Weltwirtschaft

Konjunktur auf 30-Jahres-Hoch

14. April 2007 Der globale Konjunkturaufschwung hat eine Dynamik und Dauer erreicht wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr. Trotz einer Reihe von Risiken stehen die Chancen gut, dass sich das gute Wachstum noch eine Weile fortsetzen wird.

Diese Botschaft haben die Finanzminister und Notenbankchefs der führenden Industrienationen (G 7) und der Internationale Währungsfonds bei ihrem Treffen in Washington vermittelt. Als besonders positiv erwähnten sie, dass der Aufschwung seit einiger Zeit auf einem breiteren Fundament stehe und nicht mehr in so hohem Maße von den Vereinigten Staaten abhänge.

Ungleichgewichte in den Leistungsbilanzen

„Der Euro-Raum erlebt einen gesunden Aufschwung. Das Wachstum in Großbritannien bleibt robust, und in Kanada nimmt das Wachstumstempo zu. Japan erholt sich ebenfalls“, heißt es in der Abschlusserklärung.

„Wir sind uns der verbliebenen Risiken für die Weltwirtschaft bewusst“, sagte der amerikanische Finanzminister Henry Paulson. Dazu zählten die hohen Energiepreise ebenso wie der wachsende Protektionismus. Auch an den Finanzmärkten könne die Stimmung schnell umschlagen, wie es vor einigen Wochen geschehen sei. Paulson forderte China auf, den Wechselkurs seiner Währung Yuan nun zügig zu flexibilisieren und auf diese Weise dazu beizutragen, dass die großen Ungleichgewichte in den Leistungsbilanzen zwischen Amerika auf der einen und Ländern wie China auf der anderen Seite zu verringern.

Die Frühjahrstagung von IWF und Weltbank wurde überschattet von dem Gerangel um Weltbankpräsident Paul Wolfowitz (siehe auch: Wolfowitz schließt Rücktritt nicht aus). Der frühere stellvertretende amerikanische Verteidigungsminister steht unter Druck, weil er seiner Freundin und Mitarbeiterin Shaha Riza zu einer üppigen Gehaltsaufbesserung verholfen hat.



Text: ctg., F.A.S.
Bildmaterial: AP

 
Kursabfrage 
NamePunkteProzent
Dax 5.326,63 -1,12
TecDax 573,04 -5,15
DowJones 9.447,11 -5,11
Nasdaq 1.754,88 -5,80
STOXX 50 2.878,82 +0,22
Nikkei 225 10.155,90 -3,03
S&P 500 Zert. 10,50 -1,78
Euro/Dollar 1,36 +0,13
Bund Future 117,28 +0,26
Gold 880,30 -0,93
Öl 85,76 -1,06
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