Video-Filmkritiken

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Liebe, Trauer und Tod: „Kirschblüten - Hanami“

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07. März 2008 Doris Dörrie erzählt uns in „Kirschblüten - Hanami“ vom Leben und vom Tod, aber leider glauben wir weder das eine noch das andere. Eine Ehe endet mit dem Tod der Frau (Hannelore Elsner). Das Paar lebt auf dem Dorf in Bayern, die Tage verlaufen einer wie der andere, weil der Mann (Elmar Wepper) das so will. Die Frau, Trudi, wäre gern Buthotänzerin geworden und nach Japan gefahren, wo einer ihrer Söhne lebt. Allein das klingt schon sehr ausgedacht, und wenn man dann sieht, wie Trudi ihrem Mann Rudi die Hausschuhe hinstellt, wenn er nach Hause kommt, fragt man sich, ob es solche Ehen, solche Leben, eine solche Frau wirklich noch gibt? Als sie plötzlich stirbt, reist Rudi nach Japan, zieht Trudis Kleider an, um ihr zu zeigen, was sie nicht mehr sehen konnte.

So wie Wepper das spielt, könnten wir fast glauben, dass da in der Trauer ein neuer Mann in Rudi zum Vorschein kommt, der mit einer achtzehnjährigen Buthotänzerin zum Fujiyama fährt. Aber nur fast. Doris Dörrie kennt Japan gut, präsentiert es uns aber aus touristischer Perspektive, Rudi ist ja auch Tourist. Aber so haben wir Japan schon oft gesehen, und es wird nicht klar, warum uns das nun wieder gezeigt wird. Wir verstehen am Ende nicht mehr von dieser Liebe, der Trauer oder dem Tod, und das liegt auch daran, dass der Film überhaupt keine Sprödigkeit hat, die man beim Thema Tod doch erwartet hätte.



Text: lue. / F.A.Z.
Bildmaterial: Fox

Berlinale-Regisseure im Gespräch

Man muss sie an den Haaren ins Kino ziehen

Warten auf den großen Auftritt: Rosa von Praunheim (l.), Doris Dörrie und Lui...

Doris Dörrie, Luigi Falorni und Rosa von Praunheim: Drei Filmemacher, die alle einen Film auf der Berlinale zeigen, reden über das deutsche Kino - und rätseln gemeinsam darüber, was für eine Generation da gerade an den Filmhochschulen heranwächst.

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Der Oscar-Gewinner: „No Country for Old Men“

Spezial Der Beginn eines reifen Werks: „No Country For Old Men“ von den Coen-Brüdern, der große Sieger bei der diesjährigen Oscar-Verleihung, ist ein extrem verlangsamter Thriller, der nie seine Spannung verliert. Von Verena Lueken

Oscar-Favorit „No Country for Old Men“

Halten Sie still!

Kein Land für alte Männer: Javier Bardem als Anton Chigurh

Wer gewinnt die Oscars? Die Coen-Brüder hätten einen Preis für „No Country for Old Men“ verdient. Doch sie haben mit Andersons „There Will Be Blood“ starke Konkurrenz - beide Filme zeigen eine kalte Hoffnungslosigkeit, die sich Hollywood seit langem nicht mehr geleistet hat. Von Andreas Kilb

Oscar-Verleihung 2008

Amerika feiert die Europäer

Marion Cotillard (“La Vie en Rose“) setzte sich gegen die Favoritinnen durch

Spezial Der Film „No Country for Old Men“ von den Coen-Brüdern hat den Oscar für den besten Film und die beste Regie gewonnen. Die prämierten Darsteller kommen allesamt aus Europa: Daniel Day-Lewis, Marion Cotillard, Tilda Swinton und Javier Bardem. Der Auslands-Oscar geht nach Österreich.

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Haarsträubend genial: „I'm Not There“

Spezial „I'm Not There“ von Todd Haynes soll ein Biopic über Bob Dylan sein und will es auch wieder nicht sein. Gespielt wird der Sänger von sechs Männern, einem kleinen schwarzen Jungen und einer Frau.

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Zerrissen: „Die Liebe in den Zeiten der Cholera“

Spezial Die „Liebe in den Zeiten der Cholera“ von Gabriel García Márquez ist einer der größten Romane des zwanzigsten Jahrhunderts. Mike Newells Verfilmung versucht den Spagat zwischen Marktgängigkeit und Texttreue. Von Andreas Kilb

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Alttestamentarische Wucht: „There Will Be Blood“

Spezial Daniel Day-Lewis als Ölmann ist noch härter und steiniger, noch schwerer zu durchdringen als der Felsenboden: Paul Thomas Andersons „There Will Be Blood“ ist ein großer Film, den man nicht leicht aushalten kann. Von Claudius Seidl

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Scharfsinnig: „Der Krieg des Charlie Wilson“

Spezial Mike Nichols hat über das Ende des Kalten Krieges eine starbesetzte Komödie gedreht. „Der Krieg des Charlie Wilson“ mit Tom Hanks, Julia Roberts und Philip Seymour Hoffman fußt auf einer wahren Geschichte. Von Verena Lueken

