keine Maßnahme der Helfer unbeobachtet.
In der Katastrophenregion auf Sumatra leistet die Bundeswehr humanitäre Hilfe in bisher nicht gekanntem Umfang. In Indonesien droht derweil nach Einsetzen der Regenzeit eine Malaria-Epidemie.