Korrespondenten machen „Bekanntschaft mit einem winzigen Ausschnitt des Unterdrückungsapparates”

Führende deutsche Zeitungen und Fernsehsender wehren sich vehement gegen die Einschränkungen der Arbeitsmöglichkeiten für Journalisten bei den Olympischen Spielen. Herausgeber und Chefredakteure sprechen von „skandalöser“ Zensur und von einem „Unterdrückungsapparat“.

Lesermeinungen zum Beitrag

04. August 2008 14:05
Also der Vergleich..  
Michael Posthoff (MisterMischa)

..mit Berlin 1936 scheint mir doch sehr hergeholt. Weder gibt es Anzeichen dafür, das China einen Angriffskrieg oder Völkermord plant. Eher passend wäre ein Hinweis auf München 1972, wo durch unzureichende Sicherheitsmassnahmen und Kontrollen israelische Sportler ums Leben kamen.

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04. August 2008 10:38
B. Lehmann (lemdax1)  
Shen li (Zhongguoren)

Ja, die westliche Regierung kritisiert Israel öffentlich, aber liefert Waffen heimlich.

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04. August 2008 07:25
Die "Proteste" des Westens sind klebrig  
Ralf Schneider (ralf61)

Steinmeier der in seinem "Gute Nacht" Beitrag in der FAZ sich auf"spannende Spiele" freut, wie Rogge oder der abgetauchte Dr. Bach sind die eigentlich Verantwortlichen für das absehbare Desaster. Das die Apparatschicks mit ihren Stasi-Methoden ihre krude Weltsicht anderen Völkerschaften aufdrücken, liegt in der Natur ihres Systems und war zur vergabe der Spiel absehbar. Das der "Westen" aufgrund der Marktmacht einen Kotau nach dem anderen vollzieht liegt an z.B. vorgenannten Protagonisten. Die Hinweise, auch in den Foren, über das Wesen der fremden Kultur, für das man doch ein feines Verständnis haben sollte, hängt mir zu den Ohren heraus, die hatten wir 1936 auch, ebenso 1978 in Argentinien. Der Nachgeschmack ist nicht besser geworden. Vielleicht sollten es die letzten Olympischen Spiele sein, man sollte falls gewünscht die Sponsoren die Veranstaltung, ähnlich einem Festival des Sports durchführen lassen, ohne irgendwelche ohnehin nicht mehr vermittelbaren ethischen Grundsätze denn: Zuviel Doping, zuviel Militarismus, zuviel Coca Cola etc.. Keine staatlich Förderung solcher pitoresken Veranstaltungen das Steuergeld ist zu schade!

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03. August 2008 20:48
Heuchelei und Selbstüberschätzung  
Moritz Petersen (Mo1234)

Warum immer wieder diese Aufrufe zu Boycotten? Hat man angst sich den Diktatur-Virus einzufangen? Denkt jemand ernsthaft, die Propagande in China hat auf uns Europäer, die erwünschte Wirkung? Nein, die deutschen Bürger sind längst reif genug, um die Propaganda zu durchschauen, was man an diesem Forum nur zu gut sehen kann. Die Journalisten sollen berichten, was sie berichten können und wenn sie von Zensur und Durchsuchungen berichten, dann sieht man nur mal wieder wie der Schuss nach hinten los ging. Denn zur Zensur gehört nicht nur die Inhalte zu Zensieren, sondern auch die Berichterstattung über die Zensur selbst zu verhindern, was China schlicht und ergreifend nicht möglich ist. Dann wird den Chinesischen Kommentatoren in diesem Forum (zu recht) vorgeworfen unangemessene Vergleiche zu ziehen, nur um im Gegenzug von 1936 und Apeasement zu schreiben. Kein Nazi-Verbrechen wäre verhindert worden, wären die Olympischen Spiele boycottiert worden. Letztendlich geht es hier um ein weltweites Sport-event, und nicht um eine Privatparty der Demokratischen Länder zur feier ihrer Demokratie. Selbst wenn es nicht um Sport sondern um Demokratie ginge, war Isolation und eine "Ich will nichts damit zu tun haben" -Einstellung immer schädlich!