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Sean Penns stärkster Film: „In die Wildnis“

Spezial „Ich hatte ein glückliches Leben“, sagt Christopher McCandless, vierundzwanzig Jahre alt, bevor er irgendwo in Alaska verhungert. Der Film „Into the Wild“ erzählt seine Geschichte. Von Verena Lueken

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Unbeweglich: „My Blueberry Nights“

Spezial Wong Kar-wai hat seinen ersten englischsprachigen Film gedreht, mit den Stars Norah Jones und Jude Law. Und dann das. Freundlich gesagt, ist „My Blueberry Nights“ ein Film für Leute, die mit diesem Regisseur bisher nicht allzu viel anfangen konnten. Von Peter Körte

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Vertreibung aus dem Paradies: „Drachenläufer“

Spezial Mit „Drachenläufer“ ist Khaled Hosseini ein internationaler Bestseller geglückt. Marc Forster hat den Roman, einen nostalgischen Blick auf Afghanistan aus Kinderperspektive, verfilmt.

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Will allein zu Haus: „I Am Legend“

Spezial Will Smith muss seinen neuen Film allein tragen, weil alle anderen tot sind, jedenfalls als Menschen. Als Bestien leben sie weiter. Doch im Horror entdecken wir auch einen neuen Zauber New Yorks.

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„Darjeeling Limited“- Der Plot der kleinen Dinge

Spezial Wes Andersons neuer Film schickt drei Brüder auf eine Zugreise durch Indien, auf der sie Erleuchtungen der besonderen Art empfangen. Es ist ein Film voller Sehnsucht und Nostalgie, der um die furchtbare Angst vor der Unausweichlichkeit des Alterns kreist. Christian Kracht war begeistert.

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Königin Cate im Puppenheim: „Elizabeth - Das goldene Königreich“

Spezial Cate Blanchett hat sich gesträubt, doch zum zweiten Male spielt sie nun die Rolle der Queen. „Das goldene Königreich“ zeigt schöne Bilder und verweigert seiner Heldin, was sie dringend bräuchte: einen starken Gegner. Von Andreas Kilb

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Mann gegen Mann: „Todeszug nach Yuma“

Spezial So heißen doch heute keine Filme mehr. Und: Solche Filme werden doch eigentlich gar nicht mehr gemacht. James Mangold lässt in „Todeszug nach Yuma“ Gut und Böse gegeneinander kämpfen, als wäre es das erste Mal - ein Duell zwischen Russell Crowe und Christian Bale. Von Michael Althen

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Reife Leistung: „An ihrer Seite“

Spezial In Sarah Polleys ergreifendem Regiedebüt „An ihrer Seite“ mit Julie Christie geht es vordergründig um Alzheimer-Patienten, in Wahrheit aber um die Frage, wie viel eine Ehe wert ist, wenn die Erinnerungen schwinden. Von Michael Althen

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Nicht viel außer Bildchen: „Nichts als Gespenster“

Spezial Martin Gypkens hat Erzählungen von Judith Hermann verfilmt: „Nichts als Gespenster“ ist eine Mischung aus Generationenskizze und Reisekatalog geworden. Und hat ein konzeptionelles Problem. Von Andreas Kilb

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Schwarzweiß wie das Leben: „Persepolis“

Spezial Die iranische Zeichnerin Marjane Satrapi hat ihren Comic „Persepolis“ verfilmt - die traurig-komische Geschichte eines kleinen, rebellischen Mädchens in Teheran. Von Julia Encke

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Zu naiv: „American Gangster“

Spezial In seinem Film „American Gangster“ zeigt Ridley Scott den Handel mit Drogen von einer ganz neuen Seite. Er erzählt weniger von den Gesetzen der Straße als von denen des Marktes. Doch der intelligente, kurzweilige Film hat seine Schwächen, findet Johanna Adorján.

Video-Filmkritik: „Abbitte“

Tragödie von Liebe, Verleumdung und Tod

Spezial Ian McEwans Roman von 2001 war ein Welterfolg. Joe Wright hat „Abbitte“ nun mit Keira Knightley in der Hauptrolle texttreu in ein filmisches Puzzle verwandelt, das jedoch zunehmend an Kraft verliert: Es ist alles schön anzuschauen, aber vieles hat fast gar nichts zu bedeuten, meint Andreas Kilb.

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Kunst der Verschlüsselung: „It's Winter“

Spezial Besser als durch seine herausragende Filmkunst kann man Iran aus der Ferne kaum kennenlernen. Rafi Pitts' Film „It's Winter“ überzeugt durch die orientalische Leuchtkraft seiner Bilder selbst in der Winterszeit.

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Wenig Lust, viel Vorsicht: „Gefahr und Begierde“

Spezial China im Zweiten Weltkrieg: Eine Studentin soll den Geheimdienstchef verführen und so die Gelegenheit für ein Attentat schaffen. Ang Lees mit dem Goldenen Löwen ausgezeichneter Film heißt „Gefahr und Begierde“. Ein wenig mehr von beidem hätte nichts geschadet.