Der Dollar gestützt von einem Riesen auf tönernen Füßen

Devisen

Warum Amerikas Weltmacht den Dollar stabilisiert

Die Vereinigten Staaten verschulden sich immer höher im Ausland, um den Konsum ihrer Bürger zu finanzieren. Die Strategie geht auf, solange das Land Supermacht bleibt.

Lesermeinungen zum Beitrag

08. Juni 2006 14:00

Eine Theorie nicht weit von der Wirklichkeit!

Behrouz Rajabi (rajabi)

Amerikaner müssen sich gut überlegen, was für sie das Beste ist!
Eine finanztechnischer Gau wäre, wenn Iran(+Venezuela+ andere schlafende Hunde) wirklich seine Pläne zur Eröffnung eines Öl-Marktes auf Euro- bzw. andere Währungsbasis verwirklichen würde!
Dann müssen Chinesen und Japaner, welche mit Abstand die größte Dollarbesitzer sind, ihre Dollarreserven gegen Euro-Reserven umtauschen.
Das würde heißen, dass sie für ihre Energieversorgung (ÖL-Einkauf) notwendige Reserven in Höhe von ca. 800-1000 Milliarden Dollar auflösen müssten.

Man braucht kein Experte zu sein, um sich die Auswirkungen dieser Transaktionen vorstellen zu können.

Ein solcher Crash wäre zwar ein temporärer Untergang, aber notwendig um die Weltwirtschaft aber auch den Weltfrieden nachhaltig zu stabilisieren.

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08. Juni 2006 13:08

Ware Geld II

gisbert heimes (gisbert4)

Im Orbit der globalen Rohstoff-, Güter- und Dienstleistungsströme kreist eine gewaltige Geldblase. Sie ernährt ihre Händler auf die erlesenste Art und Weise. Darum hüten sie sie wie einen Augapfel. Wenn sie platzen sollte und sich ihr Inhalt ergießt, wird sie alles unter sich platt machen. Bonne Chance, ihr Händler!

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08. Juni 2006 12:26

Geld ist nicht Quittung, sondern Schuldverschreibung

Sophia Orti (rum)

Und nur ein Betrüger verschuldet sich, ohne die Absicht, seine Schulden vollkommen zu bezahlen.

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08. Juni 2006 11:09

Ware Geld

Niko Akathari (NikoA)

Geld ist, wenn es keine Ware ist, als Papier- und Buchgeld lediglich eine Quittung - die gedeckt ist, oder eben nicht.

Im großen Stil ist aber auch das egal, solange nur genug Benutzer glauben, daß es gedeckt ist. Und dieses Spiel spielen die US-Amerikaner mit Bravour.

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08. Juni 2006 10:49

Dollar bleibt wichtige Währung (unter anderen Währungen)

Sophia Orti (rum)

Und hoffentlich nicht nur mit Weltmacht und dunkler Materie gedeckt, sondern mit der Produktion der eigenen Wirtschaft. Jeder muß aber seine eigene Währung als stabiles Zahlungsmittel für sein Währungsgebiet verteidigen. Das Währungsgebiet des Dollars sind die USA, nicht der Globus. Die Währungs- und Wirtschaftspolitik der USA sollen den Dollar verteidigen, nicht China, Europa, die EZB, Iran, Irak, Saddam Hussein, Saudi Arabien oder Bin Laden.

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07. Juni 2006 14:02

Umschreibung der Theorie

Sophia Orti (rum)

Eine Theorie, die zwar Beachtung verdient, aber auf die man sich nicht verlassen kann, um vom ganzen Problem weg zu schauen, scheint von guten Physikern erfunden zu sein. So wie Energie eine künstliche Größe ist, um die zwei Glieder einer Gleichung auszugleichen, haben diese eine dunkle Exportmaterie erfunden, die die Bilanz der USA nicht nur ausgleichen soll, sondern sogar die USA als Gläubiger und die EU als Schuldner darstellt. Sie wollen gute Rendite von echten und dubiöseren Geschäfte der USA als das Resultat des Exports dieser dunklen Materie darstellen, deren Preis so berechnet ist, daß sie eine feste Rendite von etwa 5% liefern soll. Die großen Exporteure dieser Materie sollen die USA, UK, DE und Korea sein, die Importeure Rußland, Ireland, Frankreich, Singapur und Saudi-Arabien. Diese Materie, die nicht in den Büchern erscheint, soll der Know-How bei den direkten Anlagen im Ausland, die Liquiditätsversorgung der Welt mit Dollar und Versicherungsgeschäft durch Austausch von US-Papieren mit riskanteren Anleihen. --- Wir mussen aufpassen, nicht dunkle Materie in den Teller serviert zu bekommen, daß Dosen dunkler Materie nicht in den Tresor der europäischen Zentralbank landet!

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07. Juni 2006 00:18

Dollar ist nicht tot!

