07. September 2007 Noch vor kurzem hieß es, China könnte Deutschland schon bald den Rang als Exportweltmeister ablaufen. Nun scheint sich Deutschland gehörig anzustrengen: Die deutsche Ausfuhr ist im Juli abermals kräftig gestiegen.
Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 81,5 Milliarden Euro ins Ausland und damit 11,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.
Rückgang im Vergleich zum Juni
Im Vergleich zum Juni sank die Ausfuhr allerdings kalender- und saisonbereinigt um 0,1 Prozent. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet.
Der Wert der importierten Waren kletterte auf 63,6 Milliarden Euro. Das waren 6,3 Prozent mehr als im Juli 2006. Zum Juni gab es bereinigt einen Rückgang von 2,4 Prozent.
Die Handelsbilanz schloss im Juli mit einem Überschuss von 17,9 Milliarden Euro. In der Leistungsbilanz stand unter dem Strich ein Plus von 14,1 Milliarden Euro.
In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union wurden im Juli 2007 Waren im Wert von 52,2 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 41,7 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber Juli 2006 stiegen die Versendungen in die EU-Länder um 13,5 Prozent und die Eingänge aus diesen Ländern um 8,3 Prozent.
Commerzbank: Weiter positiver Wachstumsbeitrag
Vom deutschen Außenhandel dürfte nach Einschätzung der Commerzbank weiterhin ein positiver Wachstumsbeitrag ausgehen. Zwar hätte die deutsche Ausfuhr im Juli zum Vormonat stagniert, heißt es in einer Studie der Bank vom Freitag.
Gleichwohl zeige der Trend bei den Exporten wegen des kräftigen Zuwachses im Vormonat weiter nach oben. Die Aufwärtstendenz habe sich allerdings in den vergangenen Monaten etwas abgeschwächt. Die nicht mehr so kräftige Weltkonjunktur - insbesondere in den Vereinigten Staaten - und der stärkere Euro gingen mithin nicht spurlos am deutschen Außenhandel vorbei.
Text: FAZ.NET mit Material von Reuters
Bildmaterial: AP
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