05. August 2008 Noch ist die Stimmung der Verbraucher nicht nur unter den Touristen in den Einkaufsmeilen von Zürich und Genf ausgezeichnet. Der Konsum wächst mit gut 2 Prozent im Jahr. Zugleich wird aber auch in der Schweiz das Leben immer teurer, was die Konsumlaune dämpfen könnte.
Die Nationalbank hofft im Zuge der erwarteten Konjunkturabschwächung auf einen Rückgang der Inflationsrate von den dieses Jahr erwarteten 2,5 Prozent. Allerdings steht die Arbeitslosenquote an einem Wendepunkt, meint das Staatssekretariat für Wirtschaft. Die Traumquote von 2,3 Prozent im Juni - der tiefste Stand seit sechs Jahren - werde nicht weiter sinken. Die Prognosen für das reale Wirtschaftswachstum bewegen sich zwischen 1,3 und 2 Prozent für 2008 und zwischen 0,9 und 1,8 Prozent im nächsten Jahr.
Österreich profitiert vom Wachstum in Osteuropa
Auch Österreich ist noch immer eine Insel der Seligen. Zwar spürt auch die kleine Volkswirtschaft die globale Eintrübung, doch sind die Wirkungen dank der starken Verflechtung mit der rasant wachsenden Region Osteuropa abgefedert.
Das Wirtschaftswachstum dürfte nach 3 Prozent im Vorjahr in diesem Jahr gut 2 Prozent betragen, die Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent sich leicht erhöhen. Zu schaffen macht den Österreichern die Teuerung. Im Juni ist die Inflationsrate auf 3,9 Prozent gestiegen, den höchsten Stand seit April 1993.
Text: F.A.Z., du., ela.
Bildmaterial: dpa