Nach monatelangem Anstieg

Entspannung an der Preisfront

Zu den guten Konjunkturnachrichten gesellen sich nun auch noch positive Meldungen von der Preisfront: Der monatelange Preisauftrieb in Deutschland hat sich im April deutlich abgeschwächt und auch im Euro-Raum sank die Inflationsrate. Trotzdem gibt die EZB noch nicht Entwarnung.

Lesermeinungen zum Beitrag

15. Mai 2008 16:58

Preiserhöhungen: Eine Sache des Geldes und der Psychologie

Harald Wozniewski (Limpy)

Die enormen Preiserhöhungen letztes Jahr sind vor allem eine Folge des Geschwätzes unserer Politiker vom angeblichen Aufschwung. Was macht ein Einzelhändler, wenn er Merkel und Glos reden hört, dass Deutschland von Aufschung überfallen worden ist, und er daran teilhaben will?! Mehr Brötchen verkauft der Bäcker bestimmt nicht, falls er nicht - analog Aldi, Lidl & Co. - einen Konkurrenten in Grund und Boden konkurriert und dessen Revier übernommen hat. Er kann nur seine Preise für die Brötchen erhöhen. Und das Merkel & Co. grünes Licht gezeigt haben, wagt er diesen Schritt auch. Die Stabilitätspolitik der EZB ist demgegenüber erstmal machtlos, zumal sie weiß, dass ohne weiteres Geldmengenwachstum (derzeit bei rund 5% jährlich) ruckzuck die Rezession im Lande wäre. Also bremst sie - korrekterweise - den nur sehr zögerlich. Die kommende Weltwirtschaftskrise kann sie für Euro-Land ohnehin nicht verhindern. Merkel & Co. könnten es für Deutschland, wissen aber nicht wie.

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