Konjunktur

Steuerdebatte drückt Konsumklima

27. Juli 2005 Die Aussicht auf eine höhere Mehrwertsteuer hat die Stimmung der deutschen Verbraucher im Juli weiter gedämpft. Die Sorge der Konsumenten über die Wirtschaft und ihre eigenen Finanzen habe zugenommen, folgerte die Marktforschungsgruppe GfK aus ihrer Umfrage unter 2000 Bürgern im Juli. Der Konsumklimaindex verschlechterte sich zum vierten Mal nacheinander und sank von 3,4 auf 2,9 Punkte.

Die GfK erwartet deshalb in diesem Jahr nur noch einen Anstieg des privaten Konsums von 0,2 Prozent, nachdem sie zuvor mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet hatte. Der Chef der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Klaus Wübbenhorst, sagte, der private Konsum werde als Wachstumsmotor in Deutschland in diesem Jahr fast gänzlich ausfallen.

Vorgezogene Käufe

Der Indikator für die Einkommenserwartung sank um 4,9 Punkte auf minus 14,8 Zähler und setzte die Anfang des Jahres begonnene Talfahrt fort. Der Indikator der Konjunkturerwartungen bewegt sich weiter im Zickzack-Kurs und verlor 2,3 auf minus 15,7 Punkte.

Der Indikator der Anschaffungsneigung verbesserte sich von minus 25,8 auf minus 13,1 Punkte. Die GfK erklärt dies damit, daß die Verbraucher große Anschaffungen noch vor der sich abzeichnenden Mehrwertsteuererhöhung erledigen wollten.

Text: F.A.Z., 28.07.2005, Nr. 173 / Seite 9
Bildmaterial: dpa

© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2009.
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfältigungs- und Nutzungsrechte erwerben
Verlagsinformation

Nutzen Sie jetzt Ihr Sonderkündigungsrecht. Beim Wechsel Ihrer Kfz-Versicherung winken bis zu 500 € Ersparnis. Jetzt online vergleichen und gleich abschließen.

FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche