Die herrschende Volkswirtschaftslehre ist von einem Modell der Volkswirtschaft geprägt, das von einem gesunden Verhältnis von Güterangebot zu Zahlungsmitteln ausgeht und das konjunkturelle Ausschläge nach oben oder unten lediglich als „Störungen“ ansieht. Ähnlich wie der Verlauf einer Sinuskurve sind bei dieser Sichtweise Konjunktur-Hochs und -Tiefs normal und Bestandteil einer natürlichen Abfolge. Demgemäß wird es von Wirtschaftswissenschaftlern, je länger eine Konjunkturflaute dauert, auch immer weniger für möglich gehalten, dass es mit der Konjunktur noch weiter bergab gehen kann; der Aufschwung wird als so sicher vorhergesehen wie der tägliche Sonnenaufgang. Nach Meldungen über einen Konjunkturrückgang folgen solche über den Aufschwung, selbst wenn dieser statistisch gar nicht nachweisbar ist . Die Studie "Meudaleffekt, Geldmengenwachstum und Konjunktur" zeigt jedoch, dass Deutschland sich seit Anfang der 1980er Jahre in einem stetigen Abwärtstrend befindet. Und NICHTS deutet darauf hin, dass dieser Trend gebrochen werden könnte.