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03. August 2008 13:59
vorgenannter Artikel Pure Angstmache und Schikane  
Ulrich Pochert (Broby)

die Journalisten haben sich diese Restriktionen teilweise selbst zuzuschreiben,"only bad news are good news" wird immer noch zur Maxime besonders der "Schreiberlinge" gemacht, ueber die heutige Situation in China ist genug gesagt, eine massvolle Aussage finden Sie heute bei SCHAEUBLE - einer der wenigen der nach reiflicher Information und Abwaegung verstanden hat was machbar ist - aber auch bisher von den Chinesen geleistet ist, Rogge muss sich wohl ein wenig ueber den Tisch gezogen fuehlen, aber er erkennt wohl selbst dass er ein wenig naiv war. Nun berichten Sie mal ueber die Olympiade ein bisschen mit mehr Fantasie und besser im Detail - und genuegend ALLE Disziplinen betreffend, und Sie werden mit Sicherheit ausfuehrlich unterstuetzt - damit hat jeder entsandte Berichterstatter genug zu tun,wenn er dann auch noch die gelungenen organisationstechnischen Belange bemerkt und erwaehnt, kann er spaeter nach der Olympiade zu-hause-seiend seine Schinpftiraden anbringen..... Ich gruesse Sie, Ulrich Pochert, uebrigens:ich begreife den Unterschied sehr wohl, ich bekomme die FAZ auch erst mit etwa 3taegiger Verspaetung und es gelingt Ihrer logistischen Kraft nicht fuer Anderung zu sorgen ,,,,,,

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03. August 2008 12:55
Unverständnis  
John Gehlen (spacedrummer)

Wenn die führenden deutschen Zeitschriften und Fernsehsender sich so vehement gegen Einschränkungen wehren, wieso boykottieren sie nicht einfach dieses obskure Machtspektakel? Es geht ihnen um das gleiche, wie den Chinesen, dem IOK und den Athleten: Macht- Geld- und Imagegewinn. Und hört mir bloß auf, von einem journalistischen Auftrag zu faseln!

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03. August 2008 12:48
Jugend der Welt und Grundrechte  
Stefan Menzel (seemenntb)

Heute morgen las ich, in der mir frei zugänglichen Wikipedia über das Down Syndrom (Trisomie 21) meines 2 Jahre alten Sohnes nach. Ich erfuhr, dass die Säuglinge mit Down Syndrom in China zumeist im Krankenhaus verbleiben und im Falle ihres Überlebens in Heime verbracht werden. Insbesondere in Provinzregionen wird den Eltern unter der Hand empfohlen, ihr Kind zu töten. Meine bisher eher indifferente Haltung zu olympischen Spielen in China erfüllt mich nun mit Scham. Die olympischen Spiele in China werden stattfinden, übrigens auch die Paralympics. Ob chinesische Spostler dort wohl auch so stark verteten sein werden bleibt abzuwarten. Ein Land, das es wagt sich mit der Jugend der Welt, trotz eklatanter Missachtung von Grundrechten, in das Scheinwerferlicht der Weltöffenlichkeit zu stellen, fordert eine kritische Auseinanderstzung mit seiner Politik geradezu heraus und genau dies erwarte ich nun auch von all denen, die die Möglichkeit einer freien Meinungsäusserung ihr eigen nennen.

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03. August 2008 11:26
@ Hede Zou  
Christian Roigk (Dubai1)

Es sollte Ihnen schon zu denken geben, dass sie Ihre Meinung, die ich uebrigens nicht teile, hier in Deutschland offen kundtun koennen und dies auch veroeffentlicht wird. Versuchen Sie das doch mal umgekehrt in ihrem demokratischen Arbeiterparadies VR China; ich bin sicher nach ein paar Tagen oder Stunden kriegen Sie " Besuch " !

