Weltwirtschaftsbericht

Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst

Der Fortschritt hilft vor allem den Reichen, stellt der IWF im neuesten Weltwirtschaftsbericht fest. Die Einkommen seien immer ungleicher verteilt. Deshalb plädieren die IWF-Fachleute für bessere Bildung. Außerdem sollten die Armen leichter Zugang zu Bankdienstleistungen erhalten.

Lesermeinungen zum Beitrag

11. Oktober 2007 12:20

Scheinvermögenskluft zwischen Arm und Reich wächst

Sophia Orti (rum)

Nicht Einkommen, sondern sein Gebrauch, der Gebrauch von Kredit, Kapital und Einkommen, ist das entscheidende. Der Reiche wird nicht das seine und dasjenige der Armen nur deswegen essen können, weil er reich ist: höchstens wird er durch seine Gier die Produktion für die Armen hindern. Das vom IWF angesproche Ungleichgwicht hat meiner Meinung nach seine Ursache in der Geld- und Währungspolitik, und sollte deswegen auch wirtschafts- und fiskalpolitisch gelöst werden, und da es international ist, auch außenpolitisch. Es ist ein Symptom des im Geldsystem herrschenden, untauglichen Friedmanismus (Monetarismus). Man hat die elementarsten Grundsätze völlig vergessen und alles auf Geldmenge und ihre Manipulation in den Märkten reduziert. Es ist bedauerlich, daß der IWF dies nicht erkennt/erkennen will.

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11. Oktober 2007 09:43

Kluft zwischen Arm und Reich

Helmut Schröder (meitai)

Was geschieht da eigentlich? Beruht der zunehmende Reichtum darauf, dass da zusätzliche Wirtschaftsgüter hervor- gebracht wurden oder lag ein Geldfluss aus den Taschen der Armen in die der Reichen vor, ohne adäquate Wertschöpfung ? Ein Großteil beruht immer auf letzterem Vorgang. Sollte man nicht den Begriff "Assozial" neu definieren?. Ich habe erlebt, dass ein "Privat-Spaßvogel" mit fast dreistelligem Jahreseinkommen einem auf der Parkbank schlafenden Mann die halbvolle Wermutflasche aus der erstarrten Hand gewunden und daraus zu trinken begonnen hat. Die Zahl der Bettelnden ist doch auffällig gestiegen. Die Superreichen pressen und tricksen ganze Völker z.B. in Afrika und Südamerika aus. Der Mittelbau stellt erbarmumungslos seine Hände zum Ziehen der Schachfiguren zur Verfügung. Mehrung des Privatvermögens ist nicht der Antrieb, sondern Spielsucht.
Helmut Schröder

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11. Oktober 2007 09:31

Die Kluft waechst weltweit nicht

Jan Klingelhoefer (jasha)

Die Kluft zwischen arm und reich waechst?

Ja, aber nur innerhalb von einzelnen Laender, wie im eigentlichen Bericht ja auch klar dargelegt, weltweit wohl kaum weil das Wachstum von China und Indien zwar die Menschen innerhalb dieser Laender ungleicher macht, die Welt als ganze aber gleicher.

Wie kann das sein? Ein einfaches Beispiel. Nehmen wir an zunaechst in Land A gibt es zwei Menschen mit einem Einkommen von jeweils einem Doller und in Land B zwei Menschen mit einem Einkommen von jeweils 1000 Dollar. In beiden Laendern herrscht also zunaechst voellige Gleichheit in Einkommen. Nun steigt die Ungleichheit in beiden Laendern, in Land A (vielleicht China) wird einer ploetzlich reich und verdient 500 Dollar, der andere immer nur noch 1 Dollar. Und in Land B verliert vielleicht einer seinen Job und verdient nur noch 500 Dollar, der andere weiterhine 1000 Dollar. Ganz klar herrsche jetzt groessere Ungleichheit als vorher in beiden Laendern, von einer weltweiten Perspektive aus gesehen sind die Einkommen aber gleicher geworden.

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