Peter Becker (sidewinderpeter)

Den Beiträgen, die den Dollar hier totreden wollen, oder ihm zumindest einen Niedergang prophezeien sei an dieser Stelle nochmals heftigst wiedersprochen.
Gerade wir Deutschen reden immer gerne von Verschuldung und verweisen, wenn wir auf das deutsche Staatsdefizit angesprochen werden immer gerne - peinlich berührt - auf die USA, die ja verhältnismäßig höhere Schulden hätten.
Man muss sich dabei aber vor Augen führen, dass Deutschland im vergangenen Jahrhundert zweimal hochverschuldet war(die moralischen Schulden seien hier mal aussen vor gelassen), und die Situation nur mit einer Bankrotterklärung(neue Währung) lösen konnte. Der Dollar hingegen ist über diesen langen Zeitraum hinweg die einzige stabile Währung gewesen, insbesondere seit dem Ende von Bretton-Woods; vorher wäre das englische Pfund vielleicht noch dazuzurechnen gewesen.
Aus welchem Grund sollten die OPEC-Staaten also nun auf eine andere Währung - gar den Euro - umsteigen. Darüber wäre vielleicht in hundert Jahren zu sprechen. Auch die erwähnte chinesische Währung ist keine Alternative, weil sie, wie schon festgestellt wurde, im Innen- zum Außenverhältnis nicht im Gleichgewicht befindlich ist. Fest steht, dass das Desaster im Irak nicht zu einer Stärkung des Dollars beiträgt - nicht mehr und nicht weniger.

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06. Juni 2006 12:09

Herr Grabe hat völlig Recht!

Itzhak Levinski (mohel)

Berthold Grabe:

"die Bedrohung jedenfalls geht in erster Linie nicht von Großmächten wie China aus, sondern eher von primitiven Staaten mit fanatischen oder hungrigen oder gierigen Bevölkerungen."

Theodor Herzl:

"Dort (in Eretz Yisroel) werden wir ein Stück des Walles gegen Asien bilden, wir würden den Vorpostendienst der Kultur gegen die Barbarei besorgen."


Merkel und Pofalla haben ganz richtig erkannt, wie wichtig Israel ist. Insofern ist auch die Anlehnung Merkels an die USA kein Fehler, sondern war das Gebot der Stunde.

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06. Juni 2006 11:47

Dollar als Reserve ist historisch zu verstehen

Sophia Orti (rum)

Selbst in der Zeit der großen Inflation in Deutschland (1923) rechnete man in Dollar. Als England 1931 sich von der Goldwährung verabschied, war der Dollar die einzige noch in Gold einlösbare Währung im alten System der Goldwährung: das Gold wanderte in die USA und kehrte nicht zurück. Das war der Grund, weswegen goldarme Länder den Dollar als Reserve in der Zeit zwischen den Kriegen benutzten: dasselbe Gold als Dekung für zwei Währungen. Und auch der Grund der Sonderstellung des Dollars nach dem letzten Krieg (bei Bretton Woods). Sehr interessant sind die Gründe, weswegen das Gold nicht wieder die USA verlassen haben, weswegen die Warenpreise nicht stiegen, der Dollar-Kurs nicht sank und billiges Gold da also nicht zu kaufen war, laut Veits Buch: (a) die Kreditinflation außerte sich als Preisinflation wegen der technischen Fortschritte nicht, (b) absichtlich wurde nicht alles Gold monetisiert, (c) trotz lockerer Kreditpolitik wurde das Geld von der stagnierenden (1929) Wirtschaft nicht beansprucht.

Also, den jetzigen Zustand kann man nur im Kontext der Geschichte verstehen, es ist nicht etwas nach einem vernünftigen Plan. Seit langem sollte man sich von der Vorstellung verabschieden haben, daß der Dollar etwas Besonderes ist.

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06. Juni 2006 02:17

Der zuverlässigste Wirtschaftsstandort sind die USA

Peter Becker (sidewinderpeter)

Der Dollar ist unter Anderem so stabil, weil die amerikanische Wirtschaft so stark ist. Die Konsumgesellschaft funktioniert nirgenwo sonst auf der Welt so gut, wie in den USA. Deutsche meinen gerne, dass ein hoher Exportwert ein guter Indikator für die "Gesundheit einer Wirtschaft" ist. Dies ist leider nur die halbe Wahrheit. Denn man ist damit umso abhängiger von den Ländern in die exportiert wird. Läuft es in diesen schlecht, hängt man mit drin, und hat keine Mittel, um dies zu steuern. Anders ist es in den USA: bei Weitem der Großteil der produzierten Güter wird auch im eigenen Land konsumiert. Diese Situation läßt sich leichter analysieren und damit kann man dann auch einfacher zurechtkommen. Hinzu kommt, dass in den USA geordnete Zustände herrschen, soll bedeuten, dass sich an ebendiesen keine sprunghaften Veränderungen zeigen werden. Damit ist es auch ein gutes Land für Anleger. Und genau davon profitieren die USA. Sie sind nach wie vor der Kapitalstandort Nummer eins. Und das aus den oben beschriebenen Umständen zurecht: das Risiko ist einfach am geringsten.
Die Weltmacht der USA ist somit nicht Ursache für die Stabilität des Dollar, sondern vielmehr umgekehrt. Es ist aber auch dem Umkehrschluss wie im Artikel der FAZ dargestellt beizupflichten; denn logischerweise trägt eine hegemoniale Stellung in Wirtschaft, Militär, Kultur auch zur Stabilität eines Systems bei. Aber den Zusammenhang zu klären wäre vergleichbar der Beantwortung der Frage nach dem Huhn und dem Ei.

