09. November 2007 Die Teuerungswelle bei Alltagsprodukten hat sich im Oktober auch bei den Großhandelspreisen bemerkbar gemacht. So gab es bei vielen wichtigen Grundstoffen im Lebensmittelbereich deutliche Preissprünge. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag berichtete, schnellten die Preise für Getreide, Saaten und Futtermittel um 59,8 Prozent gegenüber Oktober 2006 nach oben.
Landwirtschaftliche Grundstoffe und lebende Tiere wurden um 32,2 Prozent teurer. Einen satten Sprung gab es auch bei Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten mit 25,0 Prozent. Die Preise für feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse stiegen gegenüber dem Vorjahr um 7,8 Prozent. Büromaschinen und -einrichtungen kosteten dagegen weniger als im Oktober 2006, minus 13,9 Prozent.
Höhere Preise für Eier und Milch
Im Vergleich zum Vormonat setzte sich im Oktober der Preisanstieg im Großhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern und Nahrungsfetten fort (plus 5,6 Prozent). Seit Februar 2007 verzeichneten die Statistiker hier ein Plus von 23,6 Prozent.
Bei Getreide, Saaten und Futtermitteln fielen die Preissteigerungen mit einem Plus von 2,1 Prozent weniger hoch aus als in den drei vorangegangenen Monaten mit deutlich stärkerem Preisanstieg. Die Preise für Mehl und Getreideprodukte lagen auf Großhandelsebene im Oktober 2007 um 1,0 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Im September 2007 hatten sich die Waren noch um 3,4 Prozent verteuert, im August waren 2,5 Prozent mehr bezahlt worden.
Heizöl kostet mehr als 70 Cent
Auch bei Öl setzten sich die Preiserhöhung fort: Für Heizöl in den üblichen Haushaltsmengen müssen die Verbraucher in Deutschland erstmals mehr als 70 Cent je Liter bezahlen. Der Hamburger Energie-Informationsdienst (EID) ermittelte in einer bundesweiten Umfrage Preise zwischen 71,5 Cent in Hamburg und 73,65 Cent in München, sagte Chefredakteur Rainer Wiek am Freitag.
Der Durchschnitt lag bei 72,4 Cent und damit um 3,4 Cent höher als in der Vorwoche, in der auch bereits ein Rekordhoch zu verzeichnen war. Die Preise beziehen sich auf eine Abnahme von 3000 Litern inklusive Mehrwertsteuer. Am Donnerstag hatten bereits die Benzin- und Dieselpreise ein neues Rekordniveau erreicht.
Auch Sprit ist auf Rekordniveau
Nach der vierten Preisrunde in dieser Woche ist Sprit so teuer wie noch nie. Im bundesweiten Durchschnitt mussten Autofahrer für einen Liter Diesel 1,33 Euro zahlen, wie Barbara Meyer-Bukow vom Mineralölwirtschaftsverband (MWV) in Hamburg am Freitag sagte. Auch der Preis für den Liter Superbenzin habe mit 1,46 Euro den historischen Höchststand vom September 2005 nach dem Hurrikan Katrina übersprungen.
Derzeit hat sich der Ölmarkt jedoch auf hohem Niveau beruhigt, sagte Meyer-Bukow. Daher bestehe Hoffnung, dass es jetzt mit den Benzinpreisen wieder runtergeht. In den vergangenen Tagen hatte sich der Ölpreis der 100-Dollar-Marke genähert.
Text: AP / AFP / dpa
Bildmaterial: AP, dpa
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| STOXX 50 | 2.421,87 | -7,86 |
| Nikkei 225 | 8.276,43 | -9,62 |
| S&P 500 Zert. | 8,83 | -10,45 |
| Euro/Dollar | 1,34 | +0,00 |
| Bund Future | 114,67 | -1,44 |
| Gold | 847,40 | +0,00 |
| Öl | 76,65 | -7,49 |