14. September 2005 Die deutschen Verbraucherpreise sind im August um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Trotz der starken Verteuerung von Energie lag die Inflationsrate damit leicht niedriger als im Juli mit 2,0 Prozent, wie aus den endgültigen Angaben des Statistischen Bundesamts vom Dienstag hervorgeht. Im September dürfte die Inflationsrate wieder steigen, erwarten Volkswirte und verweisen auf die starke Verteuerung von Kraftstoffen nach dem Wirbelsturm "Katrina".
Die Ölkonzerne teilten am Dienstag mit, daß sie ihre Preise für Benzin und Diesel am Vortag erhöht hätten. Für Diesel betrug die Erhöhung zwei Cent je Liter, für Benzin war sie regional unterschiedlich.
Teures Heizöl
Der bundesweite Durchschnittspreis für Superbenzin beträgt damit an Markentankstellen ungefähr 1,36 Euro; Diesel kostet 1,13 Euro je Liter. Der Benzinpreis liegt damit immer noch je Liter rund 10 Cent niedriger als beim Hochstand am 2. September direkt nach dem Wirbelsturm.
Die Verbraucherpreisinflation wird schon seit Monaten vor allem durch die hohen Energiepreise getrieben. Dabei hat sich Heizöl seit Jahresbeginn 2004 noch mehr verteuert als Kraftstoffe. Im August stieg der Heizölpreis um 3,4 Prozent gegenüber Juli und lag 34,7 Prozent höher als vor einem Jahr. Kraftstoffe waren im Vorjahresvergleich 9,1 Prozent teurer, Strom 4,4 Prozent. Der Gaspreis erreichte im August einen Jahreshöchststand und kostete 10,8 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.
Text: pwe., F.A.Z., 14.09.2005, Nr. 214 / Seite 14
Bildmaterial: F.A.Z.
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Röttgen und Brüderle: Die Energieminister
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