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03. August 2008 11:23
@"xiaoming Du" & "Hede Zhou"  
Thomas Richter (Th_Rich)

Bezugnehmend auf Ihre Komentare erlauben Sie mit mir folgende Anmerkungen: 1) xiaoming Du: Erstaunt muss ich in Gesprächen mit meinen chinesischen Kontakten häufig die von Ihnen verwendete, und aus meiner Sicht unzulässige Argumentationsweise feststellen: Der Versuch Unrecht mit anderem Unrecht zu rechtfertigen. Unbestritten ist der Nahostkonflikt ein (vieldiskutiertes) Problem; Menschenrechte werden missachtet; Die Konfliktparteien werden sehrwohl kritisiert, - dazu gibt es auch hier viele Foren. Dennoch kann sich dadurch niemals eine Legitimation für Rechtsbrüche andernorts (z.B. in China) ableiten - und schon gar nicht auf Grundlage Ihrer Ansicht, dass verschiedene Verletzungen der Rechte anders bewetet werden. 2) Hede Zhou: Auch in Ihrem Kommentar findet sich ein aus m.S. unzulässiger Versuch der Legitimation: Sie stellen Webseiten der FalongGong und "einige andere" (Meinen Sie die nunmehr zumindest teilweise wieder zugänglichen Seiten der Deutschen Welle, die chin. Seiten der BBC, etc?) in Relation mit Gedankengut der NSDAP sowie rechtsextremer Vereinigugen in Deutschland. Nein, Hede Zhou, das hängt nicht vom Standpunkt des Betrachters ab. Dieser Vegleich ist in allen Aspekten schlichtweg fehlgehend und respektlos.

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03. August 2008 11:20
Naivitaet auf beiden Seiten  
Christian Roigk (Dubai1)

Die Chinesen sind nicht ganz so clever wie dei Nazis 1936 in Berlin. Dort waren fuer 2 Wochen alle Zeitungen erhaeltlich, und dann wurde die Tuer wieder vernagelt. Die Chinesen haben ihr Volk wohl nicht ganz so an der Kandarre wie die Deutschen vor 72 Jahren. Was mich betruebt ist, dass alle jetzt auf die Pressefreiheit WAEHREND der Olympischen Spiele pochen, aber selbst unser zukuenftiger Kanzlerkandidat Steinmeier nicht mal den Versuch unternimmt die Chinesen oeffentlich aufzufordern internationale Normen an Freiheit GENERELL, d.h. auch fuer die Zeit nach den Spielen einzufordern. Macht aber nichts, solange genug Firmen - auch deutsche - bloed genug sind, den Chinesen Technolgie zu uebetragen, weil es ja dort so schoen billig ist. Was scheren da Menschenrechte und Freiheit ?

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03. August 2008 10:37
Eigendemontage und Supergau der Außenkommunikation...  
Peter Reinike (P.Maikaefer)

Die hiesigen Runterrelativierer müssen dringend in Fortbildung.Gängigerweise läuft das Procedere viel aufwändiger und differenzierter mit der Relativierungs- und Verharmlosungsstrategie.Man versuche es doch mal mit Kuba, Israel und dem Hunger in Afrika. Das einzige Problem, desto schlimmer die Willkür wie in Zimbabwe oder Sudan, desto besser der Kontakt nach China. Und die USA mögen sehr angreifbar sein, dann mache man das im konkreten Fall als hier bei der chinesischen Diktatur auf alles Unrecht der Welt verweisen, um die systematische Behinderung des chinesischen Propagandaministeriums runterzurechnen. Selbstverständlich ist jede sportliche Großveranstaltung auch politisch, weil sie,wie jetzt in Peking, als Propaganda Flash instrumentalisiert werden kann.Das waren die Spiele immer, nicht erst seit 36.Die chinesische Seite hat viel versprochen,um diese Propaganda Chance nutzen zu können.Nun stellt sich heraus, daß sie die internationale Gemeinschaft in Bezug auf die Berichterstattung belogen hat und die Zusagen nicht einhält.Die Rolle des IOC ist in diesem Geschachere mit BOTOG eine ganz eigene Katastrophe.Das hat viel mit Eigendemontage und mafiosen Strukturen, aber nichts mehr mit dem olympischen Geist zu tun.

