Ich kann meinem Vorredner nur zustimmen.
Die beste und prägnanteste Zusammenfassung auf der Invest 2008 in Stuttgart lautete:
"Wir werden auch diese Krise überleben – aber in den nächsten Jahren mit einer
hohen Inflation dafür bezahlen"
Dem Fiskus kommt Letzeres gelegen. Einerseits werden seine Schulden immer weniger wert, andererseits besteuert er mit der Abgeltungssteuer auch noch grössteneils die Inflation. Denn bei langlaufenden Rentenpapieren stellt der grössere Teil des Koupons ja im Grunde kein Zins sondern Inflationausgleich dar.
Der Gesamtschuldenberg der "öffentlichen Hand" beträgt fast 2000 Milliarden Euro, da kommt es doch auf 20 oder 200 Milliarden gar nicht mehr an. Die Regierung sattelt die Summe einfach als Neuschulden ober drauf. Rückzahlbar sind diese Schulden sowieso nicht mehr, nur noch inflationierbar.
Im Grunde, kann man jeder Aussage, über die Höhe, der zu erwartenden Verluste im Zusammenhang mit der Suprime-Krise in den USA zustimmen, wenn nicht
benannt wird, wem diese entstehen.
Bezieht man diese nur auf die US-Banken, hat die OECD vermutlich recht.
Nehmen wir noch die restlichen Banken und Privatanleger in der Welt dazu, ist bei
einem Sinken der US-Wohnungspreise von 10%, mit einem zu errechnenden Betrag von 1,2 bis 1,4 Billionen$, welche sich für immer in Luft auflöst, zu rechnen.
" too big to fail. "
Da die FED und die EU-Zentralbanken, es sich durch den dann entstehenden
Dominoeffekt , nicht leisten können, die Grossbanken pleite gehen zu lassen,
wird der Dollar weiter an Kaufkraft verlieren, und die Kinder in der EU, schon
heute mit neuen Schulden belastet.
Endlich, sagt der Vorsitzende der Euro-Finanzminister, das, was sich die Anderen,
bislang nicht zu sagen trauten.
Es wird noch viel läger dauern!
Im Grunde, kann man jeder Aussage, über die Höhe, der zu erwartenden Verluste im Zusammenhang mit der Suprime-Krise in den USA zustimmen, wenn nicht
benannt wird, wem diese entstehen.
Bezieht man diese nur auf die US-Banken, hat die OECD vermutlich recht.
Nehmen wir noch die restlichen Banken und Privatanleger in der Welt dazu, ist bei
einem Sinken der US-Wohnungspreise von 10%, mit einem zu errechnenden Betrag von 1,2 bis 1,4 Billionen$, welche sich für immer in Luft auflöst, zu rechnen.
" too big to fail. "
Da die FED und die EU-Zentralbanken, es sich durch den dann entstehenden
Dominoeffekt , nicht leisten können, die Grossbanken pleite gehen zu lassen,
wird der Dollar weiter an Kaufkraft verlieren, und die Kinder in der EU, schon
heute mit neuen Schulden belastet.
Endlich, sagt der Vorsitzende der Euro-Finanzminister, das, was sich die Anderen,
bislang nicht zu sagen trauten.
Es wird noch viel läger dauern!
Wer den Profit hatte, Makler, Finanzjongleure, Luftbeweger sollte auch für den Schaden aufkommen. Jahrelang gaben Sie dem depperten Volk das Gefühl, das es ehrliche Arbeit wäre, virtuelle Werte zu verschieben. Die nicht genutzten Immobilien verschandeln auf absehbare Zeit als Abschreibeobjekte unsere Städte und zerstören gewachsene Strukturen.
Wieviel Luxusgüter und Ansehen wurden mit den Provisionen der Luftnummern gekauft?
Wenn ich daran denke, dass der Staat, d.h. die Steuerzahler für die Ausfälle aufkommen sollen, bekomme ich diesen "typischen, salzigen Geschmack" im Mund...
OECD weiß auch nicht mehr als IWF oder alle anderen.
Wer was Neues sagen will, muß halt den Blickwinkel ändern, mit dem er das Problem betrachten möchte.
IWF stellt auf Totalverlust bei kurzfristiger Betrachtung ab.
OECD sagt hingegen "kommt Zeit, kommt Rat" und bezieht die vom IWF ausgeklammerten später wieder einmal möglichen Wertzuschreibungen sogleich in die Betrachtung mit ein.
Klar, daß OECD bessere Zahlen liefern kann.
Es gibt auch die Möglichkeit die Angelegenheit global und umfassend zu betrachten. Mit dem angemessenen Abstand, damit auch alles in den analysierenden Blick gerät.
Dann allerdings reicht auch die IWF-Billion nicht aus, um den insgesamt erfassbaren Schaden beziffern zu können.
Einigen könnte man sich möglicherweise darauf, daß der Schaden riesengroß ist aber die Zeit schon ganz anderes hat heilen können.
Unbeachtet bleibt vorerst, was sonst noch alles Schaden anrichten kann - außerhalb dieser fatalen Finanzkrise.
Verstärkungseffekte durch Überlagerung würden sodann alles Zahlenwerk obsolet machen.
Und das wäre in der Tat eine wahrhaft globale Katastrophe.
Die meisten Diskussionen zu diesem Thema zeugen von geringem Verständnis der Zusammenhänge. Es handelt sich doch mehr oder weniger um Verluste auf dem Papier (Buchverluste).
Am besten passt noch der Vergleich mit dem Käufer einer Telekomaktie beim Börsengang. Die Aktie wurde 1998 für rund 25 EUR gekauft, während sie im Depot lag, stieg ihr Wert im Jahre 2000 auf rund 85 EUR, und heute beträgt ihr Kurswert rd. 11 EUR. Der Käufer kann natürlich sagen, er habe heute einen Verlust von 87 % erlitten (gegenüber dem Höchstkurs in 2000). So etwa ist, im übertragenen Sinne, die Rechnung des IWF. Das wäre aber tatsächlich nur der Fall, wenn er in 2000 zum Höchstkurs gekauft hätte und heute auch verkaufen würde. Die Gewinne bis 2000 und die Verluste bis heute fanden aber nur auf dem Papier statt.
Die spezielle Situation der Konsumenten in USA ist natürlich z.T. prekärer. Die haben, um im Beispiel zu bleiben, in 2000 einen Kredit in Höhe von 90 % des Depotwertes aufgenommen und das Geld in der sicheren Erwartung weiterer Kurssteigerungen verkonsumiert. Da gibt es natürlich Probleme, nun einen Anschlusskredit zu bekommen, weil die Sicherheit bei einem Kurs von 11 EUR/Aktie nicht mehr reicht.
... "Sehen Sie es doch mal Positiv: Ihr Geld ist doch nicht weg, es hat nur jemand anderes." ;-)