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05. Juni 2006 14:41

Dollar runter = Euro rauf!

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Daß der Dollar zu fallen droht, weiß jeder seit Jahren, und Euro-Bullen haben Jahr für Jahr Geld eingebüßt, weil sie darauf spekulierten. Die fatale Tatsache ist nur, dass die übrigen Nationen ein Interesse haben, es zu verhindern. Fällt der Dollar nämlich, dann steigt der Euro, und dann: Good bye, Exportweltmeister!

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05. Juni 2006 13:08

Vermögenswerte - in Euros notiert.

Fionn Huber (fionn)

Der neue US-Finanzminister Henry Paulson war jahrelang Boss bei der Investment Bank Goldman Sachs; er wird sicher raffinierter in den Finanzmärkten spielen können als seine Vorgänger in Washington :-) Er denkt unternehmerisch, oder? He's probably the second best deal-maker in US history.

Tatsache ist, der USD wird immer schwächer, und immer wieder die Zinse nach oben zu schrauben ist keine Option mehr imo. Weshalb? Weil diese Taktik die US-Wirtschaft
auf Raten kaputtmachen würde. Also, m.M.n. kann Henry Paulson die USD nicht retten, doch die US-Wirtschaft soll aber von dieser Situation profitieren resp. Gewinne kassieren dürfen. Deshalb gehen die Amerikaner (Private Equity Groups) äusserst agressiv auf Einkaufstouren (mit ihren "soft dollars" als takeover currency) ins Ausland insb. nach Europa.
Beispiele: Immobilienpakete in Deutschland, möglicherweise auch BAA in GB (the British Airports Authority, Besitzer von u.a. Heathrow).

F. Huber

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05. Juni 2006 01:24

Was soll das denn?

gisbert heimes (gisbert4)

Ist das irgendwie jetzt was Neues? Das versteht doch jedes Kiga-Kind, was da abgeht: der Rest der Welt finanziert das Joch, unter dem er ächzt.

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04. Juni 2006 15:12

Dollarstabilisierung als Ölwährung

A. Ro-Nori (Steuerzahler)


Der Dollar wird als offizielles Zahlungsmittel bei Öllieferungen weltweit eingesetzt. Deshalb ist sozusagen jedes Land verpflichtet Dollarreserven aufzubauen und zu horten.

Sollten sich die Ölländer entschließen auf den Euro oder gar auf eine eigene gemeinsame Währung umzusteigen, sieht die Welt anderst aus.

Es gab Ölstaaten, die Warenlieferungen als Zahlung von Europa annahmen. Auch der Irak machte Anstrengungen Öllieferungen in Euro abzugleichen. Prompt entwickelten sich eine Nuklearbedrohungen Und/oder die Länder versanken in Unruhen. Sadam besaß sogar die Frechheit sein gesamtes Vermögen in Euro anzulegen und ordnete den Verkauf in Euro an. Der Einmarsch von Sadam in Kuwei könnte sogar darauf zurückgeführt werden.

Unter diesem Blickwinkel läßt sich leicht erfasssen, warum die USA so erpicht darauf sind, die Demokratie mit Waffengewalt im Nahen-Osten zu manifestieren.

Es ist unvorstellbar, dass "amerikanisch befriedete Staaten" Öllieferungen in Euro abrechnen und die USA dazu verpflichten könnten, ihre Energierechnungen in Fremdwährungen abzuwickeln, da hierdurch der Dollarkurs enorm einbrechen würde und die USA ihre Vormachtstellung promt verlieren würde.

Kämen die Ölstaaten sogar auf die Idee einen "ARAB-DINAR"(ist lt. Spiegel in Planung) einzuführen, wäre Europa genauso betroffen.

Deshalb war die Positionierung von Merkel pro Amerika in Sachen Iran ein absoluter außenpolitischer Fehler.

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04. Juni 2006 13:24

Warum Amerikas Weltmacht den Dollar stabilisiert

G. Ulrich Steinmann (Sekijin)

ALSO GOLD KAUFEN!!!!

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