Teure Lebensmittel

Preise steigen weiter

Inflation wieder mehr als drei Prozent

Teure Energie und hohe Lebensmittelpreise haben im März dafür gesorgt, dass die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahr überraschend stark geklettert sind: Zum ersten Mal in diesem Jahr ist die Inflationsrate auf mehr als drei Prozent gestiegen.

Lesermeinungen zum Beitrag

29. März 2008 14:49

Weltmarktpreise und nationale Löhne

Herold Binsack (Devin08)

Wahr ist, dass die Inflation dem Staat, oder besser: dem Staatsapparat nützt, denn auch die Staatsverschuldung wird durch die Inflation gemildert. Aber das ist erstens nicht der Grund für die Inflation und zweitens auch nicht der Grund für die Veröffentlichung solcher Zahlen – mitten in Tarifkonflikten. Früher hätte solches den aktuellen Klassenkampf angeheizt, und man hätte sich bedeckt gehalten. Heute glaubt man sich sicher, dass so der Druck auf die Zum-Kampf-Bereiten erhöht werden könnte, indem man nämlich der gesamten Klasse mit einer hohen Inflationsrate droht, und so nebenbei auch das Kapital noch entsprechend motiviert. Die unbewusste Masse soll gegen die bewusste Minderheit ausgespielt werden, schließlich droht ja der „Zeitrundeneffekt“, also besser erst gar nicht kämpfen, heißt die Botschaft, was nicht neu ist. Der Schuss kann aber nach hinten losgehen, denn die Leute sind gegenwärtig nicht mehr halb so dumm, wie da unterstellt wird. Die Preisgestaltung in der globalen Welt ist viel zu komplex um sie allein oder gar ausschließlich auf national gestiegene Lohnkosten zurückführen zu wollen, der Spielraum hier ist klein geworden. Die fixen Kosten eines nun hochorganischen Kapitals und die Weltmarktpreise entscheiden alles!

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
29. März 2008 10:51

Inflation ist im Interesse des Staates!

Marko Hrbat (Hrbat)

Während der Staat nur den Nominalwert (inkl. magerer Zinsen) zurückzahlt, erhält er frisches Geld als Steuern und Abgaben.

Jegliche Preissteigerung wirkt sich positiv auf die MWSt-EInnahmen sowie auf die Einkommensteuer aus.

Solange die Abgeordnetendiäten nicht an die Inflation des Stat. Bundesamtes gekoppelt sind, sondern frei bestimmt werdenn, wird sich daran nichts ändern....
Außerdem erhalten viele Politiker Zusatzeinnahmen durch Aufsichtsratsposten.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
28. März 2008 21:53

Not und Lügen

Rainer Damoisy (Quallenregen)

Der Artikel spiegelt nichtmal im Ansatz wieder in welche Not Menschen durch diese Teuerung kommen.

Dem Herren hier vor mir sei gesagt.....wenn Arbeit noch bezahlt würde wie Arbeit.... und nicht teilweise wie auf dem Baumwollfeld mit Menschen umgegangen würde,dann...und zwar nur dann...könnten Sie so Märchen erzählen.
Mal davon abgesehen..Rot-Grün-Schwarz-Gelb...Links?...die geben sich nix.

Es ist nicht der arbeitslose Mensch der unproduktiv ist, sondern die Wirtschaft die heutzutage leider nichtmehr in der Lage ist gewissen Arbeiten anständig zu vergüten oder ihre Gewinnmarschen ohne Entlassungen zu halten...und damit sind wir doch wieder bei der Globalisierung und den Finanzjongleuren.

Manche Menschen können sich bis heute leider immer noch nicht von billigen chinesischen T-Shirts oder sonstiger billiger Technik ernähren,die brauchen noch Nudeln.....teilweise wollen sie unverschämt wie sie sind nicht in einer Höhle wohnen sondern in einer beheizten Wohnung...und dann sollen manche sogar noch Arbeitsplatzmäßig flexibel sein, zahlen horrende Preise für Bahn,Bus oder Sprit.

Ich gönne jedem nen Sechser im Lotto oder wie die meißten mit so Ideen..von Geburt auf Sohn zu sein....aber ich gönne dem Armen nicht sein Leid.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
28. März 2008 18:10

Kein Wunder,

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)


wenn Lebensmittel zu Biosprit verarbeitet werden, weil grüner Wahn es verlangt.

Kein Wunder auch, wenn Arbeitsplatzzuwächse nur noch bei schwerst subventionierten Alternativenergieerzeugungen möglich sind, wie grüner Wahn stolz verkündet.

Kein Wunder schließlich, wenn Unternehmer sich nur noch durch drastische Preiserhöhungen der explosiv ansteigenden fiskalischen Belastungen und weiterer Arbeitskosten zu erwehren wissen, bevor sie den Betrieb dann doch stillegen müssen, wie rot-grüner Wahn in wirren Umverteilungsträumen bewirkt.

Nicht die Globalisierung ist schuld. Sie hat bisher die Preiserhöhungsspielräume eng gehalten. Es ist der seit vielen Jahren andauernde Hype, daß alles gut werde, wenn man nur immer mehr verteilt und damit Unproduktivität subventioniert.

Das System DDR hat uns im Westen eingeholt. Und wesentlich sind wir selbst daran Schuld.
Bevor die gegenwärtige Globalisierungswelle vorüber sein wird, wird Deutschlands Ökonomie weltweit keinerlei Rolle mehr spielen.
Das ist nicht pessimistisch, sondern eher optimistisch - für den Rest der Welt.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
1 - 4 von 4 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche