WTO-Konferenz

Der Kompromiß von Hongkong

Die EU hat sich bei der Welthandelskonferenz in Hongkong auf einen Kompromiß über den Abbau der Agrarexportsubventionen bis 2013 geeinigt. EU-Handelskommissar Mandelson sagte, mit seinen Zugeständnissen habe er die Konferenz vor einem Fehlschlag bewahren wollen.

Lesermeinungen zum Beitrag

18. Dezember 2005 19:45

Warten, bis es dreizehn schlaegt

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Ach, das magische Jahr 2013: da wird ja alles so viel besser. Die Franzosen werden dann endlich ihre Agrarsubventionen aufgeben und die Briten ihren EU-Rabatt. Aber bis dahin bleibt's offenbar weiterhin zappenduster.

Wie die dem Artikel beigefuegte Infografik ganz deutlich demonstriert, spielt sich der Loewenanteil des Welthandels heute zwischen Nordamerika und Asien sowie zwischen Nordamerika und Suedamerika ab. Europa fungiert nur noch ziemlich am Rande, und Afrikas Rolle bleibt nach wie vor relativ bescheiden. Das arme Australien ist gar nicht erst erwaehnt.

Sicher ist es unfair, diese Situation allein der europaeischen Weigerung zuzuschreiben, die Agrarsubventionen aufzugeben. Auch ist zu bedenken, dass die laufend von der Bundesregierung zitierten
Zunahmen im "Export" sich grossenteils auf den europaeischen Binnenhandel beziehen, der aus der
Infografik nicht ersichtlich ist. Hierbei geht es lediglich um den internationalen Welthandel zwischen Erdteilen.

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