Spanien

Immobilienblase ist geplatzt

05. August 2008 Noch ist Spanien nicht in die Rezession gerutscht. Doch die Konjunktur hat sich im Jahresverlauf erkennbar abgeschwächt. Wirtschafts- und Finanzminister Pedro Solbes befürchtet, dass es in den kommenden Quartalen beinahe zum Stillstand kommt.

Offiziell rechnet die Regierung noch damit, dass die Wachstumsrate 2008 von 3,8 auf 1,6 Prozent fällt und 2009 nochmals auf 1 Prozent zurückgeht. Die Ursache dieser unsanften Landung nach fast 15 wachstumsstarken Jahren liegt in der Schwäche des Immobilienmarktes, der sich vor allem in den zurückliegenden Jahren stark aufgebläht hatte.

Erfolgsgeschichte steht vor dem Ende

Die aktuelle Entwicklung könnte man als Normalisierung bezeichnen, doch die Anpassung hat schwerwiegende Folgen. So ist die Nachfrage nach neuen Wohnungen etwa an den Mittelmeerküsten regelrecht zusammengebrochen, und auch der Bau neuer Wohnungen ist ins Stocken geraten.

Experten rechnen damit, dass die Arbeitslosenquote 2009 von 10,4 auf 12,5 Prozent steigen könnte. Vor allem Bauarbeiter gehören zu den neuen Arbeitslosen. Damit ist eine fast beispiellose Erfolgsgeschichte vorerst zu ihrem Ende gekommen. Noch 1996 hatte die Arbeitslosenquote 20 Prozent betragen.

Text: F.A.Z., pso.

© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2009.
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfältigungs- und Nutzungsrechte erwerben
Verlagsinformation

NEU: Jetzt keine Folge „RICHTERSPRUCH“ mehr verpassen! Testen Sie den kostenlosen Benachrichtigungsservice von FAZ.NET.

FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche