Finanzkrise

Neue schwarze Löcher

Amerikanische Banken schockieren mit immer höheren Verlusten. Nun müssen sich auch die deutschen Institute offenbaren. Die Finanzkrise ist längst nicht ausgestanden. Von Tim Höfinghoff

Lesermeinungen zum Beitrag

21. Januar 2008 08:30

Finanzblase

Rudolf Ortwein (rudi.rotwein)

Es ist die Finanzblasenwirtschaft, welche bereits die reale Produktion mit am Laufen gehalten hat. Die Finanzblase läßt langsam ihre Luft ab, wie bereits im Sommer abzusehen war. Die "Nieten in Nadelstreifen" haben nicht nur sich und ihre eigenen Gewinne aufgeblasen, sondern auch die Spekulation. Jetzt wird die Realwirtschaft massiv betroffen. Deshalb ist es mit Abschreibungen, Zinssenkungen, und ausserordentlicher Geldvermehrung nicht getan. Die Investitionen und der Massenkonsum werden weltweit zurückgehen. Deswegen zittern alle Politiker und Finanzjongleure.

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20. Januar 2008 14:36

Der amerikanische Patient. Domino-Effect

Fionn Huber (fionn)

"Rezessionen kommen nicht auf die sanfte Art" (Alan Greenspan).

Ende Januar wird Fed-Chef Bernanke die Leitzins wohl um (mindestens, imo) 0,5% senken. Ein weiterer "Kollaps" der Marktpreise für Kredite könne die Banken zu weiteren Abschreibungen zwingen, zudem dürften viele Firmen weitere Kapitalerhöhungen benötigen (so wird ein Bankchef in Deutschland online zitiert). Hoffentlich werden Staatfonds aus Arabien und Asien mal wieder einspringen?

Doch nun berichtet ein US-Finanzblatt, "Credit-default swaps threaten banks" (18 Jan, WSJ, Titelseite "Wall Street's Next Hole") und bond insurers wie MIBA Inc. und Ambac Financial Group Inc. in den USA werden genannt (zu diesem Thema schrieb FAZ online in einem Marktbericht "Analysten hatten sich kritisch zu Unternehmen geäußert, die Emittenten von Kommunalanleihen gegen Zahlungsausfälle versichern....).

Jetzt ist CASH endeutig king, imo.

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20. Januar 2008 07:11

Wie meinte doch der ehrenwerte Herr Ackermann so schön?

Peter Müller (teufelstein)

„Dies ist das einzige Land, in dem diejenigen, die Erfolg haben und Werte schaffen, deswegen vor Gericht gestellt werden.“

Welcher Art die Werte der ehrenwerten Gesellschaft der Bankmanager und Börsenspekulanten sind, kann doch hier sehr schön sehen. Ist schon erstaunlich und bemerkenswert, mit welcher Geschwindigkeit sich genau diese Werte in Nichts auflösen. Das Grundübel dieses Wirtschaftssystems ist die hemmungs- und gewissenslose Spekulation an den Börsen.

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20. Januar 2008 03:08

Eiertänze....

Jens Leschmann (SV-Leschmann)

der Bankvorstände hatten wir nun genug. Es ist endlich an der Zeit das TTV-Spiel, Tarnen, Täuschen und Verpi.... aufzugeben.

Nicht nur die Anleger in Bankaktien - die durch die Wertverluste bereits jetzt schon zum Teil irreparable Schäden erlitten haben, sondern auch die "ganz normalen Häuslebauer" und die kleineren Unternehmen, die bedingt durch die Subprimekrise verschärfte Kreditvergabebedingungen hinnehmen müssen und von einer Berg- und Talfahrt der Zinsen durchgeschüttelt werden, haben ein Anrecht auf eine unverzügliche Bereinigung der Bücher.

Langsam breiten sich die Schäden nämlich nicht nur auf die selbstherrliche Finanzwelt aus, sondern auf die gesamte Wirtschaft.

Am Ende heißt es dann, ein paar Hunderttausend Arbeitsplätze wurden durch ein paar Nieten im Nadelstreifenanzug vernichtet. Wahrlich "rosige" Aussichten.

MfG. Jens Leschmann
Kreditsachverständiger

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19. Januar 2008 21:42

Die Akteure im Finanzsektor

gisbert heimes (gisbert4)

haben aus nichts etwas gemacht, indem sie immer neue Konstruktionen untereinander handelten. Die Umsätze generierten - oder besser gesagt: suggerierten - prächtige Gewinnausweise für ihre Institutionen. Von den Provisionen und Boni konnten Menschen aus Fleisch und Blut feine Stoffe tragen und in teuren Restaurants speisen. Für viele wird das jetzt vorbei sein. So what.

So ist das, wenn man aus Dreck Sch**** macht.

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19. Januar 2008 21:31

Reise nach Jerusalem

Marko Hrbat (Hrbat)

Der Handel mit Hypotheken war lange Zeit wie das Spiel "Reise nach Jerusalem".
Viele Banken haben mitgespielt. Auch deutsche.
Denn - obwohl Provinzler - wollten global mit den Großen und Starken mithalten.

Gewonnen haben letztlich die Hegde-Fonds, die die Schrott-Hypotheken für ca. 30-40% des ursprünglichen Wertes übernehmen.
Als ob es vor Jahren nicht schon mal die JUNK-BONDS gab?!

So wurde aus Reise nach Jerusalem
die Reise über den finaziellen Jordan.

Ich erwarte einen Crash auf Raten, denn:
Die kurzfristigen Zinsen sind höher als die langfristigen,
die Inflation hat weltweit angezogen,
der Dollar ist im freien Fall, wenn auch in Zeitlupe....

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19. Januar 2008 21:06

letztlich war es nur ....

michael kczyk (kczyk)

... ein Konjukturprogramm für die US-Wirtschaft. Gepaart mit den Auswirkungen des fallenden US-Dollar wirds schon wieder mit den USA.

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19. Januar 2008 20:27

Weitere Beichten zu erwarten

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Es ist ausschließlich die Schuld der Banken, dass sich die Krise so lange hinzieht. Es wäre besser, sie schrieben die zweifelhaften Papiere zunächst einmal ganz ab. So könnten sie sofort wieder Gewinne verbuchen, wenn der tatsächliche Wert der Billighypotheken etabliert ist.

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19. Januar 2008 19:02

Diese Angelegenheit

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)


ist ein dynamischer Prozeß.

Deshalb ist kaum vorherzusagen, wann und auf welchem Niveau die gegenwärtige Bewegung zum Stillstand kommen wird.

Klar scheint nur, soweit man es überhaupt sagen kann, daß die Dimension eine neuartige ist, besser: sein wird.

Wenn man es denn abschließend beurteilen werden wird.

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