Schwaches Wachstum - hohe Inflation

Die Rückkehr der Stagflation

Anfang der siebziger Jahre verfiel Helmut Schmidt dem naiven Glauben, man könne Arbeitslosigkeit mit Inflation bekämpfen. Kurze Zeit später hatten wir beides. Heute ist zwar manches anders - aber die Gefahr einer Stagflation ist wieder da. Von Christian Siedenbiedel

Lesermeinungen zum Beitrag

17. März 2008 21:07

Geld ist nicht Alles

Gerd Teepe (ccgt)

Auch dieser Artikel huldigt dem Glauben an die monetäre Steuerung von Wachstum. Ausreichendes Geld ist eben nur eine Voraussetzung für Wachstum aber auch nicht mehr. Wenn man es übertreibt mit dem billigen Geld, dann bekommt man Inflation.
Viel wichtiger ist die zweite Komponente für Wachtum: Produktivitätstreiber. Gibt es keine, so hilft billiges Geld nicht. Nun sind die Randbedingungen heute aber anders als inden 70'er Jahren. Wir haben z.B. mit der Mikroelektronik einen Produktivitätstreiber erster Güte: Informations- und Kommunikationstechniken, Industrieautomatisierung, Konstruktionshilfen. Die Mikroelektronik verdoppelt ihre Leistungsfähigkeit auch weiterhin alle 18 Monate. So einen Produktivitätstreiber hatten wir nicht in den 70'ern. Daraus wird weiteres Wachstum erzeugt - anders als in den 70'ern. Die Kreditkrise wird also von kurzer Dauer sein - dann geht es weiter, vielleicht dann sogar ohne die Übertreibungen aus der Private Equity Branche. Aber Geld ist auch heute nicht wirklich billig und so gibt es auch keine Inflation, die mit den 70'ern vergleichbar wäre.

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