Mit Rodrigo Pessoa, Olympiasieger von Athen, steht ein Mitglied der ganz feinen Reitergesellschaft unter Dopingverdacht. Das zeigt: das Problem des Sports ist die Angestumpftheit der Reiter gegenüber ihren Pferden. Von Evi Simeoni
Die Gerüchte, dass weitere deutsche Reiter bei den Olympischen Reiterspielen in Hongkong mit positiven Tests aufgefallen sind, scheinen sich nicht zu bestätigen. Doch beim Pferd des Brasilianers Rodrigo Pessoa wurde eine verbotene Substanz festgestellt.
Bislang war die Aussicht auf 2012 den meisten Engländern, Schotten oder Nordiren egal. Die Erfolge von Peking haben das geändert. Ein missgünstiger Seitenhieb auf Olympia-Gastgeber London kommt aber aus Schottland. Von Johannes Leithäuser, London
Wer zu den Olympischen Spielen fahre und positiv sei, könne doch nur ein Volltrottel sein, erklärte Doping-Experte Werner Franke: Die Kontrollen hätten vier bis zehn Wochen vorher gemacht werden müssen.
Wie war's in Peking? Wenn man Führer der Kommunistischen Partei wäre oder Juan Antonio Samaranch, dann wäre die Antwort einfach: Die erfolgreichsten Spiele aller Zeiten. Aber wer nach seinem eigenen Urteil suchte, der musste vom Siegespodest der Gewissheiten hinabsteigen. Von Michael Horeni, Peking
Gold sorgt für die Rendite: Der Deutsche Olympische Sportbund feiert Peking schwärmerisch als Erfolg und nimmt die Politik in die Pflicht. Man will eine Debatte darüber führen, was der Gesellschaft der Leistungssport wert ist. Von Michael Reinsch, Peking
Bildergalerie China hat eines der traditionsreichsten westlichen Kultereignisse glanzvoll ausgerichtet, hat Olympia eine neue, perfekt gestylte Oberfläche gegeben. IOC-Präsident Rogge erklärte die wahrlich außergewöhnlichen Spiele um 20.58 Uhr Ortszeit für beendet. Um 21.23 Uhr ging die Flamme aus. Von Evi Simeoni, Peking
Olympia geht zu Ende. Was kommt, ist offen. China hat das Wesen der Spiele verändert. Michael Gross spricht im Interview mit der Sonntagszeitung über unfassbare Leistungen, fragwürdige Superstars, die Zukunft der Spiele und das IOC.
Bei den Spielen in Peking gibt es viele spektakuläre Leistungen - und auffallend wenige Doping-Fälle. Das Blut der Athleten soll nun acht Jahre eingefroren und später auf neue Substanzen getestet werden. Kommt das dicke Ende erst noch? Eine Bestandsaufnahme. Von Til Huber
Viele FAZ.NET-Leser wundern sich über die geringe Zahl an überführten Dopingsündern während der Olympischen Spiele. Werden alle Endkampfteilnehmer und Finalisten überprüft?, fragt beispielsweise Friedrich Nikolaus. FAZ.NET hat sich der Fragen angenommen. Von Daniel Meuren
Der deutsche Leichtathletik-Cheftrainer Jürgen Mallow hat mit scharfen Worten auf Äußerungen von Helmut Digel reagiert. Auch Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler und das Innenministerium bekamen ihr Fett weg. Von Michael Reinsch, Peking
Die bohrenden Fragen sind während der Spiele in Peking nicht weniger geworden, aber der Zirkel der Mächtigen bleibt weitgehend unsichtbar. Dafür wird eine neue Haltung gegenüber dem Dopingproblem deutlich: offensive Resignation. Von Evi Simeoni, Peking
Olympiasieger Michael Gross ist irritiert von den Spielen in Peking. Bei seinem einwöchigen Besuch stellte der ehemalige Schwimmstar fest, dass die Spiele mehr und mehr zum Zirkus werden, der mit dem realen Leben nichts mehr zu tun hat. Im FAZ.NET-Video erzählt Gross von seinen Erlebnissen.
Die Deutschen wollen sauberen Sport. Die Deutschen wollen aber auch erfolgreichen Sport, sonst schalten sie ab. Ethisch verantwortbare Medaillen, gibt's das? Der deutsche Sport steckt mitten in einer Debatte um die Legitimation seines Fördersystems. Von Peter Penders, Peking
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