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03. August 2008 10:23
Wer nicht frei arbeiten kann, sollte wieder nach Hause fahren.  
Ulrich Mauer (UMAU)

Selten war eine Sportveranstaltung so krtisiert worden. Die chinesische Führung braucht die olympischen Spiele und ihre Wirkung auf das eigene Volk und denn Rest der Welt um von den katastophalen Umwelt- und Sozialproblemen abzulenken. Nichts wäre schlimmer, als wenn überhaupt nicht mehr über die Spiele berichtet würde. Bekommen die Arbeiter der stillgelegeten Fabriken eigentlich Lohnfortzahlung ? Oder müssen ihre Familien hungern während der Spiele der Ausländer. Das interessiert mich mehr als ein dopinggeschwängerter Bericht über hochbezahlte Werbeverträge von Olympiasiegern. Wie ist eigentlich das Verhältnis zwischen Zahl der Bewacher gegen Terrorismus, Zahl der Bewacher gegen Pressefreiheit und Zahl der Athleten ? Und wer bezahlt die alle ? Doch nicht etwa der deutsche Rundfunkgebührenzahler/Werbungertragende ? Ich würde den Spielen fernbleiben und auch keine Sportübertragungen anschauen.

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03. August 2008 09:51
Ängstliche Chinesen  
Klaus Schmidt (Wetten)

Wie jeder normale Mensch auch würde ich mich auf eine freie Berichterstattung freuen. Das China jetzt einen Rückzieher kurz vor den Spielen gemacht hat kann so verwunderlich nicht sein. Real politisch muß man doch zur Kenntnis nehmen das sich durch die seit Jahren laufende Presse-Zenzur sowas wie ein Rückstau an Wahrheiten gebildet hat. Die Berichterstatter vor Ort ( die bis auf einige Gastkommentatoren seit Jahren aus China berichten ) haben sicher die ein oder andere Geschichte die sie nur zu gerne endlich an die Öffentlichkeit bringen wollen. Die Olympischen Spiele hätten ein einmaliges Zeit-Fenster hierzu geboten. Da ensteht ein immenser Druck, von allen Medien auf einmal aus dem Westen, die übliche (zurück) Haltung gegenüber den Behörden endlich einmal fallen zu lassen um frei und kritisch zu kommentieren; auch über Sachverhalte die nicht unbedingt mit Olympia zu tun haben. Ein gewisses maßhalten der Journalisten was den Grad der Brisanz bestimmter unangenehmer Tatsachen anbelangt, könnte man sich noch vorstellen... als nicht-Chinese. Die Chinesen selbst scheinen einen riesen Bammel zu haben dieses Vertrauen zu üben, denn anders ist die Aktion z.B. gegenüber dem Deutschen Haus nicht zu verstehen.

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03. August 2008 09:50
Dem Rogge sein Konto  
heinz peter (pitiplatsch)

würd ich als allererstes überprüfen und das von seinem Umfeld. Ist doch lächerlich wie er sich rauswinden will. Ich denke das er Kohle bekommen hat für seine kriecherische Art und Weise und so wie er rumlügt. Und noch eines die Zeitungen und Fernsehsender müssten einfach nach Hause fahren und die Zensur wäre innerhalb von Stunden wenn nicht Minuten aufgehoben.

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03. August 2008 09:44
von der Pressefreiheit hängt auch  
Angelika Fritz (MyDocAngel)

die Werbung in den Medien ab - also sind hier die werbenden Unternehmen gefragt...und die bringen die Chinesen bestimmt in "Reih und Glied"

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